Urgestein Sandro Schönberger über den Sommer und die neue EiszeitAm Rande der Bande der Straubing Tigers

Sandro Schönberger blickt auf die neue Saison. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Sandro Schönberger blickt auf die neue Saison. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Florida? Abenteuerurlaub? Segelregatta? Fallschirmspringen? Nichts von all dem machten die Schönbergers im Sommer. Stattdessen besuchten sie einen ehemaligen Mitspieler. Schönberger erzählt: „Ich habe mit meiner Frau und den zwei Jungs eine Schweiz-Rundfahrt gemacht, wir haben da auch die Meuniers besucht. Das war ganz lustig und total schön, sie wiederzusehen.“

Die letzten Prozent im Training

Letzte Saison musste er lange pausieren, doch die Verletzung ist überwunden. Ihm geht es „sehr gut. Ich habe ganz normal trainieren können. Die Tests waren hervorragend. Mir geht’s wieder rundum gut und ich freue mich auf die neue Saison.“ Im Training gibt es mit Athletikcoach Giovanni Willudda eine große Neuerung. Davon ist Sandro Schönberger schwer begeistert: „Erstmal finde ich das hervorragend, da bin ich dem Club auch dankbar. Es wurde ja auch gewünscht und dass es umgesetzt wurde, ist großartig. Das gehört einfach zu einem professionellen Umfeld, wenn man DEL-Eishockey spielt. Giovanni hat eine Super-Arbeit gemacht. Er hat uns wirklich hart rangelassen, aber die Ergebnisse sprechen für ihn.“ Für den 31-jährigen Stürmer war es eine gänzlich neue Erfahrung. Die auffälligsten Verbesserungen waren, dass es „erstmal koordiniert und strukturiert war. Man hat einen Plan bekommen und man arbeitet in der Gruppe. Das macht auch viel mehr Spaß als alleine. Und er ist da dahinter, das heißt, man gibt immer drei, vier Prozent mehr und das bringt einen weiter.“

Neues Jahr, neues Team

Für einen so erfahrenen Profi ist es schon Normalzustand, dass man nach der Sommerpause neue Teamkameraden hat. Doch diesmal ist es etwas Besonderes. Schönberger berichtet: „Dieses Jahr ist es extrem, ich kenne noch nicht so viele Leute. Aber bis jetzt sind alle supernett und machen einen Super-Eindruck. Ich denke, dass wir eine gute Truppe zusammen haben.“ Doch mit 16 neuen Spielern muss man sich erst mal auf und neben dem Eis finden und das geht nicht von heute auf morgen. „Ich denke, das wird die ganze Vorbereitung ein auf und ab, es wird von Anfang an nicht rund laufen. Die Zeit muss man uns einfach geben, bis alles seine Wege läuft. Wir wollen dann aber auf dem Punkt topfit sein.“

Mehr Konstanz

Aus Fansicht wäre es natürlich wünschenswert, wenn das Team eine positive Konstanz entwickeln würde. Das meint auch Sandro Schönberger: „Das wünscht sich natürlich jeder. Aber Straubing ist immer noch einer der kleinsten Clubs in der Liga ist.“ Darum gilt auch in diesem Jahr das, was auch die letzten Jahre galt. „Es muss halt einfach alles passen. Wir dürfen keine Verletzten haben. Wir brauchen und wir haben zwei Topgoalies, davon hängt auch viel ab. Wenn alles zusammen kommt, dann kann man eine gute Saison spielen. Aber jetzt irgendwelche Prognosen zu starten, ist schwierig.“

Eis, Eis, Baby

Schwierig war auch das erste Eistraining. „Wir waren jetzt etwa viereinhalb Monate nicht auf dem Eis. Neue Schlittschuhe, neue Handschuhe, alles neu. Da fühlst du dich wirklich wie das allererste Mal auf dem Eis. Das dauert jetzt noch ein, zwei Wochen, dann läuft alles wieder rund. Auch wenn du im Sommer hart geackert hast, du fühlst dich, als wärst du die ganze Zeit auf der Couch gelegen. Du meinst wirklich, du hast nichts gemacht“, erklärt der Stürmer.

Wer bekommt das „C“?

Ob Sandro Schönberger auch in der anstehenden Saison als Kapitän auflaufen wird, weiß er noch nicht und sagt: „Das muss man sehen. Ich denke schon, dass ich nach zehn Jahren zu den Führungsspielern gehöre, aber das muss der Coach entscheiden.“ Auch bei den Assistenten ist alles offen. „Auch da hat sich noch nichts getan. Das wird sich in der Vorbereitung zeigen und zum Saisonbeginn dann bekannt gegeben werden.“ Doch auch abseits des Eises gibt es Jobs zu vergeben. Einer davon ist der Kabinen-DJ. „DJ hat jetzt Dotzi (Anm. d. Red.: Alexander Dotzler)  gemacht, aber mal schauen, was die neuen Jungs so drauf haben. Wir lassen da jeden mal drauf, der will. Da darf sich jeder mal empfehlen.“ Bis zum ersten Hauptrundenspiel werden aber sicher alle Jobs und Posten vergeben sein, dann wird man sehen ob acht alte und 16 neue Spieler zu einem Team geworden sind.

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