Von Taktik geprägt

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Mit einem hauchdünnsten Ergebnis überhaupt endete Derby Nr.

176 zwischen den beiden rheinischen Erzrivalen. Sebastian Furchner traf beim Penaltyschießen,

während sowohl sein Mannschaftskamerad Ivan Ciernik sowie die DEG-Cracks Andrew

Hedlund, Tore Vikingstad und Jochen Reimer den Puck nicht im gegnerischen Tor unterbrachten!

Zumindest bei Reimer seinem Versuch gab es nach dem Spiel noch reichlich

Diskussionsbedarf. Haie-GoalieTravis Scott parierte zwar den Schuss mit dem

Körper, trotzdem sprang die Scheibe noch langsam ins Tor. Dumm nur, dass

Schiedsrichter Oswald zuvor die Partie beendete und in Richtung Mittellinie

fuhr, obwohl der Puck noch in Bewegung war. Der ehemalige Eishockeyprofi,

Rechtsanwalt und DEL-Einzelrichter Jörg Mayr sprach als Experte des

Fernsehsenders "Premiere" vor den laufenden Kameras von einem Tor.

Ob beim Gast aus der Landeshauptstadt mit Kapitän Daniel

Kreutzer, Darren Van Impe, Robert Dietrich und Klaus Kathan ein ganzes Quartett

fehlte und die Haie „nur“ auf Todd Warriner und Kai Hospelt verzichten mussten,

was macht das schon beim Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten? Da gibt es

keine Ausreden für irgendwelche Schwächen, egal, ob die Akteure (es sind leider

nur ganz wenige) gebürtige Rheinländer sind oder erst vor einigen Wochen ihren

Namenszug unter das Vertragsformular bei einem der beiden Vereine setzten.

Schade nur, dass beim Vorprogramm Kinder, die sich der Fäkalsprache bedienten,

auf dem wunderschönen Würfel zu Worte kamen. Das war ganz einfach geschmacklos

und unsportlich.

Trotz der Brisanz stand die Taktik im Vordergrund.

Torchancen blieben im ersten Abschnitt Mangelware, obgleich die Kölner sogar 42

Sekunden lang zwei Akteure mehr auf dem Eis hatten. Doch Bryan Adams setzte die

Scheibe daneben, und der Schuss von Alexej Dmitrijew wurde von Gästetorwart

Jamie Storr gehalten. Gegen Ende des ersten Abschnitts hatten die Düsseldorfer

ihrerseits vielversprechende Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Jochen Reimer

mit einem Direktschuss im Powerplay und Jeff Panzer mit einem Konter in

Unterzahl fanden aber in Travis Scott ihren Meister.

Auch im Mitteldrittel war nichts los mit Veränderungen auf

der Anzeigentafel. Ausgerechnet in Unterzahl hatte Köln die besten Chancen,

doch Adams übersah bei einem Konter den mit ihm laufenden Mirko Lüdemann, und

Marcel Müller war bei seinem Solo zu lässig. Auch bei einem Ausflug von Storr

brachte er die Scheibe nicht über die Linie, sondern traf nur die

Metallrundung. Sekunden vor der zweiten Pause hatte es Philip Gogulla noch auf

dem Schläger, für das erste Tor zu sorgen. Die Scheibe wurde jedoch kurz vor

der Linie blockiert. Haie-Cheftrainer Doug Mason, der erneut mit vier

Flügelpärchen und drei Mittelstürmern operierte, musste sein Konzept aufgeben. Kamil

Piros vom Holland-Kanadier ab dem zweiten Drittel nicht gemacht, während Dmitrijew

auf die Centerposition wechselte

Im letzten Drittel häuften sich die Chancen für die

Domstädter. Düsseldorf hatte lediglich in der 46. Minute nach einem Fehler von

John Slaney die eine hochkarätige Möglichkeit durch Charlie Stephens, der aber

in Unterzahl scheiterte, während bei der anderen Brandon Reid nur den Pfosten

traf. Nachdem auf Dave McLlwain und Stéphane Julien erfolglos blieben und auch

die Verlängerung kein Tor brachte, entschied der finale Show-down.

Tor: 1:0 (65;00) Furchner (Penalty). -  Zuschauer:

18.355. – Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen). – Strafminuten. Köln 18,

Düsseldorf 20 + 10 Stephens.

DEL PlayOffs

Freitag 26.04.2019
Adler Mannheim Mannheim
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EHC Red Bull München München
Sonntag 28.04.2019
EHC Red Bull München München
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