Und da waren es schon Sechs…

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8.271 Zuschauer haben jedoch nicht erkennen können, welche Mannschaft welchen Tabellenplatz inne hat, zu gering war der Leistungsunterschied. Hamburgs Taktik ging jedoch wenigstens auf – defensiv stehen, konsequent am Mann sein, Räume eng machen, vorchecken und auf Konter lauern. Zwei von diesen schnell ausgeführten Vorstößen, je einer im ersten und zweiten Drittel führten zum Erfolg. Das dritte Tor für die „ Kühlschränke“ war ein Empty Net Tor in der Schlussminute durch Schubert und dem heute nicht funktionierenden Überzahlspiel der Adler geschuldet.

Die Adler ihrerseits spielten durchaus engagiert, jedoch ohne Durchsetzungskraft und den entscheidenden Zug zum Tor, sie können im Moment einfach kein Spiel gestalten, es ist ein planloses Anrennen. Die Anzahl von 39 Schüssen für Mannheim am Ende des Spiels sagt nichts über deren Qualität. Es waren nur wenige gute Chancen dabei und die entstanden dann auch eher zufällig, resultierend aus der manchmal nicht sattelfest agierenden Hamburger Abwehr, bzw. dem über weite Strecken unsicher wirkenden Hamburger Torhüter. Und wenn es dann nicht läuft, fehlt oft noch das Quäntchen Glück, so bei zwei Pfostentreffern von Scalzo oder zwei knapp am Tor vorbei segelnden Schüssen, von Methot und Mannheims Neuzugang Dimitrakos. Nur ein Tor gelang den Mannheimern, im Mitteldrittel und im Power Play. Aktivposten Scalzo zog von der blauen Linie ab, traf den Schläger von Klinge und von dort trudelte der Puck ins Tor.

Lichtblick gestern Abend war die vierte Reihe der Adler, wie schon einige Zeit Mario Scalzo und zu mindestens emotional François Methot. Das die Adler einen neuen Mitspieler haben – Niko Dimitrakos -, ist bei einigen Spielern noch nicht angekommen, mehrfach stand oder lief er sich frei, jedoch unbeachtet von seinen Mitspielern. Das passt in den momentan roboterhaft abgespulten Einheitsbrei ihrer Spielweise ohne überraschende Momente. Bleibt zu hoffen, dass der neu verpflichtete Steven Reinprecht der Knecht Ruprecht ist, der dieser zum Teil auf dem Eis seelenlosen Truppe als Leader neues Leben einhaucht, schön wäre es ja. Solch einen Schub hätten die sich in einer schwierigen Übergangssaison befindlichen Adler bitter nötig.

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