Unruhe bei der DEG vor Showdown

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Harold Kreis hat die Erfolgsformel parat. "Wir müssen mit der Wut, die wir am Dienstag in Krefeld im letzten Drittel im Bauch gehabt haben, ins siebte Spiel gehen", fordert der Trainer der Düsseldorfer EG vor dem alles entscheidenden Play-off-Viertelfinalspiel gegen die Pinguine. Der Rather Dome wird also heute ab 19.30 Uhr der Schauplatz des Eishockey-Krimis sein, den Alfred Hitchcock nicht dramatischer hätte inszenieren können. Und auch wirtschaftlich profitieren beide Klubs von der Mammut-Serie über die volle

Distanz. Vier Heimspiele für die DEG mit rund 36  000 Zuschauern und drei für den KEV mit insgesamt 23 457 Besuchern sorgen für einen warmen Geldregen in den Kassen.


Auf die Einnahme der Partie hätte Lance Nethery allerdings gerne verzichtet und der DEG-Manager hatte sich am Dienstag auch sehr schnell auf einen Sündenbock für die nun anstehenden Überstunden

eingeschossen. "Der Bock, den Ryan Ramsay vor dem vierten Krefelder Tor geschossen hat, ist eine Frechheit. Aber das war eine typische Szene für ihn in dieser Saison. Seit dem 21. Dezember hat er ja auch keinen Treffer mehr erzielt", sagte Nethery mit der Verbalkeule. Vor Jahresfrist war er mit Charlie Stephens ebenso unzufrieden gewesen und löste damals den Vertrag mit dem jetzigen Krefelder auf. "Wir werden uns nach der Saison mit Personalfragen beschäftigen", sagte Nethery in dieser Hinsicht gefragt. Ein Bekenntnis zu Ramsays bis 2010 gültigem Kontrakt sieht anders aus.


Die Niederlage allerdings an einem Spieler festzumachen ist zu billig und obendrein schlechter Stil. "Mag sein, dass Ryan vor dem 3:4 einen Fehler gemacht hat. Aber entscheidend war doch das erste Drittel. Und da haben wir alle versagt", sagte Andy Hedlund und nahm seinen Kollegen in Schutz. "Wir werden Ryan jetzt aufbauen und am Donnerstag auch für ihn kämpfen. Wir werden alles geben. Es soll schließlich nicht mein letztes Spiel im Trikot der DEG sein", sagte Hedlund, der im Sommer zu den Adlern Mannheim wechselt.


Rückendeckung erhielt Unglücksrabe Ramsay auch von Jamie Storr. "Wir spielen Eishockey und nicht Tennis. Bei uns ist der Fehler eines Einzelnen nicht die Ursache für eine Niederlage", sagte der Torwart, der sich auf das heutige Spiel freut und auch keinerlei Druck verspürt. "Als Kinder haben wir auf einem zugefrorenen Teich immer dieses siebte Spiel imitiert. Das ist es doch, warum Eishockey so toll ist. Warum sollte ich mich jetzt also fürchten?" Die Nordamerikaner sagen: "It all comes down to one game". Es hat

sich alles auf ein einziges Spiel reduziert. Bühne frei!

Thomas Schulz - Foto by City-Press

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