Überraschend starke Eisbären gewinnen Saisonauftakt gegen Fischtown PinguinsBonsoir Tristesse - DEL-Eishockey ohne Zuschauer

Eishockey ohne Zuschauer: Die Eisbären Berlin gewannen zum DEL-Auftakt gegen Bremerhaven.  (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)Eishockey ohne Zuschauer: Die Eisbären Berlin gewannen zum DEL-Auftakt gegen Bremerhaven. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Und nun das: DEL-Corona-Saisonstart der Eisbären Berlin gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven in der Mercedes -Benz-Arena mit 14.200 leeren Plätzen. Was für eine skurrile Tristesse. Deutlich mehr Adjektive fielen mir ein, um diese seltsame, surreale  Atmosphäre zu beschreiben.

Stadionsprecher Uwe Schumann sagte bei der Begrüßung: „Hallo, liebe Zuschauer "…. Hmm, da war nur keiner. Auch die Feuerfontänen, aus den Ölfässern des Sponsors bei der Vorstellung der Teams, wirkten irgendwie deplatziert, ohne Gejohle, Pfiffe und Applaus.

Klack, klack, klack macht die 170 Gramm schwere Hartgummischeibe, an Schlägern und Bande. Selbst hoch oben unter dem Arenadach der leeren Halle, verstehst du jedes Wort auf dem Eis.

Der Tristesse auf den Rängen stand ein spektakulärer Start auf dem Eis gegenüber. 1:0 in der zweiten Minute nach einem satten Schuss in Überzahl von Christopher Foucault für die Gastgeber. Zehn Minuten später ebenfalls in Überzahl der Ausgleich durch Carson McMillan. Matthew White im zweiten Drittel und Leo Pföderl sowie Niklas Andersen für Bremerhaven im Schlussabschnitt trafen zum 3:2-Endstand. Sportlich war die Partie durchaus ansprechend, Bremerhaven knüpfte an die guten Leistungen aus dem Magenta-Sport-Cup an, die Eisbären kamen erstaunlich gut aus der Quarantäne-Pause, wegen der sie das Vorbereitungsturnier abbrechen mussten. Vor allem die letzten Neuzugänge Kristopher Foucault von der Krefeld Pinguinen und der Amerikaner Matthew White (an allen drei Toren beteiligt) waren auffällig und scheinen sich als echte Verstärkungen zu erweisen. Sie machten den Unterscheid. Dank ihrer starken Leistung im Überzahlspiel gewannen die Eisbären Berlin am Ende knapp gegen die Fischtown Pinguins mit 3:2.

„Berlin war einen Tick kaltschnäuziger und abgeklärter“, sagte Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch im Anschluss an die Partie. Sein Berliner Amtskollege Serge Aubin ergänzte: „Wir haben unsere tollen Fans vermisst. Aber wir wissen ja, dass sie zu Hause zugeschaut und uns unterstützt haben. Das ist jetzt das „neue Normal“.

Nach dieser seltsamen Begegnung bin ich wieder um eine Erfahrung reicher. Auf die hätte ich allerdings gerne verzichtet. Irgendwie zerreißt es mir das Herz. Die frenetischen Zuschauer bei einem Eishockeyspiel in Deutschland sind ohne jeden Zweifel mindestens die Hälfte des Genusses. Einer von 15 „Zuschauern“ zu sein, in einer ansonsten leeren Halle ist mehr eine Strafe als ein vermeintliches Privileg.

Ergebnis: 3:2 (1:1/ 1:0/1:1)

Tore:

  2´- 1:0 PP  Kristopher Foucault - Ryan McKiernan - Matthew White

12´- 1:1 PP Carson McMillan - Niklas Andersen - Dominik Uher

-------

38´- 2:1 PP Matthew White - Mark Zengerle - Kristopher Foucault

———

52´-  3:1    Leo Pföderl - Matthew White

60´ - 3:2    Niklas Andersen - Carson McMillan



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