Trainer und Sportdirektor - Richer übernimmt Doppelfunktion

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die Hamburg Freezers haben auf einer heutigen

Pressekonferenz Stéphane Richer als Sportdirektor vorgestellt.

Gleichzeitig gab der DEL-Klub bekannt, dass der 43-jährige Kanadier

auch den Posten des Cheftrainers übernehmen wird. Neben Boris Rousson

wird ein noch zu benennender Assistenzcoach das Trainerteam ergänzen.

"Ich bin auf die Aufgabe bei den Freezers wahnsinnig gespannt",

äußerte sich Richer. "Hamburg ist ein toller Standort mit

hervorragenden Möglichkeiten. Ich freue mich sehr, an der

Neuausrichtung des Klubs mitarbeiten zu dürfen. Wir werden eine

hungrige Mannschaft auf die Beine stellen, die den Fans der Freezers

wieder Freude bereiten wird. Auf mein Team und mich wartet viel

Arbeit!" Geschäftsführer Michael Pfad freut sich auf die

Zusammenarbeit mit seinem neuen Sportdirektor: "Richer entspricht

genau dem Typ, den wir gesucht haben. Er hat seine Fähigkeiten zu

entwickeln und zu gestalten zuletzt in Kassel eindrucksvoll gezeigt.

Darüber hinaus hat er als junger Trainer in der Deutschen Eishockey

Liga schon reichlich Erfahrung gesammelt und einige Erfolge

vorzuweisen. Ich bin mir sicher, dass er ein gutes Team

zusammenstellen wird!"

Stéphane Richer wurde am 28. April 1966 in Hull in der kanadischen

Provinz Quebec geboren. Als Spieler absolvierte er 30 NHL-Partien für

Tampa Bay Lightning, die Boston Bruins und die Florida Panthers.

Desweiteren stand er in 359 AHL-Spielen für Baltimore, Sherbrooke,

New Haven, Fredericton und Providence auf dem Eis. 1995 wechselte

Richer in die DEL und gewann mit den Adlern Mannheim, für die er in

über 400 Spielen aktiv war, bis 2002 vier Mal die Deutsche

Meisterschaft. Für Frankfurt bestritt der Kanadier in der folgenden

Saison noch elf Partien, ehe er seine Karriere aufgrund einer

Verletzung beenden musste.

Seine Trainerlaufbahn begann Stéphane Richer als Assistenzcoach in

der Spielzeit 2003/2004 bei den Lions, mit denen er auf Anhieb den

Meistertitel feiern konnte. Im Anschluss wechselte er zurück nach

Mannheim, wo er im Laufe der Saison 2004/2005 zum Cheftrainer ernannt

wurde und mit dem Team deutscher Vizemeister wurde. Im Januar 2006

übernahm Richer den damaligen Zweitligisten Kassel Huskies, mit dem

er 2008 den Aufstieg feiern konnte und fortan in der Deutschen

Eishockey Liga (DEL) spielte. Bei den Hamburg Freezers unterschrieb

der Kanadier einen Zweijahresvertrag, der am 1. April 2010 in Kraft

tritt. Stéphane Richer hat mit seiner Frau Josee drei Töchter:

Gabrielle (18), Andreanne (16) und Beatrice (7).

Im Rahmen der Pressekonferenz bestätigte Stéphane Richer zudem die

Transfers von Thomas Holzmann, Jean-Philippe Côté (beide Kassel),

Chad Bassen (Straubing) und Kyle Helms (Ravensburg). Holzmann und

Helms unterschrieben Kontrakte bis 2012, Côté und Bassen erhielten

Einjahresverträge. Mit Alexander Barta (2013), Jason King (2012),

Alexander Dotzler (2011) und Elia Ostwald (2011) stehen zum jetzigen

Zeitpunkt acht Spieler für die Saison 2010/2011 fest.

THOMAS HOLZMANN ist ein 187 cm großer und 80 kg schwerer Stürmer.

Der Linksschütze wurde am 17.7.1987 im bayrischen Buchloe geboren.

Bereits im Alter von 15 Jahren feierte Holzmann sein Debüt in der 2.

Bundesliga beim ESV Kaufbeuren, bei dem er bis 2007 unter Vertrag

stand. In der folgenden Saison stand der Stürmer für die Hannover

Scorpions erstmals in der Deutschen Eishockey Liga auf dem Eis,

spielte bis 2009 zudem per Förderlizenz für den REV Bremerhaven.

