Und am Ende blieb die Emotion...

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Emotionen gehören zum Sport. In einer Partie, in der am Dienstag in Hamburg die gastgebenden Freezers mit 4:1 gegen Aufsteiger Straubing Tigers die Oberhand behielten, war eine solche der größte Aufreger.

 

In der 57. Spielminute machte nämlich Schiedsrichter Roland Aumüller aus, dass sich der Straubinger Coach Erich Kühnhackl inmitten der Reklamationen auf seiner Spielerbank besonders hervortat, nachdem dieser bei den Niederbayern kurz zuvor mit einer 2-Minuten-Strafe gegen Peter Casparsson den letzten Funken Hoffnung auf den Anschlusstreffer (zum möglichen 2:3) ausgelöscht hatte.

 

Der Unparteiische verhängte daraufhin eine Bankstrafe und obendrein eine Spieldauerstrafe gegen den Trainer, der dann vom Gang zu den Katakomben aus bei eingeschränkter Sicht mit ansehen musste, wie die Hanseaten den 4:1-Schlusspunkt setzten.

 

Erich Kühnhackl gab sich nach dem Spiel einsichtig: „Ich habe mich provozieren und hinreißen lassen und zum Schiedsrichter etwas gesagt. Ich stehe zu meinem Fehler, so etwas würde aber auch dem Schiedsrichter gut zu Gesicht stehen. Für mein Verhalten habe ich mich bei der Mannschaft entschuldigt.“

 

Rückendeckung erhielt der Coach jedoch aus deren Kreis ohnehin. „Irgendwo muss man mit den Emotionen hin. Der Schiedsrichter hatte es nicht anders verdient, er hat uns am Ende verpfiffen“, schimpfte ein noch sichtlich angefressener Kapitän Sepp Lehner, der seine Mannschaft „nicht weit weg von einem Punkt“ sah.

 

Zumindest bis zum 2:0 für Hamburg in der 37. Minute waren die Tigers, die sich allerdings stark auf ihre Defensive verlegten, noch im Spiel. Angesichts eines Personalnotstands (drei Blöcke waren nur durch den Einsatz des Münchners Patrick Vogl zustande gekommen) und mehrerer durch Grippe und Fieber geschwächter Spieler hielt man sich vor 7.918 Zuschauern an der Elbe achtbar, was auch Erich Kühnhackl herausstellte: „Die Jungs sind an ihre Grenze gegangen. Nach dem 2:0 und 3:0 ist es für uns schwieriger und die Kräfte sind weniger geworden. Trotz einem starken Mike Bales hat sich die ganze Mannschaft ein Lob verdient.“

 

In den Dienst des Teams stellten sich dabei besonders die gesundheitlich angeschlagenen Cam Severson, Christoffer Norgren, der am Montag noch mit Fieber kämpfte, und Markus Jocher, der seinerseits die verletzte Hand sogar auf der Spielerbank mit Eis kühlen musste, um durchzuhalten. Just Markus Jocher und Torschütze Christoffer Norgren besorgten dann den einzigen Straubinger Treffer in Co-Produktion.

 

Für die Straubing Tigers kommt nun nach zuletzt drei schweren Spielen binnen fünf Tagen die Pause bis zum Sonntag gerade recht, um die Nerven wieder zu beruhigen und sich auszukurieren.

 

Ob dann beim Heimspiel gegen Köln Topscorer Trevor Gallant und Nathan Barrett wieder mit von der Partie sind, ließ Erich Kühnhackl am Dienstagabend noch offen. Trevor Gallant sei in ständiger Behandlung und könne eventuell auflaufen. Zu den Perspektiven von Nathan Barrett wollte sich der Trainer noch nicht näher äußern.