Überzahlspiele und der Schiedsrichter prägen ein rassiges Derby

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Für den ERC Ingolstadt ging es am ungewöhnlichen Samstagsspieltag um viel, der Abstand auf den entscheidenden 10. Tabellenplatz hätte mit einem weiteren Heimsieg verkürzt werden können. Aufgrund der Heimstärke in den letzten Spielen hätte man durchaus auf Sieg setzen können, der letzte Erfolg gegen die Ice Tigers datiert aber vom 19.11.2006.

Zwar kehrten Jakub Ficenec und Bruno St. Jacques wieder zurück ins Team, schmerzlich vermisst wurden aber Glen Goodall nach Sperre und die noch verletzten Sauralt, Nickulas und Bakos. Gerade am Bullypunkt oder im Powerplay fehlte deutlichst ein Center, der sich durchsetzen kann und Präsenz zeigt.

Und als ob das nicht ausreichend genug wäre, verwunderte auch noch Schiedsrichter Aumüller des öfteren mit sehr umstrittenen Entscheidungen auf beiden Seiten, die besonders im zweiten Drittel jeglichen Spielfluss unterbrachen.

Das erste Drittel wurde von beiden Teams schnell gespielt, Matt Higgins scheiterte in der 10. Minute alleine vorm Tor von Frederic Cassivi, aber auch Petr Fical konnte kurz darauf Jimmy Waite im Tor der Panther nicht überwinden. Den Unterschied machte das Überzahlspiel, während die Ingolstädter meist nur von der blauen Linie ihr Glück versuchten, brauchte Florian Keller nur 16 Sekunden, um die Gäste in Führung zu bringen.

Keine zwei Minuten lief der Mittelabschnitt, da stand es bereits nach neun Sekunden Nürnberger Überzahl 0:2.

Und in der 25. Minute konnte Scott King einen Konter zum dritten Treffer für die Ice Tigers abschließen, dieser ausnahmsweise mal bei 5 gegen 5.

Mit viel Wut im Bauch und natürlich in Überzahl spielend verkürzte zunächst Bruno St. Jacques, ehe Matt Keith nach 30 gespielten Minuten wieder für Hoffnung auf Seiten der Gastgeber sorgte und auf 2:3 verkürzte. Das Spiel war offen, die Gäste aber clever genug die Strafzeiten auf beiden Seiten für sich zu nutzen und Scott King sorgte nach 29 Sekunden im letzten Drittel für die Entscheidung in doppelter Überzahl.

Ingolstadt fehlte die Kraft, sich gegen die gut agierende Abwehr der Nürnberger entscheidend in Szene zu setzen und so verwalteten diese den Vorsprung bis zum Ende. Lediglich in den letzten beiden Spielminuten war ein Aufbäumen der Panther zu sehen, Brian Swanson mit dem Schuss ins leere Tor sorgte aber für Ernüchterung pur.

Nürnbergs Coach Andreas Brockmann hatte nach den Heimpleiten gegen Wolfsburg und Augsburg die Taktik und Aufstellungen geändert, was sichtlich erfolgreich war und ihn sehr glücklich stimmte.

Für Greg Thomson und seine Mannen wird der rettende Strohhalm in die Pre-Play-Offs immer kleiner und zerbrechlicher, von den fünf ausstehenden Partien im Januar findet nur eine zuhause statt, alles andere sind schwere Auswärtsaufgaben, u.a. in Hannover und Düsseldorf. (DM)

Tore:

0 : 1 Florian Keller (16.min / PP1)

0 : 2 Michel Periard (22.min / PP1)

0 : 3 Scott King (25.min)

1 : 3 Bruno St. Jacques (29.min/PP2)

2 : 3 Matt Keith (31.min)

2 : 4 Scott King (41.min / PP2)

2 : 5 Brian Swanson (60.min)

Strafen:

Ingolstadt 22 min

Nürnberg 26 min + 10 min Shane Peacock und Martin Ancicka

Zuschauer: 4296


Schiedsrichter: Aumüller, Roland

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