Insgesamt absolvierte Holzmann 212 Zweitligaspiele, erzielte 63 Tore

und lieferte 56 Vorlagen. Im Sommer 2009 wechselte der 22-Jährige zu

den Kassel Huskies und absolvierte bei den Hessen seine erste

komplette DEL-Spielzeit, während der er in 50 Einsätzen neun Tore und

17 Vorlagen verbuchen konnte. Im November vergangenen Jahres wurde

Thomas Holzmann erstmals in das Aufgebot der Deutschen

Nationalmannschaft berufen.

JEAN-PHILIPPE CÔTÉ ist ein 185 cm großer und 93 kg schwerer

Verteidiger. Der am 22. April 1982 in Quebec geborene Kanadier

absolvierte in der abgelaufenen Saison seine erste Spielzeit in

Deutschland. Für die Kassel Huskies stand der Linksschütze 38 Mal auf

dem Eis, schoss sechs Tore und lieferte sieben Vorlagen. Seine

Profikarriere begann der 28-Jährige 2003 bei den Hamilton Bulldogs in

der AHL. Fünf Spielzeiten spielte Côté für das kanadische Team, ehe

er zur Saison 2008/2009 nach Wilkes-Barre wechselte. Insgesamt

absolvierte der Kanadier 406 Partien in der American Hockey League,

markierte zwölf Tore sowie 54 Assists. Für die Montreal Canadiens

stand Côté in der NHL-Saison 05/06 achtmal auf dem Eis.

CHAD BASSEN ist ein 183 cm großer und 82 kg schwerer Stürmer. In

Deutschland spielt der am 25. April 1983 in Calgary (Kanada) geborene

Linksschütze bereits seit der Saison 2004/2005. Für die Frankfurt

Lions stand Bassen drei Jahre auf dem Eis, ehe er für drei weitere

Jahre nach Straubing wechselte. Für die Tigers markierte der Kanadier

mit deutschem Pass in der abgelaufenen Spielzeit 30 Scorerpunkte (12

Tore/18 Assists) und absolvierte damit seine bislang beste

DEL-Saison. In insgesamt sechs Jahren spielte der 27-Jährige 327 Mal

in der Deutschen Eishockey Liga, schoss 36 Tore und lieferte 60

Vorlagen. Vor seinem Wechsel nach Europa spielte Bassen sieben Jahre

in der Western Hockey League. Für Regina, Vancouver, Medicine Hat und

Everett stand der Stürmer 276 Mal auf dem Eis, markierte 52 Treffer

sowie 72 Assists.

KYLE HELMS ist ein 171 cm großer und 80 kg schwerer Stürmer. In

Deutschland spielt der am 21. April 1986 in Cambridge (Kanada)

geborene Linksschütze seit der Saison 2007/2008. Für den EV Landsberg

ging der Kanadier mit deutschem Pass eine Spielzeit auf Torejagd, ehe

er nach Ravensburg wechselte. Dort avancierte der 24-Jährige in

dieser Saison zum Leistungsträger, ehe ihn eine Schulterverletzung

außer Gefecht setzte. Insgesamt absolvierte Helms 127

Zweitligapartien, in denen er 31 Mal ins gegnerische Netz traf und 49

Vorlagen liefern konnte.

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DEL Hauptrunde Gruppe

Dienstag 13.04.2021
Augsburger Panther Augsburg
1 : 7
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Krefeld Pinguine Krefeld
0 : 1
Adler Mannheim Mannheim
Fischtown Pinguins Bremerhaven
5 : 2
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
5 : 1
EHC Red Bull München München
Iserlohn Roosters Iserlohn
3 : 2
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Mittwoch 14.04.2021
Eisbären Berlin Berlin
4 : 3
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Kölner Haie Köln
- : -
Straubing Tigers Straubing
Donnerstag 15.04.2021
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Freitag 16.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
Eisbären Berlin Berlin
- : -
Adler Mannheim Mannheim
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Fischtown Pinguins Bremerhaven
EHC Red Bull München München
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Kölner Haie Köln
Straubing Tigers Straubing
- : -
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Düsseldorfer EG Düsseldorf
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Augsburger Panther Augsburg