Topspiel Lions gegen Eisbären hält was es verspricht

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es war als das Topspiel des 41. Spieltags angekündigt und von der ersten Minute an hielt es, was man sich im Vorfeld davon versprochen hatte. Die Frankfurt Lions und die Berliner Eisbären boten den 7.000 Zuschauern in der Eissporthalle schnelles Hockey, tolle Zweikämpfe und viele Tore. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit besten Chancen auf beiden Seiten ging der Deutsche Meister durch Beaufait in Führung (15.). Zu Beginn des Mitteldrittels überschlugen sich die Ereignisse und Frankfurt erzielte binnen vier Minuten vier Tore. Der Ausgleich wurde Langfeld gutgeschrieben, obwohl es ein klassisches Eigentor vom Berliner Hördler war, aber Eigentore gibt es im Eishockey ja nicht. 70 Sekunden später fiel das Tor des Tages. Lions Stürmer Simon Danner schnappte sich den Puck kurvte ins Berliner Drittel, schlug mehrere haken, spielte Eisbär Regehr aus und überwand auch Ziffzer im Tor. Das zweite Solotor von Danner in Folge, denn auch vor einer Woche gegen Hamburg gelang dem 22-jährigen Deutschen ein solcher Treffer.

Die Lions setzten nach dem Führungstreffer nach und Kavanagh gelang 40 Sekunden später das 3:1, als er Ziffzer mit einem Bauerntrick unglücklich aussehen ließ. Dies dachte sich wohl auch Eisbären Trainer Don Jackson und wechselte Ziffzer aus. Für ihn stand fortan Rob Zepp im Tor. Warum Jackson in dieser Phase keine Auszeit nahm, um für Beruhigung zu sorgen, war doch sehr unverständlich. Den Lions war es Recht, denn vom Bulli weg lief Heerema auf Zepp zu und erzielte mit einem Handgelenkschuss in den Winkel das 4:1. Zwischen dem dritten und vierten Treffer lagen gerade einmal zehn Sekunden. Auch nach diesem Tor nahm Jackson übrigens keine Auszeit. Berlin profitierte nach diesem vierer Pack der Lions von einer numerischen Überlegenheit und Beaufait verkürzte auf 4:2. Zu diesem Zeitpunkt waren keine fünf Minuten im Mitteldrittel gespielt und die restlos begeisterten Zuschauer hatten schon fünf Treffer gesehen.

Das Spiel blieb hochklassig. Auf der einen Seite hämmerte Heerema einen Puck an die Berliner Querlatte, auf der anderen Seite scheiterte Robinson an Gordon. Dazwischen ließen die Lions 90 Sekunden fünf gegen drei Powerplay ungenutzt und nach einem klasse Paß von Regehr verkürzte Eisbär Felski auf 4:3. Berlin nach diesem Treffer wieder im Spiel und mit Möglichkeiten zum Ausgleichstreffer. Nachdem Gordon beim Tor von Felski nicht gut aussah, hielt er in der Folge aber mehrmals glänzend. Eine Schlüsselszene dann in der 35. Minute. Berlin im Angriff und mit Druck auf das Frankfurter Tor. In dieser Druckphase ein Beinstellen eines Lions Verteidigers, dass Hauptschiedsrichter Reichert aber nicht ahndete. Frankfurt kommt in Puckbesitz, läuft einen schnellen Konter, den Langfeld präzise abschloss und die Führung auf 5:3 ausbaute. Eisbären Trainer Jackson tobte an der Trainerbank, nütze aber nichts. Das Tor zählte und nach sensationellen 20 Minuten ging es in die 2. Pause.

Berlin drängte im Schlussabschnitt mit viel Tempo auf den Anschlusstreffer, hatte aber Pech, dass Braun am Pfosten scheiterte. Die Lions verlegten sich aufs kontern und hatten durch Kavanagh ebenfalls einen Aluminiumtreffer. Dass die Lions keinen Treffer im Schlussabschnitt kassierten lag an der disziplinierten Defensivleistung und starkem Spiel in Unterzahl. Vier Minuten Powerplay konnten die Eisbären nicht nutzen. Frankfurt präsentierte sich Mannschaftlich geschlossen stark und Taylor sorgte mit dem 6:3 vier Minuten vor Schluss für die endgültige Entscheidung. Einziger Wermutstropfen für die Lions ist die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Bryan Muir, der acht Sekunden vor Schluss zwei Mal zehn Minuten Disziplinarstrafe erhielt, nachdem er dem Schiedsrichter höhnisch applaudierte, weil dieser den Lions eine Bankstrafe verhängte.      

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Simon Danner

0:1 (14:38) Beaufait; 1:1 (20:54) Langfeld; 2:1 (22:04) Danner; 3:1 (22:44) Kavanagh; 4:1 (22:54) Heerema; 4:2 (24:43) Beaufait 5-4PP; 4:3 (33:09) Felski; 5:3 (34:14) Langfeld; 6:3 (56:07) Taylor

Strafminuten:

Frankfurt: 14 Minuten + 2x10 Minuten Disziplinarstrafe für Bryan Muir

Berlin: 10 Minuten

Zuschauer: 7.000

Schiedsrichter: Martin Reichert

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)

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