Vorweihnachtsgeschenke in Ingolstadt

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Der ERC Ingolstadt hat am letzten DEL-Spieltag vor Weihnachten sich und den eigenen Fans zwei Punkte beschert, aber auch den Gästen aus Mannheim beim 3:2 n.P. (1:0, 0:0, 1:2, 1:0) einen Punkt geschenkt.



So sah es nach der Partie auch sogar Gästecoach Bill Stewart, der meinte: „Ingolstadt war die bessere Mannschaft, es gab mit Glück einen Punkt für uns.“



In der Tat war im munteren Schlussdrittel etwas Glück erforderlich, um zweimal die Führung der Gastgeber zu egalisieren. In der 47. Minute glich Devin Edgerton, der einen Schuss von Sascha Goc abfälschte, das 1:0 der Ingolstädter, das Sean Tallaire (9.) bei einem Mann mehr auf dem Eis erzielt hatte und fast vierzig Minuten lang hielt, im Powerplay aus. Brad Burym saß nach einer umstrittenen 2+2-Minuten-Strafe in der Kühlbox.



Als mehr Hektik in die Partie zu kommen drohte, war es erneut der agile Sean Taillaire, der die Farben der Kennedy-Truppe mit dem 2:1 (51.) in Front schoss. Sein Fernschuss rutschte Mannheims Goalie Richard Shulmistra durch die Schoner, wiederum hatte Ingolstadt eine numerische Überlegenheit ausgenutzt.



Der ERC-Dreier rückte in der Schlussphase immer näher, doch als Bill Stewart seinen Goalie vom Eis nahm, dauerte es keine drei Sekunden, ehe es hinter Jimmy Waite einschlug. Andy Roach (59.) hatte abgezogen und irgendwie fand der Puck durch Freund und Feind (manche Zuschauer sahen eine Hand am Puck) hindurch seinen Weg in die Maschen zum 2:2-Ausgleich.



So musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Ingolstadt war dort auf der Höhe des Geschehens, erzielte durch Glen Goodall und Brad Burym, den ausgerechnet Ersatzgoalie Leo Conti seinem Coach als Penaltyschützen empfohlen hatte, zwei blitzsaubere Treffer, während die Gäste leer ausgingen und viermal an Jimmy Waite scheiterten.



Ingolstadts Trainer Ron Kennedy stellte nach dem Spiel fest: „Ich wäre mit drei Punkten zufriedener gewesen. Das letzte Tor war schon etwas komisch.“ Nicht so recht einverstanden war man auf Seiten der Donaustädter mit dem Auftritt von Hauptschiedsrichter Michael Langer. Doch der Chef hinter der Bande hielt sich wie auch Sportmanager Stefan Wagner mit kritischen Aussagen zurück.



Ron Kennedy, der zunächst einmal zwei Weihnachtstage genießt, bevor er sich intensiver mit der nächsten Partie in Iserlohn beschäftigt, merkte aber an: „Der Schiedsrichter hat soviel Einfluss in jedem Spiel, das ist unglaublich. Wir Trainer sind verantwortlich für die Leistung unserer Spieler, aber wer ist verantwortlich für die Leistung der Schiedsrichter?“

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