Tor- und Strafzeitenfestival in KrefeldKrefeld – Ingolstadt 5:0

Lesedauer: ca. 3 Minuten

In den Anfangsminuten sah man verteiltes Spiel mit einer kurzen Druckphase der Panther und einer schönen Parade von Tomás Duba, in Minute fünf musste Timo Pielmeier auf Ingolstädter Seite erstmalig eingreifen. Ab der achten Spielminute wurde die Partie dann intensiver. Die sich andeutende rustikalere Gangart der Niederbayern brachte ihnen in der neunten Minute durch Gregory Classen die erste Unterzahl ein, die dank der Krefelder Topreihe nicht lange dauerte: die Stürmer erobern hinter der Torlinie den Puck, Kevin Clark passt zurück auf Josh Meyers rechts an der blauen Linie, der passt quer auf David Fischer, der die Scheibe zum 1:0 ins Tor hämmert. Der Treffer hinterließ Wirkung bei Ingolstadt: 61 Sekunden später fuhren die Pinguine eine Art Verlegenheitsangriff, weil sie wechseln wollten; Sinan Akdag passte auf Boris Blank, der links ins Abwehrdrittel der Panther ging und quer legte auf den mitgelaufenen Christian Kretschmann, der trotz starker Behinderung durch einen Panther den Puck mit der Rückhand rechts unten zum 2:0 einnetzen konnte. Kurz darauf waren die Pinguine in Unterzahl und zeigten, dass auch sie durch weite Befreiungsschläge entschlossen klären können. Kurz vor Drittelende gab es das erste größere Gerangel und auch hier zeigten die Krefelder, dass sie die Strategie „Groß schützt Klein“ endlich verstanden haben.

Nach 15 Sekunden im zweiten Drittel drangen die Pinguine ins Ingolstädter Drittel ein: Clark auf rechts will in die Mitte passen, schlägt aber zunächst über den Puck und braucht einen zweiten Versuch, um Adam Courchaine vor dem Tor so präzise zu bedienen, dass sein 3:0 schon fast selbstverständlich ist. Der Jubel der Krefelder Fans war kaum verebbt, als Nick St. Pierre und Francois Méthot Martin Schymainski auf die Reise schickten. Trotz „Begleitung“ durch einen Abwehrspieler zog Schymainski vom Bullypunkt ab und die Scheibe rutschte unter Pielmeiers Schoner durch: 4:0. In Minute 26 schickte Trainer Niklas Sundblad Markus Janka für Pielmeier ins Tor, als István Sofron eine kleine Strafe erhielt. Es folgte eine starke Druckphase der Panther, die dank guter Leistung von Tómas Duba im Tor der Pinguine folgenlos für Krefeld blieb. Die zunehmende Frustration der Panther über ihre Erfolglosigkeit zeigte sich darin, dass sie jede Gelegenheit zu Körperkontakt und Rangeleien dankbar annahmen. Die 2+2+10-Minuten-Strafen für Christoph Gawlik und Oliver Mebus bzw. für Timothy Hambly und Josh Meyers in Spielminute 29 nur waren das Vorspiel für die geballte Frustentladung in Minute 30: die sicheren Schiedsrichter verhängten 44 Strafminuten gegen Blank, Verwey und St. Pierre auf Krefelder Seite und deren 57 für die Ingolstädter Boucher, Barta, Bouck, Sabolic und Conboy, der mit fünf Minuten und einer Spieldauerstrafe den negativen Höhepunkt setzte. Selbst die beiden Trainer hätten wohl mitgemischt, wären sie nicht durch die Trennscheiben daran gehindert worden. Nach rund 15-minütiger Unterbrechung wurde das Spiel mit wechselnden Überzahlverhältnissen für Krefeld fortgesetzt. In Minute 31 wanderte noch John Laliberte

auf die Strafbank, und die Pinguine konnten 67 Sekunden lang mit 5:3 spielen. Die erste Phase blieb trotz Zirkus Krone wirkungslos; der zweite Sturm machte es deutlich besser: Joel Perrault und Herberts Vasiljevs positionierten sich vor Torwart Janka, der einen Schuss von Mitja Robar dank Sichtbehinderung nur abprallen ließ, so dass Vasiljevs am rechten Eck mühelos die Scheibe über die Linie bugsieren konnte. Spätestens damit stand der Sieger des Tages fest. Später hätte Clark – allein stehend vor Janka – noch weiter erhöhen können, aber bei zwei Versuchen fehlte wohl schon die letzte Konzentration.

Das letzte Drittel wurde mit deutlich reduziertem Einsatz auf beiden Seiten gestaltet. Bemerkenswert waren das überragende Spiel von Mitja Robar, mehrere Phasen mit Demonstrationen Krefelder Spielkunst im Ingolstädter Drittel und das erfolgreiche Ausweichen der Krefelder Scorer bei versuchten Checks der Panther an der Bande; die Lacher auf seiner Seite hatte dabei Boris Blank, durch dessen Ausweichen der Ingolstädter fast auf der eigenen Bank gelandet wäre. Mit „Nur der KEV – olé“ begleiteten die hochzufriedenen Krefelder Fans ihre Lieblinge in den letzten Minuten, in denen keine Ergebnisveränderung zu verzeichnen war.

Tore:
1:0 (10.) David Fischer ( Josh Meyers, Kevin Clark)
2:0 (11.) Christian Kretschmann (Sinan Akdag, Boris Blank)
3:0 (21.) Adam Courchaine (Kevin Clark, Nicolas St. Pierre)
4:0 (23.) Martin Schymainski (Francois Méthot, Nicolas St. Pierre)
5:0 (33.) Herberts Vasiljevs (Mitja Robar, David Fischer)

Strafen: Krefeld 28 + 10 für Meyers, Mebus, St. Pierre, Verwey, Blank; Ingolstadt 26 + 10 für Gawlik, Hambly, Sabolic, Bouck + 5 + 20 für Conboy
Schiedsrichter: Jablukov / Rohatsch
Zuschauer: 7581

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