Unermüdliche Roosters bezwingen Augsburg 5:1

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Ohne die verletzten Pyka und Sulkovsky, sowie die gesperrten Wren und Ready besiegten die Iserlohn Roosters am Freitagabend die Augsburger Panther mit 5:1. Der Sieg fiel insgesamt vielleicht um ein bis zwei Tore zu hoch aus, war aber auf jeden Fall absolut verdient, denn die Roosters steckten nie auf und zeigten im richtigen Moment ihren Killerinstinkt. „Mann des Abends“ war Michael Wolf, dessen vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2010 von den Fans mit lautstarken Sprechchören immer wieder gefeiert wurde.

Iserlohn hatte zu Beginn des Spiels durch Hock und Tapper die ersten nennenswerten Chancen. Schnell verflachte aber das Spiel. Ausgerechnet durch eine kleine Bankstrafe mussten die Sauerländer die erste Strafe hinnehmen. Augsburg, bis dahin kaum zu sehen, konnte nach dreißig Sekunden Strafe durch Murphy (10.) in Führung gehen. Pratt hatte von der blauen Linie geschossen und den Abpraller nutzte Murphy am schnellsten zur Gästeführung.

Die Roosters im weiteren Drittelverlauf trotz zweier Powerplay-Situationen zu ideenlos. Erst fünf Sekunden vor Drittelende gelang Hock mit einem Abstauber doch noch der insgesamt gerechte Ausgleich zum 1:1 Pausenstand.

Im Mitteldrittel konnten die Roosters eine Strafe gegen Gordon zunächst nicht nutzen. In der 27. Minute scheiterte der „Sünder“ selbst denkbar knapp an Maracle. Schiedsrichter Dahle nahm sicherheitshalber den Videobeweis zur Hand und entschied, dass die Scheibe nicht die Linie überschritten hatte. Augsburg mit insgesamt nur wenigen Chancen. Olimb scheiterte an Maracle, nachdem er sich bis zum Goalie durchgespielt hatte. Auf der anderen Seite scheiterte aus ähnlicher Situation Kavanagh an Augsburgs gutem Goalie DesRochers.

Strafen gegen Rekis und Tölzer bescherten den Roosters eine doppelte Überzahl. Tapper nahm Hocks Zuspiel auf und versenkte die Scheibe zum 2:1 in der 33. Minute. Traynors Strafe konnten die Panther im weiteren Verlauf nicht nutzen. Von der Strafbank kommend bediente Traynor Danielsmeier, der in der 36. Minute in die rechte Ecke zum 3:1 Pausenstand einnetzte.

Im letzten Drittel ging die Iserlohner Rumpftruppe gegen die nun offensiver spielenden Gäste noch einmal ein hohes Tempo. Wenn es einmal gefährlich wurde, dann war auf Goalie Maracle Verlass. Endgültig machten die Roosters in der 55. Minute den Sack zu. Schymainski konnte auf Zuspiel von Beechey auf 4:1 erhöhen. Der nimmermüde Einsatz wurde sogar noch einmal belohnt. Nationalstürmer Wolf erhöhte in der 58. Minute sogar noch auf 5:1.

Bitter für die Roosters, dass Stürmer Roy wenige Sekunden vor Ende des Spiels angeschlagen vom Eis musste. Vermutlich ist die alte Verletzung am Sprunggelenk wieder aufgebrochen. Einsatz am Sonntag in Duisburg fraglich.

Trainer Adduono freute sich dennoch über die drei Punkte und vor allem darüber, dass sein Team nie aufgegeben habe. Die Tore seien genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen, so der Kanadier.

Für die Fans war es ein „Doppelsieg“. Einerseits auf dem Eis gegen die Panther und andererseits außerhalb der Eisfläche beim Buhlen um Michael Wolf gegen die finanzkräftigere Ligakonkurrenz.

Am Sonntag in Duisburg kann Trainer Adduono auf jeden Fall wieder auf die gegen Augsburg gesperrten Ready und Wren zurückgreifen. (MK)

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