Traum der Lions endet bereits im Viertelfinale

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Und auf einmal ist die Saison der Frankfurt Lions vorbei. Matt Hussey beendete in der Verlängerung von Spiel vier der Viertelfinalserie gegen Ingolstadt den Traum vom ganz großen Wurf und schoss die Panther in das Halbfinale, während die Frankfurt Lions kein weiteres Spiel mehr absolvieren können. Kein Spiel mehr, um das zu korrigieren, was man in den letzten drei Partien selbst verbockt hatte. Hatte man im ersten Viertelfinalspiel noch 3:0 gewonnen und stark gespielt, war auch die Leistung in Spiel zwei akzeptabel. Letztendlich verlor man natürlich am Montag die Serie,  der Knackpunkt war aber sicher die 4:1 Heimpleite in Spiel drei am letzten Samstag. „Da haben alle geschlafen“, sagte Manager Norris am Dienstag. In dieser Partie zeigten die Hessen eine schwache Leistung und ermöglichten Ingolstadt den entscheidenden Vorteil.

In Spiel vier hatten die Lions dennoch die Chance, das Ding zu drehen, führten 2:0, brachten den Vorsprung aber nicht über die Zeit. „Wir haben zwei Drittel super gespielt. Nach dem Anschlusstreffer hat das Momentum gewechselt. Wir hatten alle ein gutes Gefühl vor den Play-offs. Jetzt ist alles aus. Das müssen wir erst einmal verkraften“, analysierte ein enttäuschter Norris. Wenn man alle vier Spiele betrachtet geht der Erfolg von Ingolstadt absolut in Ordnung. Vom Einsatz her nahmen sich die Teams fast nichts, den Unterschied machten letztendlich die Schlüsselspieler aus, die bei Ingolstadt einfach mehr Präsenz zeigten, wie die auf Löwenseite. „Wo waren unsere Top-Spieler?“, fragte sich auch Norris. „Ich bin stolz, dass wir am Ende auf dem 2.Platz gelandet sind, als es in den Play-offs aber darauf ankam, war unsere Leistung nicht zufriedenstellend“, so Norris weiter.

Vielleicht war Ingolstadt genau der falsche Gegner, vor dem alle gewarnt hatten, zu schlecht war die Bilanz gegen die Panther. „Für den Kopf war es nicht der beste Gegner, letztendlich muss es aber egal sein“, stimmte der Lions Manager nur bedingt zu. So heißt es bereits ab heute, nach der Saison ist vor der Saison. Für die nächsten Tage ist derzeit nicht viel geplant, es herrscht komplette Leere. „Wir müssen uns alle sammeln und wenn die Enttäuschung nachgelassen hat die richtigen Entscheidungen treffen“. Heißt, Norris möchte das Emotionale erst abklingen lassen, bevor er seinen Härtefällen mitteilt, ob sie in Frankfurt eine Zukunft haben oder nicht.

Aktuell sieht es so aus, dass die Spieler Gordon, Periard, Osterloh, Kopitz, Hahn, Schneider, Polaczek, Young, Danner, Oppenheimer und Langfeld noch bestätigte Verträge besitzen. Als bestätigter Neuzugang wird Verteidiger Felix Petermann aus Mannheim kommen. Offiziell noch nicht bestätigt, aber stark vermutet, sind die Vertragsverlängerungen der Spieler Angell und Ulmer, sowie Neuzugang Tyler Beechey (Foto by City-Press) aus Augsburg. Verlängern möchten die Lions zudem mit Sean Blanchard. Unklar sind demnach der Verbleib von Slaney, Wörle und Wright.

Ziemlich sicher werden die Spieler Ower (wechselt nach Hannover), Bresagk und Vorobiev (beide aus gesundheitlichen Gründen), Kunce (trotz ordentlicher Saison), Tenute (Leistung nicht konstant genug), Foster und Gawlik (wechselt nach Ingolstadt) nicht mehr für die Frankfurt Lions spielen. „Heute möchte ich zu den personellen Dingen nichts sagen. Ich werde die nächsten Tage mit den Spielern sprechen und anschließend werden wir das Ergebnis mitteilen“, ließ sich Norris nicht mehr in die Karten schauen und wollte auch die Vertragsverlängerung der Spieler Ulmer und Angell nicht kommentieren. Den Fans soll am kommenden Wochenende die Möglichkeit gegeben werden sich von den Spielern zu verabschieden. „Das sind wir unseren Fans schuldig, die uns die ganze Saison hervorragend unterstützt haben“, sagte Norris abschließend. (Frank Gantert)      

Jetzt die Hockeyweb-App laden!