Unglaublich! Roosters und Nürnberg stellen beim 9:10 neuen Torrekord auf

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Jeder kennt das: Es gibt Tage, an denen geht einfach alles schief! Einen solchen Tag hatten auch die Iserlohn Roosters am Sonntag gegen die Sinupret Ice Tigers Nürnberg erwischt. Vor allem im ersten Drittel ging der „Game-Plan“ gründlich daneben. Und dennoch war es ein denkwürdiges Spiel, denn beim 9:10 stellten beide Teams einen neuen DEL-Torrekord auf.

Nach gelungener Einweihung der neuen VIP- und Stehplatztribüne mit Gästen aus Politik und Wirtschaft lief es im Spiel alles andere als rund. Bis zur 14. Spielminute lagen die ohne Ready und Schymainski angetretenen Roosters bereits mit 1:5 hinten. Kings Führung konnte Roosterverteidiger Sellars noch ausgleichen. Dann zogen die Ice Tigers durch Fical, Spylo, Leeb und Savage erst einmal auf 1:5 davon. Schon nach dem 1:3 hatte Starkeeper Maracle seinen Kasten für Backup-Goalie Stefaniszin geräumt. Für einen Hoffnungsschimmer sorgte 40 Sekunden vor der ersten Pausensirene Tapper mit dem 2:5.

Im Mittelabschnitt zeigten sich die Roosters endlich kämpferischer und entschlossener. Die Aufholjagd konnte beginnen: Hock (26.) und Wolf (28.) verkürzten auf 4:5. Nürnbergs Teufelskerl Spylo (31.) erhöhte auf 4:6 für die Gäste. Dann folgte die Show des Bob Wren, der bis zur 39. Minute mit zwei Treffern den 6:6-Zwischenstand nach zwei Dritteln schaffte.

Im Schlussdrittel wechselte Nürnbergs Coach Laporte Keeper Kotschnew an seiner alten Wirkungsstätte gegen Erstazkeeper Ehelechner aus. Das muntere Toreschießen ging dennoch weiter: Beardsmore brachte Nürnberg wieder in Front. Wieder war es ein Doppelschlag, der für die Wende und die erstmalige Führung im Spiel sorgte. Nationalstürmer Wolf (45./47.) war zwei Mal zur Stelle. Lange hielt die 8:7 Führung aber nicht, denn Barta (50.) schaffte am kurzen Pfosten den Ausgleich zum 8:8. Der Iserlohner Minitruppe war der Kräfteverschleiß in der Endphase des Spiels natürlich stark anzumerken. Dennoch hängten sich Hock & Co. mächtig ins Spiel. Selbst die erneute Nürnberger Führung durch Savage (52.), glich Kavanagh in der 56. Minute mit einem tollen Vorstoß über die linke Seite erneut aus. Für die Entscheidung sorgte dann nochmals Spylo, der Kings Pass an der blauen Linie aufnahm und Stefaniszin zum 9:10 versetzte.

Ein denkwürdiges Spiel hatte den Roosters am Ende kein Happy End beschert. Die 4417 Zuschauer gingen sicherlich nicht enttäuscht, wohl aber mit gemischten Gefühlen nach Hause. Acht der neun Treffer wurden im Powerplay erzielt und auch der Kampfgeist stimmten die meisten in Drittel zwei und drei zufrieden. Die schlechte Defensivleistung und ein im Stich gelassener Keeper Norm Maracle machen viele aber sicherlich auch nachdenklich.

Die nächsten Gelegenheiten es besser zu machen haben die Roosters am kommenden Wochenende mit den Auswärtsspielen in Krefeld und Frankfurt. Daheim findet das nächste Spiel erst am Dienstag, den 18. September im Deutschen Eishockey-Pokal gegen den Ligarivalen aus Krefeld statt. (MK)

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