Torwartfehler kosten Panther den Sieg gegen Hamburg

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Die unnötige Auswärtsniederlage mit einem verweigerten Tor in Hamburg vor einer Woche hatte den Panthern durchaus weh getan, und so war es eigentlich das erklärte Ziel, vor eigenem Publikum die passende Antwort zu geben. Diese Rechnung ging allerdings am Ende nicht auf, denn wiederum unterlag man dem Team aus der Hansestadt, wofür nicht wenige Anhänger erneut den Schiedsrichter verantwortlich machten. Anders als beim letzten Zusammentreffen in der Hansestadt versuchten die Panther diesmal von Beginn an die Initiative zu übernehmen und setzten die Gäste gehörig unter Druck. Allerdings gab es andere Parallelen: In der 6. Spielminute erkannte Schiedsrichter Rademaker einen Augsburger Treffer nicht an, wobei die Entscheidung auf Torraumabseits diesmal durchaus zu vertreten war. Auf jeden Fall hatte Freezers-Goalie Christian Künast, der sich von den Augsburger Fans einiges anhören musste, von Beginn genügend Arbeit in den ersten Minuten. Stammkeeper Boris Rousson wurde wegen einer Leistenverletzung geschont und war gar nicht mit in die Fuggerstadt gekommen. Nur elf Sekunden brauchten die Panther, um aus ihrer ersten Überzahlsituation – Stefan Schröder hatte auf der Strafbank Platz genommen – mit dem 1:0 durch einen Nachschuss von Xavier Delisle Kapital zu schlagen. In der Folge verpassten es die Hausherren, ihre Führung auszubauen und bekamen dann kurz vor der ersten Pause die Quittung dafür: Hamburg gelang etwas glücklich zwar, aber nicht völlig unverdient der Ausgleich. Das zweite Drittel begann mit etwas Verspätung, weil der Unparteiische die Partie wegen zu viel Wasser auf dem Eis zunächst nicht anpfiff. Das spielerische Niveau hatte zwar inzwischen etwas gelitten, doch die Augsburger hatten weiterhin die besseren Chancen, nutzten sie allerdings nicht. In Überzahl schließlich gelang den Hausherren – übrigens erneut nach genau elf Sekunden – zum zweitenmal an diesem Abend die Führung, eine Minute später allerdings hatten die Freezers dank eines Fehlers von Panther-Torhüter Magnus Eriksson wieder für den Ausglich gesorgt. Auch beim kurz darauf folgenden Treffer durch Andrew Schneider machte der schwedische Goalie alles andere als eine gute Figur. Dennoch nahm ihn Trainer Benoit Laporte zunächst nicht vom Eis, der Wechsel zu Steffen Karg folgte dann allerdings zur Pause. Die Panther erhöhten ab sofort den Druck und kamen erneut in Überzahl auch völlig verdient zum Ausgleich. Allerdings hatte bereits seit längerem die Härte in der Partie auf beiden Seiten zugenommen und nach einem Bandencheck von Rick Girard an Dan Lambert musste der Hamburger Verteidiger vom Eis getragen werden und der Angreifer durfte mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Bei einem ähnlichen Foul gegen Augsburg hatte es der Schiedsrichter noch mit zwei plus zehn Minuten bewenden lassen und das brachte sowohl die Spieler als auch die Anhänger der Panther auf die Palme. Die fünfminütige Überzahl nämlich, etwas mehr als eine davon sogar mit zwei Spielern, konnten die Freezers dann auch nutzen, obwohl sich die Hausherren lange bravourös gewehrt hatten. Ihnen blieb in den letzten Minuten nichts anderes übrig, als alles auf eine Karte zu setzen und zur großen Schlussoffensive anzusetzen. Etwas Zählbares sprang allerdings nicht dabei heraus, im Gegenteil, man kassierte sogar noch den fünften Treffer ins leere Tor. „Wir hätten in allen Bereichen etwas mehr tun müssen“, so die Bilanz von Benoit Laporte, „um eine Mannschaft wie Hamburg zu schlagen.“ Kollege Dave King dagegen war einfach zufrieden über die drei wertvollen Auswärtspunkte. (mor)

Tore: (1:1 / 1:2 / 1:2)

1:0 (10:03) Delisle ( Miner ; Wren ) 5:4

1:1 (19:27) Francz ( Washburn )

2:1 (27:56) Miner ( Girard ; Carter ) 5:4

2:2 (28:58) Purdie

2:3 (30.29) Schneider ( Fearns ; Peacock ) 4:3

3:3 (43:00) Rekis ( Delisle ; Miner )

3:4 (49:09) Tomlinson ( Fearns ; Plachta )

3:5 (58.56) Schneider ( Peacock ; Purdie ) ENG


Zuschauer: 6581

Strafzeiten: Augsburger Panther 17 + Spieldauer Girard ; Hamburg Freezers 14 + 10 Smazal

Schiedsrichter: Axel Rademaker, Krefeld


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