Vierter Advent – vier Kerzen für die DEG: Hamburg schlägt Düsseldorf 4:1

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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Der vierte Advent wurde in der Color Line Arena würdig gefeiert. Wie es sich an diesem Tag gehört wurden von den Hamburg Freezers vier Feuerwerke gezündet und die Metro Stars fuhren wieder einmal ohne Punkte aus Hamburg zurück an den Rhein.

Die Arena war wie immer (fast ist es normal) mit 12.803 Zuschauern ausverkauft und alle waren sichtlich gespannt, welches der beiden Teams die 5 Gegentore aus dem letzten Spiel am besten verkraftet hatte. Beide Mannschaften waren also in Zugzwang.

Die Hausherren begannen schwungvoll und hatten bereits nach drei Minuten die erste gute Gelegenheit durch Martinovic. Doch auch die Gäste ließen sich nicht lumpen und hatten in der 5. Spielminute die bisher beste Gelegenheit zum Führungstreffer, doch Boris Rousson rettete zweimal in höchster Not gegen die Düsseldorfer Angreifer. Der Hamburger Goalie wurde an diesem Nachmittag wieder einmal zum sicheren Rückhalt seines Teams. Ruhig und souverän gab er seiner Hintermannschaft Rückendeckung, ein wahrer Meister seines Faches.


Die Hamburg Freezers wollten den Führungstreffer und berannten das Tor der Gäste. In der 9. Min. war es Brad Purdie, der nach einer wunderbaren Einzelleistung seinen Stürmerkollegen Craig Johnson frei spielte und somit die 1:0 Führung vorbereitete. Ein herrlicher Treffer, der die Fans begeisterte, die anfänglich schon ein wenig Unmut über die vergangenen Spiele der Freezers kundgetan hatten. Die Hamburger setzten nach, sie wollten eine frühe Entscheidung, in diesem für beide Mannschaften so wichtigem Spiel erreichen. Ausgerechnet der Ex-Freezers Kapitän Andy Schneider war es, der sich durch eine Strafzeit für ein Hamburger Überzahlspiel verantwortlich zeichnete. Die Gastgeber ließen sich nicht lange bitten und nutzten den numerischen Vorteil zum 2:0, erzielt in der 14. Min. von Bobby House. Dieses Tor wurde von Schiedsrichter Hellwig erst nach Studium des Videobeweises gegeben. Doch die Metro Stars wirkten nicht wirklich beeindruckt, sie versuchten mit allen Mitteln zum Anschlusstreffer zu kommen. Die größte Gelegenheit dazu bot sich in der 19. Minute Florian Jung, doch dem jungen Stürmer versagten die Nerven, als er völlig freistehend vor dem Tor von Rousson zum Schuss kam, er schlenzte die Scheibe am Tor vorbei.


Das zweite Drittel begann mit einer Riesengelegenheit für die Gäste vom Rhein. Zwei Hamburger Spieler (Van Impe und Plachta) saßen auf der Strafbank und Düsseldorf spielte 28 Sekunden mit 5:3 Feldspielern. Eine sehr gute Gelegenheit, um den Anschlusstreffer zu erzielen, doch die Hamburger Abwehr stand wie eine Festung und überstand die Situation ohne Gegentreffer. Dieser Treffer gelang den Gästen dann in der 26. Minute nach einer sehr unübersichtlichen Situation, Hellwig erkannte erneut erst nach Konsultation des Videobeweises auf Tor für die DEG. Der Torschütze zum verdienten 1:2 Anschlusstreffer war Jörg. Jetzt drängten die Gäste auf den Ausgleich, sie schnürten die Freezers in deren Drittel förmlich ein, der Ausgleich war nur noch eine Frage der Zeit. Die Torschüsse in diesem Drittel: Hamburg 5 – Düsseldorf 17. Aber die Abwehr der Hamburger blieb standhaft und ab der 33. Minute ergaben sich auch wieder Torgelegenheiten für die Gastgeber. Erst scheiterte House am starken DEG Schlussmann Jung. Doch kurz darauf, in der 34. Minute gelang Oravec die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Hamburger Führung zum 3:1.


Damit ging es auch in die Drittelpause. Im letzten Drittel kontrollierten die Freezers das Spiel, sie standen sicher in der Abwehr und erspielten sich ihrerseits die eine oder andere Torchance. Dave Tomlinson sorgte in der 49. Minute für die Entscheidung, er erzielte nach einer wunderbaren Kombination mit Plachta die 4:1 Führung.

Hamburg brachte das Spiel sicher über die Runden, es wurden in Folge diverse Großchancen von Purdie, Oracec und wiederum Purdie ausgelassen, eine gute Gelegenheit, um die negative Tordifferenz aufzubessern. Düsseldorfs Trainer Butch Goring haderte nach dem Spiel mit dem Schicksal. Sein Team hatte insgesamt 33 Torschüsse auf das Freezers Tor abgegeben, Hamburg dagegen nur 21. „Aber wer fragt am Ende nach den Torschüssen, einzig und allein die erzielten Treffer entscheiden das Spiel, und da waren die Hamburg Freezers an diesem Nachmittag das effizientere Team“, so der Düsseldorfer Trainer.


Ergebnis: 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)


Tore:

1:0 08:48 C. Johnson (B. Purdie, J. Rumrich)

2:0 13:10 B. House (B. Purdie, D. Van Impe) (5:4)

2:1 25:14 T. Jörg (P. Reimer, F. Jung)

3:1 33:18 C. Oravec (C. Young, C. Johnson)

4:1 48:17 D. Tomlinson (J. Plachta, H. Smazal)

Strafzeiten: Hamburg Freezers 20 Min., DEG Metro Stars 8 Min.

Torschüsse: Hamburg Freezers 21, DEG Metro Stars 33 (11:5, 5:17, 5:11)

HS: Wolfgang Hellwig

Zuschauer: 12.803

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