War es das?

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
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Krefeld Pinguine - Kölner Haie 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
War es das? Ist die Meisterschaft bereits nach zwei Spielen entschieden? Während bei den Akteuren der Überraschungsmannschaft zumindest in der Öffentlichkeit das Wort “Champion” tabu ist, bejahen diese Frage nicht nur Superoptimisten. Krefeld stellte am Freitag das bessere Team, das vor allen Dingen im zweiten Abschnitt für klare Verhältnisse sorgte. Die Pinguine boten auch heute wieder eine eindrucksvolle Leistung. Erstaunlich, wie wenig Torchancen die Kölner besaßen. Wie tief der Frust beim (noch) amtierenden Deutschen Meister sitzt, zeigte sich bei Kapitän Mirko Lüdemann. Der beste deutsche Verteidiger beging zwei Fouls, die ihm in normaler Verfassung niemals unterlaufen wären. Wie sagte Butch Goring vor der Serie völlig richtig: “Wir haben den Dritten und den Ersten geschlagen, warum sollte es nicht auch gegen den Zweiten klappen?” Wieder beherrschten Gary Shuchuk & Co. über weite Strecken Gegner und Scheibe, hatten nur gegen Ende des ersten Drittels sowie in der 28. Minute Schrecksekunden zu überwinden. Köln kam noch einmal in den Schlussminuten, doch zuvor hätte Mario Doyon, der die Scheibe vor dem leeren Tor verpasste, alles klarmachen müssen, und auch Patrik Augusta, der vier Minuten vor Schluss allein vor Chris Rogles nach einem haarsträubenden Fehler von Mirko Lüdemann auftauchte, hatte Tor Nummer vier auf dem Schläger. Der Krefelder Sieg war, wie so oft in den Play-offs, wieder einmal verdient. Tore: 1:0 (5;44) Ehrhoff, 1:1 (26;23) Hicks (McLlwain, Elick), 2:1 (33;11) Barin (Oswald), 3:1 (40;15) Purdie (Brandner), 3:2 (58;39) Pasco (McLlwain, Schlegel). - Zuschauer: 6.714. - Strafminuten: Krefeld 8, Köln 18. - Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg).