"Vier-Mann-System" lässt noch zu wünschen übrig

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Kölner Haie haben sich am Sonntagnachmittag mit

4:2 gegen die Adler Mannheim durchgesetzt. In einer temporeichen Partie, in der

die beiden Hauptschiedsrichter Christian Oswald und Rick Looker im

Vier-Mann-System zum Einsatz kamen und dabei eine Fülle von unverständlichen

Strafzeiten vergaben, drehten die Haie einen 0:2-Rückstand noch zu ihren

Gunsten.

Mit viel Tempo ging es in den ersten Abschnitt. Auf Seiten der Haie

waren es Daniel Rudslätt (2.), Ivan Ciernik (3.) und Sebastian Furchner (4.),

die mit viel Zug zum gegnerischen Tor vor Ex-Hai Adam Hauser auftauchten, aber

die Hartgummischeibe nicht im Adler-Gehäuse unterbringen konnten.

Die Gäste aus der Kurpfalz kamen dagegen nach zwölf gespielten Minuten

zu ihren ersten großen Torchance, als Adler-Stürmer Francois Methot an einem

gut aufgestellten Robert Müller scheiterte.
Das änderte sich nur eine Minute später. In einer Überzahlsituation  brachte Dan McGillis den Tabellenfünften mit

1:0 in Führung, als auf Seiten der Haie gleich zwei Spieler auf der Strafbank

Platz nehmen mussten.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte das Team von Adler-Coach

Dave King zunächst die größeren Spielanteile. Jeff Shantz tauchte in der 22. Spielminute

alleine vor dem Haie-Tor auf, aber scheiterte am Kölner Keeper. Auch in

Überzahl lief der Puck gut durch die Mannheimer Reihen, so dass es für den

Tabellendritten in numerischer Unterzahl oftmals brenzlig wurde.

Aufgrund eines technischen Defekts (ein paar Lichter an der Hallendecke

gingen aus) beendeten die beiden Hauptschiedsrichter das zweite Drittel bereits

nach 37. Spielminuten.

Die verschobene Drittelpause bekam den Gästen zunächst besser.
Nach Wiederanpfiff besorgte Richard Girard (38.) die 2:0-Führung.
"Mannheim hat heute in den ersten 40 Minuten sehr stark gespielt.

Die Scheibe lief unheimlich gut in dieser talentierten Mannschaft", musste

auch Haie-Coach Doug Mason nach der Partie anerkennen.
Sein Team gab sich jedoch nicht geschlagen. In Überzahl traf Philipp

Gogulla (45.) per Schlagschuss zum 1:2-Anschlusstreffer, den Sean Tallaire

mustergültig vorbereitete.
Nur zwei Minuten später wiederholte sich das Szenario. Wieder einmal

hatte es sich ein Adler-Spieler auf  der

Strafbank gemütlich gemacht, als John Slaney mit einem Gewaltschuss den

Ausgleichstreffer erzielte.

Die knapp 400 mitgereisten Mannheimer Zuschauer nahmen den Ausgleich mit

Humor: "Ohne Schiris, wäre hier garnichts los", hallte es von den

Oberrängen.

15.300 Haie-Fans verwandelten die Kölnarena daraufhin in einen

Hexenkessel, als Philipp Gogulla in doppelter Überzahl auf Sean Tallaire

ablegte, der abzog und den Puck unhaltbar hinter Adam Hauser versenkte (53.).

Die Partie entwickelte sich immer mehr zu einem offenen Schlagabtausch

mit Play-off-Charakter. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter Eisfläche.
In der 58. Spielminute kam es dann zur spielentscheidenden Situation,

als die Mannheimer eine 5:3-Überzhalsituation nicht verwerten konnten.

Den Schlusspunkt setzte Sebastian Furchner (60.), der den Puck ohne

Probleme ins leere Adler-Gehäuse einschob. Dem Treffer war ausnahmsweise keine

Mannheimer Strafzeit vorausgegangen.

Tore: 0:1 (13.) McGillis (Methot) 5:3-Überzahl, 0:2 (38.) Girard

(Ancicka) 5:4-Überzahl, 1:2 (45.) Gogulla (Tallaire) 5:4-Überzahl, 2:2 (47.)

Slaney (Tallaire) 5:4-Überzahl, 3:2 (53.) Tallaire (Gogulla) 5:3-Überzahl, 4:2

(60.) Furchner (Trygg) Empty-Net

Zuschauer: 15.695
Strafzeiten: Köln: 24 + 10 Renz, Mannheim: 20

(Tim Winkelmann)

 

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