Trainerwechsel in Freiburg: Gross kommt für Valasek

Freiburger Rumpftruppe verliert 5:6 in HannoverFreiburger Rumpftruppe verliert 5:6 in Hannover
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Bei DEL-Absteiger Wölfe Freiburg löst der frühere Spieler Pavel Gross den bisherigen Coach Horst Valasek ab, der das DEL-Team der Wölfe Freiburg im Dezember 2003 von Thomas Dolak übernommen hatte.



Auf Anraten des tschechischen Verbandes wird sich Valasek, der seit Jahren im Besitz des höchsten tschechischen Trainerdiploms ist, keiner zusätzlichen Ausbildung und Prüfung durch den deutschen Verband unterziehen. Die tschechischen Funktionäre befürchteten eine negative Wirkung für zukünftige Fälle, weil sonst der Eindruck hätte entstehen können, die tschechische Trainerausbildung sei im Vergleich mit der deutschen minderwertig. Einer Entscheidung des DEB, ob Valaseks Lizenz gleichwohl anerkannt worden wäre, wollten die Wölfe im Hinblick auf die dringenden Aufgaben bei der Zusammensetzung der Mannschaft für die kommende Spielzeit nicht länger entgegensehen. Die Wölfe Frei-burg bedanken sich bei Horst Valasek für sein großes Engagement, der in einer schwierigen Situation Verantwortung übernommen hatte, und hoffen, in der einen oder anderen Form auch weiterhin auf den großen Erfahrungsschatz und das profunde Wissen des Eishockey-Experten Valasek zurück greifen zu können.



Als Nachfolger wurde mit Pavel Gross ein früherer Spieler der Wölfe verpflichtet, der von 1990 bis 1992 in der 1. Bundesliga 129 Spiele für den EHC Freiburg absolvierte und dabei 43 Tore schoss, 74 Treffer vor-bereitete und somit auf insgesamt 117 Punkte kam. 209 Minuten ver-brachte er auf der Strafbank. Freiburg war die erste Station des am 11. Mai 1968 in Aussig/Elbe geborenen deutschstämmigen Tschechen in der BRD. Sechs Jahre in Mannheim schlossen sich an. In dieser Zeit gewann Gross als Spieler drei Mal den DEL-Meistertitel. Von 1999 bis 2001 war der technisch versierte Mittelstürmer bei den Berlin Capitals aktiv, denen er auch nach dem wirtschaftlichen Kollaps und Abstieg in die Regionalliga die Treue hielt. Die Saisons 2002/03 und 2003/04 waren aber von langwierigen Verletzungen überschattet, die Gross letztlich dazu zwangen, seine aktive Karriere zu beenden. Nach einem kurzen Intermezzo auf der Trainerbank der Capitals während der Saison 2000/2001 sind die Wölfe Freiburg jetzt die erste hauptamtliche Stelle als Trainer im Profi-Bereich für den in Kürze 36-jährigen studierten Juristen. Die Wölfe sehen in Pavel Gross einen zielstrebigen und ehrgeizigen jungen Trainer, der hoch motiviert mit der Mannschaft den Wiederauf-stieg in die DEL anpeilen soll.