Vier Gegentore im letzten Drittel – Mark Olver stinksauerEnges Spiel, deutliches Ergebnis

Für Nürnberg war es ein perfektes Auswärtsspiel. Hier erzielt David Steckel den 1:1-Ausgleich. (Foto: Imago)Für Nürnberg war es ein perfektes Auswärtsspiel. Hier erzielt David Steckel den 1:1-Ausgleich. (Foto: Imago)
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Aus Sicht der Gastgeber ein verrücktes und damit auch bitteres Spiel: Denn die Eisbären Berlin spielten am Freitagabend über weite Strecken gut, mussten sich aber dennoch letztlich deutlich den Thomas Sabo Ice Tigers mit 2:6 (1:1, 1:1, 0:4) geschlagen geben. Und das machte gerade auch Mark Olver stinksauer.

„Vier Gegentore im letzten Drittel? Das motiviert uns! Wir sind ziemlich sauer in diesem Moment. Wir müssen wieder auf die Siegerstraße kommen. Das ist einfach inakzeptabel“, schimpfte der Stürmer, bevor es am Sonntag gegen Hamburg weitergeht. „Wir müssen jetzt einfach mit einer guten Einstellung trainieren“, forderte er. Olver selbst hatte die Eisbären nach achteinhalb Minuten in Führung gebracht. Dieser Vorsprung hielt durch den Ausgleich von David Steckel (13.) aber ebenso wenig wie das 2:1 von Bruno Gervais (22.). Diesmal war es Steven Reinprecht, der den Ausgleich für Nürnberg markierte (25.).

Ice-Tigers-Star Dany Heatley sagte dazu: „Das war ein gutes Spiel für uns. Im ersten Drittel haben beide Mannschaften sehr gut gespielt. Wir haben kompakt gestanden. Das Tor zum 1:1 war wichtig für uns. Das zweite Drittel war meiner Meinung nach das beste. Wir haben oft aufs Tor geschossen; das Powerplay war gut für das Momentum. Es stand zwar nur 2:2, aber wir fühlten uns, als hätten wir das Spiel kontrolliert. Im letzten Drittel sind dann auch die Tore gefallen.“

Eisbären-Stürmer Marcel Noebels erklärte: „Die Nürnberger sind einfach eiskalt vor dem Tor gewesen. Es gibt Tage, da geht er rein. Heute ist er bei uns nicht reingegangen.“

So entscheiden die Gäste die Partie im Schlussdrittel, als den Nürnbergern zunächst drei Tore durch Steven Reinprecht (46.), Patrick Reimer (49.) und Dany Heatley (50.) gelangen. Die Berliner nahmen sehr früh den Torwart vom Eis und kassierten so in der 54. Minute schließlich noch ein Empty-Net-Goal zum 2:6-Endstand. Torschütze war Leonhard Pföderl.

„Das 6:2 war ein bisschen übertrieben“, sagte Nürnbergs Coach Martin Jiranek, „aber wir beschweren uns darüber auch nicht. Besonders in den ersten beiden Dritteln war es ein sehr enges Spiel. Als wir mit 3:2 in Führung gegangen sind, gab es einen Dammbruch. Berlin musste das Spiel öffnen. Das war unsere Chance, die nächsten drei Tore zu machen. Die Jungs haben richtig gut gespielt. Bei einem Sieg in Berlin brauchst du doch immer etwas Glück.“

Eisbären-Trainer Uwe Krupp war natürlich wenig begeistert über die Niederlage: „Das war das zweite Spiel, in dem wir gut genug gespielt haben, um zu gewinnen – und haben am Ende doch keine Punkte“, war er mit dem grundsätzlichen Spiel seiner Mannschaft einverstanden. „Wir haben gut begonnen im ersten Drittel. Wir haben genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben.  Trotzdem gehen wir mit einem 1:1 aus dem Drittel raus. Nürnberg hat eine klare Chance und macht daraus ein Tor. Wir haben viel Druck ausgeübt, dennoch war das Spiel ausgeglichen. Das 3:2 war die spielentscheidende Sache“, stimmte er seinem Nürnberger Amtskollegen zu. „Wir hätten die Scheibe in dieser Situation ein paar Mal rausbringen müssen, aber das ist uns nicht gelungen. Wenn du Reinprecht und Reimer Raum gibst, dann können die Tore machen. Das sind zwei Topspieler in dieser Liga. Wir haben versucht, alles auf eine Karte zu setzen und den Torwart rauszunehmen. Die Mannschaft hat über weite Strecken gut gespielt, aber wir machen nicht die Tore, wenn wir sie brauchen. Wir sind zum ersten Mal in seiner Situation, durch die wir uns arbeiten müssen. Wenn dir das gelingt, bist du am Ende stärker.“

Tore: 1:0 (8:28) Mark Olver (Florian Busch, Jens Baxmann), 1:1 (12:29) David Steckel, 2:1 (21:30) Bruno Gervais (Henry Haase, Spencer Machacek), 2:2 (24:32) Steven Reinprecht (Patrick Reimer, Yasin Ehliz), 2:3 (45:59) Steven Reinprecht (Patrick Reimer, Yasin Ehliz), 2:4 (48:09) Patrick Reimer (Steven Reinprecht, Sasa Martinovic), 2:5 (49:10) Daniel Heatley (Kurtis Foster, David Printz), 2:6 (53:33) Leonhard Pföderl (Daniel Heatley, Marcus Weber/ENG). Strafen: Berlin 8 + 10 (Mark Olver), Nürnberg 8. Zuschauer: 12.510.

Tom Kanzock und Friedhelm Thelen

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