Tradition blieb gewahrt

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
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Die Tradition blieb in vielfacher Hinsicht gewahrt. Weder die Antarktisbewohner noch die Könige der Lüfte können, wenn es gegeneinander geht, daheim gewinnen. Die Kurpfälzer kamen erneut in der Schlussphase zu ihrem Siegestreffer, und Krefeld biss sich wieder einmal an Adler-Keeper Fred Brathwaite die Zähne aus. Mit fortschreitendem Spiel wurden die Torchancen der Krefelder seltener, und vor allen Dingen im letzten Abschnitt spielte Kamerad Zufall die größte Rolle. Pinguin-Kapitän Herberts Vasiljevs scheiterte mit seinem Penalty in der 53. Minute, nachdem nach Meinung des Unparteiischen Patrick Hager von einem Gästeverteidiger gefoult worden war. Fast symptomatisch, dass die Adler ausgerechnet gegen Ende der nachher recht flauen Partie ihre Chancen hatten. Francois Méthot hatte nach Ablauf der Strafe von Rick Girard in der 59. Spielminute bereits die Möglichkeit, die Partie zu entscheiden, doch erst 21 Sekunden vor Ertönen der Schlusssirene sorgte ausgerechnet jener Akteur für den Endstand, der auch die erste Chance in der 3. Spielminute hatte.

„Wir müssen dort weitermachen, wo wir in Kassel aufgehört hatten“, forderte Youngster Sinan Akdag, noch vor Wochenfrist in Kanada bei der U20-WM und dort unglücklich abgestiegen. Immerhin, die Pinguine, bei denen außer Benedikt Schopper nur noch der kleine Michael Endraß fehlte, ließen sich den Kasten nicht im ersten Abschnitt vollhauen. In Kassel spielten sie nicht die von Chefcoach Igor Pawlow geforderte Rolle von Kampfschweinen, sondern höchstens diejenige von Kampfmeerschweinchen. Dass die Seidenstädter in der Frühphase nicht wie zwei Tage zuvor in Kassel ein „volles Haus“ quittieren mussten , war kaum möglich. Mannheim entpuppte sich nämlich als knochenhartes Team, das zuweilen den Einsatz übertrieb und bereits im Anfangsdrittel 24 Strafminuten kassierte. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Gastgeber mit einem beherzten Schlagschuss in Überzahl zu ihrer Führung kamen. Mannheim konterte und nutzte seine zweite Powerplay-Möglichkeit, ebenfalls mit einem Distanzknaller, zum Ausgleich. Bemerkenswert, dass der Unparteiische, der ohnehin rigoros jeden Regelverstoß ahndete, beiden Torhütern eine Strafe wegen Behinderung aufbrummte.

Auch im Mitteldrittel hatten die Gastgeber mehr Powerplaychancen als ihre Kontrahenten aus der Kurpfalz. Die Akteure in Schwarz-Gelb gingen jedoch nicht nur unkonzentriert, sondern auch recht passiv mit diesen Situationen um. Erfreulich aus Krefelder Sicht, dass die neuen Formationen offensichtlich besser harmonieren als zuvor. Besonders die Reihe mit Andreas Driendl, Patrick Hager und Serge Payer profitierte von der neuen Zusammenstellung. Hager war es auch, der mit einer Energieleistung die Vorarbeit zum zweiten Treffer abgab. Driendl brauchte wie beim Minigolf nur noch einzulochen. Als Richard Pavlikovsky, trotz seiner gerade überstandenen Grippe in guter Verfassung, die Scheibe vertändelte, fackelten die Mannheimer nicht lange. Blake Sloans Strafe war gerade neun Sekunden abgelaufen, als er den erneuten Ausgleich vorbereitete. Auch hier hatte Pinguin-Keeper Scott Langkow keine Abwehrmöglichkeit.

Tore: 1:0 (11;39) Fortin (Verwey), 1:1 (19;18) Forbes (Méthot, Mauer), 2:1 (25;00) Driendl (Hager, Payer), 2:2 (30;43) Arendt (Sloan, Méthot), 2:3 (59;39) McGillis (Martinec, Jaspers)

Zuschauer: 3.776. – Strafminuten: Krefeld 18, Mannheim 26 + 10 Petermann. – Schiedsrichter: Aumüller (Planegg)

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