Von Schock keine Spur

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Die Kölner Haie haben die erste

Schlappe vom letzten Freitag in Iserlohn unter ihrem neuen Bandenchef

Bill Stewart mehr als gut überwunden. Nachwirkungen des 1:3 waren

jedenfalls vom Anfangsbully an nicht zu bemerken. Zu keiner Zeit der

einseitigen Partie hatten die Fuggerstädter eine Chance, auch nur

einen Punkt mitzunehmen.

„Jetzt kommt eine gefährliche Zeit

mit Weihnachten und Neujahr. Aber das macht meinen Jungens nichts.

Ich kenne sie mittlerweile“, fügte Stewart in der Pressekonferenz

noch hinzu. Sein Kollege Larry Mitchell: „Wir hatten uns

vorgenommen, defensiv zu spielen. Aber nach den ersten drei Angriffen

war alles vorbei.“

Bei den Hausherren fehlte neben

Christoph Ullmann das U20-Trio Hauner/Flaake/Brandl, das fast zur

gleichen Zeit im französischen Megève gegen Dänemark um den

Aufstieg spielte. Augsburgs Chefcoach Larry Mitchell, dessen Truppe

von rund 650 mit dem Sonderzug angereisten Fans eigentlich

unterstützt werden sollte, musste nach wie vor auf Chris Collins und

Richard Rochefort verzichten.

Das Spiel der Tabellennachbarn

(Augsburg Neunter, Köln Zehnter mit jeweils 43 Zählern) begann mit

einem Paukenschlag. Bereits der erste Angriff führte zum 1:0. Die

schwäbischen Panther saßen in der Anfangsphase des Matches

offensichtlich noch im Bus und ließen sich von den Gastgebern

überfahren. Beim dritten Einschlag nahm Mitchell eine Auszeit und

seinen frustrierten Nationaltorwart Dennis Endras vom Eis. Routinier

Leo Conti stellte sich zwischen die Pfosten. Immerhin war der lange

Augsburger unfreiwilliger Zeuge des ersten DEL-Tores von

Haie-Verteidiger Torsten Ankert.

Im Mitteldrittel fiel der erste Treffer

noch früher als in den ersten 20 Minuten. Als Steve Junker dann

endlich Tor Nummer eins für die Gäste gelang und die Augsburger ein

bisschen Betrieb vor dem Haie-Kasten machten, nahm Kölner Chefcoach

eine Auszeit. Der Kanadier trat ein paar Schritte von seinem Platz

zurück und starrte seine Cracks wortlos an. Sie hatten wohl diese

Geste à la Stewart begriffen, denn fortan spielten sie wieder

konzentriertes Eishockey.

Dass sich in den letzten 20 Minuten

nicht mehr viel abspielte, war in erster Linie dem deutlichen

Spielstand zu verdanken. Trotzdem waren die Panther nach wie vor um

eine Ergebnisverbesserung bemüht. Diese gelang ihnen auch in der

vorletzten Spielminute. Bemerkenswert: Der gebürtige Berliner Marcel

Müller war an fünf(!) der sieben Tore beteiligt.

Tore: 1:0 (0;46) Jaspers (Ciernik,

Marcel Müller), 2:0 (4;44) Chouinard (Hecquefeuille), 3:0 (6;02)

Marcel Müller (Bartek, Jaspers), 4:0 (14;53) Ankert (Bartek), 5:0

(20;35) Ciernik (Julien, Marcel Müller), 5:1 (21;45) Junker (Murphy,

Engelhardt), 6:1 (24;27) Ciernik (Marcel Müller, Jaspers), 7:1

(36;03) Lüdemann (Marcel Müller), 7:2 (58;54) Gordon (Murphy,

Kemp). – Zuschauer: 10.899. – Schiedsrichter: Dahle (OSC Berlin).

- Strafminuten: Köln 8, Augsburg 20.

(jakna)

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