Vom Alpen-Aubin und einem Donau-AuswandererDüsseldorfer EG

Andy Hedlund spielt künfigt in Linz. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)Andy Hedlund spielt künfigt in Linz. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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Während sich Walter Köberle weiter um die Besetzung der noch offenen Stellen im Kader der heutigen Düsseldorfer EG kümmert und dabei in der vergangenen Woche den Angriff durch Justin Bostrom (Manglerud Oslo/Try-out-Vertrag) und Colin Long (Portland Pirates/AHL) ergänzen konnte, haben zwei weitere Akteure der gestrigen DEG neue Arbeitgeber gefunden, werden mit diesen aber nicht in den Rather Dome zurückkehren. Torhüter Jean-Sebastien Aubin geht zum italienischen Vizemeister Wölfe Pustertal und wird damit auf dem Apennin zum Schlussmann mit den meisten NHL-Einsätzen seit 15 Jahren. „Ich denke, dass unser Klub keine schlechte Adresse ist. Zumal der finanzielle Aspekt bei Jean-Sebastien nicht mehr an oberster Stelle steht. Wir vertrauen Aubin zu einhundert Prozent und versuchen ihm sowie seiner Familie das bestmögliche Umfeld zu bieten“, sagte Roman Erlacher, der sportliche Leiter des von FIAT unterstützten Vereins aus Bruneck.

Auf der Nordseite der Alpen bleibt Andy Hedlund. Der Verteidiger, der einen neuen Vertrag (zu allerdings deutlich reduzierten Bezügen) bei der DEG ablehnte, wechselt an die Donau und spielt in der kommenden Saison für Österreichs Meister EHC Black Wings Linz. An den gleichen Fluß hat es nun auch René Kramer verschlagen, am dortigen Ufer aber werden ihm schon einige DEG-Fans begegnen. Der Verteidiger spielt künftig für die Straubing Tigers, bei denen dem Vernehmen nach zudem Stürmer Tyler Beechey kurz vor der Unterschrift stehen soll.

Auch zwei Spieler aus dem Nachwuchsteam haben die DEG verlassen. Die beiden Angreifer Marcel Kahle und Dustin Demuth unterschrieben bis 2015 bei den Iserlohn Roosters, werden aber mit Förderlizenzen überwiegend für deren Kooperationspartner Moskitos Essen die Schlittschuhe schnüren. „Leider können wir trotz unserer neuen Philosophie nicht alle Talente halten und dieses Duo sieht eben in Iserlohn bessere Perspektiven. Wir haben sie aber nicht weggeschickt, ihr Wechsel geschieht auf eigenen Wunsch“, sagte Peter Mörsch, Nachwuchskoordinator der DEG.

Kein Talent mehr ist hingegen Korbinian Holzer. Der 24-jährige Abwehrspieler konnte sich zwar in Nordamerika bei seinem Klub Toronto Maple Leafs noch nicht in der NHL behaupten, gehört aber in deren Farmteam in der AHL zu den Leistungsträgern. Mit den Toronto Marlies erreichte Holzer dort das Play-off-Finale, verlor es aber gegen die Norfolk Admirals. „In der Endspielserie waren wir im Angriff und bei Überzahl leider nicht gut genug. Zunächst war ich natürlich sehr enttäuscht. Aber inzwischen überwiegt der Stolz über das Erreichte“, sagte Holzer.