Trostlose SerienheldenKrisenherd Ingolstadt

Protest in Ingolstadt: Foto © Ice-Hockey-Picture-24Protest in Ingolstadt: Foto © Ice-Hockey-Picture-24
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Nach Spielende waren wohl alle Beteiligten heilfroh, dieses Drama endlich hinter sich gebracht zu haben. Iserlohns Coach Jari Pasanen meinte: „Es entstand kein richtiger Spielfluss und wir hatten ein bisschen Glück beim Toreschiessen.“

Ingolstadts Niklas Sundblad stellte fest: „Ohne Tore gewinnst du kein Spiel.“ -  und die Ingolstädter Fans unter den 3155 Zuschauern boykottierten das Treiben auf dem Eis mit eisernem Schweigen.

Schon im vorab hatten sie in einem offenen Brief angekündigt, ab sofort auf jegliche optische und akustische Unterstützung zu verzichten. So entwickelte sich ein Duell, das jeglichen Anreiz nach wenigen Minuten verlor, das in Emotionslosigkeit unterging und dessen Ausgang durch Statistiken bereits im Vorfeld hätte entschieden sein können. Iserlohn mit einer unglaublichen Siegesserie im Rücken und dem Plus an Selbstvertrauen, das dem ERC aktuell so was von fehlt. Dank dreier glücklicher Treffern durch Lasse Kopitz (20.), Martin Sertich (37.) und Brent Raedeke (59./PP1) überholten die Sauerländer die Panther in der aktuellen Tabelle. Ingolstadt mit der zehnten Niederlage aus den vergangenen zwölf Spielen, und keiner scheint zu wissen, wie man die Krise bewältigen soll.

Auf die Frage, ob ein Mentaltrainer helfen würde, meinte Niklas Sundblad: „Der stellt sich auch nicht in die Kabine und sagt den Jungs, sie sollen Tore schießen und dann klappt das!“. Alexander Oblinger sagte „Jeder will, aber es klappt nur nicht.“. Und für das Spiel kommenden Dienstag in Düsseldorf kündigte er an: „Wir werden die Sch***e dort umdrehen“.

Zwischen Ratlosigkeit und Verzweiflung mischen sich Wut und viele Phrasen, letztendlich zählen nur Ergebnisse. Und diese müssen die Panther auf dem Eis erarbeiten, egal wie. Sonst droht die Saison ein Debakel zu werden, wie es keiner vorher auch nur erahnt hätte.

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