Torschusspanik beim EHC Red Bull MünchenMünchen - Augsburg 0:2

Jochen Reimer muss schon nach 20 Sekunden hinter sich blicken. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)Jochen Reimer muss schon nach 20 Sekunden hinter sich blicken. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)
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Wiedergutmachung war angesagt vor 4309 Zuschauern. Doch am Ende mussten sich die Gastgeber den Augsburger Panther mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) geschlagen geben.

Das Selbstbewusstsein des Münchner Teams bekam jedoch schon nach 20 Sekunden einen Dämpfer, als Augsburgs Sergio Somma zum 1:0 traf. Jochen Reimer, der sonst immer als Rückhalt des EHC-Teams bekannt war, sah bei dieser Aktion nicht gut aus. Das Team von Pat Cortina agierte in dieser Phase äußerst zurückhaltend wenn nicht sogar geschockt. Keine Aktion der Oberbayern gelang. Die Gäste aus der Fuggerstadt konnten nahezu unbehelligt ihr Spielsystem aufziehen. Der EHC hatte dem nichts entgegenzusetzen und so ging es mit einem 0:1 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel gab es für die Münchner Fans einen kleinen Hoffnungsschimmer, als es zu einigen Powerplay-Situationen kam. Die waren jedoch genauso harmlos und chaotisch wie das gesamte Spiel des EHC am gestrigen Abend. Anstatt einfach und druckvoll zu spielen, gestaltete sich das Spiel fünf gegen vier der Gastgeber als zu kompliziert und ineffektiv. In Überzahl spielten die Gäste nahezu lehrbuchmäßig. Aus einer dieser Szenen entwickelte sich auch das 0:2 von Robert Brown, der vor dem Münchner Tor freigespielt wurde und Jochen Reimer dieses Mal keine Chance ließ.

Dies sollte bereits die Vorentscheidung in einem einseitigen Spiel gewesen sein. Die roten Bullen ergaben sich ihrem Schicksal und spielten ohne erkennbares Selbstvertrauen die restlichen Minuten der Partie herunter. Damit gewinnen die Augsburger Panther seit langer Zeit wieder ein Hauptrundenspiel in München. EHC- und Bundestrainer Pat Cortina fand kurze und deutliche Worte für den Ausgang dieser Partie: „Wir haben Augsburg heute zu viel Platz gelassen und sind nicht entschlossen genug in die Zweikämpfe gegangen. Das war eine inakzeptable Leistung, die wir aufs Eis gelegt haben und damit kann man beim besten Willen kein Spiel gewinnen.“

Die kommenden Spiele bestreitet München auswärts. Sollte auch hier keine Besserung im Spiel des EHC Red Bull eintreten, wird es schwer, sich aus den Plätzen 11 bis 14, welche nicht zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen, herauszuhalten.

Eins ist sicher: Im Spiel der roten Bullen muss sich einiges ändern, wenn die Saison nicht unschön enden soll.


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