Trotz Heimniederlage gegen Duisburg: Panther ziehen positive Jahresbilanz

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Wer die Duisburger Füchse bei ihrem ersten Gastspiel Ende

Oktober in Ingolstadt gesehen hat, für den stand der Sieger beim erneuten

Aufeinandertreffen beider Teams von vorneherein fest. Zu desolat hatten sich

die Gäste beim damaligen 2:9 präsentiert.


Genauso dachten wohl auch die Panther-Spieler, als sie nach

vier Minuten standesgemäß mit 2:0 in Führung gegangen waren. Doch dann drehten

die Füchse völlig überraschend den Spieß um, ließen die Ingolstädter Abwehr

sehr schlecht aussehen und machten fast aus jeder Chance ein Tor. Mit 5:4

behielten die Gäste schließlich die Oberhand und vermiesten den Panthern den

Jahresausklang ganz gehörig. Nicht ganz unbeteiligt daran war sicher auch die

neue Regelauslegung, die Schiedsrichter Schütz mehr als konsequent in die Tat

umsetzte. 104 Strafminuten in einem an sich fairen Spiel sagen wohl alles. 

Dennoch hielt sich bei den Offiziellen der Panther die

Trauer über die Niederlage nach der Begegnung in Grenzen. Trainer Kennedy

kritisierte zwar die Einstellung seines Teams, das nach dem 2:0 zu sorglos

gespielt und den Gästen zu viele Tormöglichkeiten geboten hat. Aber danach

wurde das Spiel schnell abgehakt: „2005 ist fertig und wir sind mit dem Jahr

sehr zufrieden. Jetzt denken wir an 2006.“

Etwas ausführlicher äußerte sich Ingolstadts sportliche

Leiter Stefan Wagner: „Das Jahr 2005 war für die Panther ein sehr

erfolgreiches. Es begann mit dem Pokalsieg, der für unser Renommee große

Bedeutung hatte. Dann konnten wir immerhin vier aktuelle NHL-Spieler

verpflichten, was sich auf das Zuschauer- und Medieninteresse sehr positiv

ausgewirkt hat. In den Playoffs erreichten wir immerhin das Halbfinale. Wären

die Spieler nicht so platt gewesen, hätte sogar mehr drin sein können. In der

laufenden Saison haben wir uns gut verstärkt, weshalb wir immerhin seit Oktober

die Tabelle der DEL anführen.“

Die Verschnaufpause über den Jahreswechsel ist nur sehr

kurz. Bereits in der ersten Januarwoche sind die Panther zweimal im Rheinland

zu Gast. In Düsseldorf und Krefeld gilt es, die Tabellenspitze zu verteidigen.

Bis zur Olympiapause muss Ingolstadt noch 11 schwere Spiele absolvieren, und

man darf gespannt sein, ob die Panther dann immer noch vorne sein werden. Genauso

gespannt sind die Fans, ob der groß angekündigte Neuzugang Matt Kinch aus der

Schweiz überhaupt das Trikot der Ingolstädter tragen wird. Nachdem sich der

Kanadier beim Spengler-Cup verletzt hat, muss eine Untersuchung am Montag beim

Vereinsarzt endgültige Klarheit schaffen, ob er als elfter Ausländer lizenziert

wird.

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