Tomas Duba und István Sofron die Matchwinner für KrefeldKrefeld– Düsseldorf 3:2 n.V.

Istvan Sofron erzielt in der Verlängerung das 3:2. (Foto: Imago)Istvan Sofron erzielt in der Verlängerung das 3:2. (Foto: Imago)
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Schon in der ersten Minute ermöglichte ein überflüssiger Puckverlust im eigenen Drittel der DEG zwei gute Chancen. In Minute vier musste Andreas Driendl wegen Hakens auf die Strafbank, und Andreas Martinsen fälschte einen Schlagschuss von Bernhard Ebner unhaltbar für Tomás Duba zum 0:1 für die DEG ab. Das war der Weckruf für die Pinguine, die nun ernsthaft zu stürmen begannen. Drei Minuten nach dem Rückstand zog Josh Meyers nach schönem Doppelpass mit Herberts Vasiljevs in der linken Bandenecke mit dem Puck vor das von Lukas Lang gehütete DEG-Tor und schob die Scheibe von rechts unter Lang durch ins Tor zum 1:1 Ausgleich. Zwei Minuten später traf Joel Perrault den Pfosten, aber auch während der ersten Düsseldorfer Strafzeit sowie im Rest des Drittels wollte den Pinguinen nichts mehr gelingen. Auch „Mr. Zuverlässig“ Adam Courchaine traf bei einem Break nur die Schulter von Lukas Lang.

Trotz klarer Feldüberlegenheit brachten die Pinguine bis zum Powerbreak des zweiten Drittels nichts Sehenswertes zustande. In einem fairen Spiel schien der Siegeswille zu fehlen, lediglich Martin Schymainskis kämpferischer Einsatz konnte überzeugen. Schüsse der Pinguine blieben Mangelware, so dass die Düsseldorfer besser ins Spiel kamen, was auch durch unübersehbare Abstimmungsschwierigkeiten in der Krefelder Defensive begünstigt wurde. Die Pinguine beendeten das Drittel in Unterzahl, konnten heute aber nach der schmerzhaften Lektion aus Minute fünf wiederholt die Scheibe entschlossen aus dem Verteidigungsdrittel befördern.

Erst das letzte Drittel brachte wirkliche Derby-Atmosphäre. Als die Pinguine ihre schon im Mitteldrittel ausgesprochenen Einladungen an die DEG, doch wenigstens noch ein Tor zu schießen, mehrfach wiederholten, gab Robert Collins in Minute 45 den Bitten der Pinguine nach, die unmittelbar vorher wieder zwei hochkarätige Chancen vertan hatten. Nach diesem zweiten Weckruf legten sich die Krefelder wieder mehr ins Zeug. Eine kleine Strafe für Daniel Pietta sowie deren drei plus einer großen Strafe (5 Minuten + Spieldauer) für die DEG ab Minute 49 sorgten dann für Stimmung und Spannung. Die Pinguine brauchten allerdings 80 Sekunden in  doppelter Überzahl, ehe Joel Perrault nach schönem Passspiel über Nick St. Pierre und Adam Courchaine in der 55. Minute den verdienten Ausgleich erzielte. Danach allerdings fragten sich die Zuschauer, welche Mannschaft denn eigentlich in Überzahl war, da die DEG auf Angriff spielte, ohne allerdings Tomàs Duba, der gewohnt stark agierte, überwinden zu können.

Die Düsseldorfer hatten ihre stärkste Phase in den ersten zwei Minuten der Overtime. Nur die überragenden Reaktionen und das gute Stellungsspiel von Torwart Duba sicherte den Pinguinen, die wieder das Abwehrsystem „Hühnerhaufen“ praktizierten, das Unentschieden.

Als die Zuschauer sich schon auf ein Penaltyschießen einzurichten begannen, entschied István Sofron die Partie: entschlossen und kampfstark griff er den scheibenführenden Düsseldorfer in der rechten Bandenecke hinter Lukas lang an, eroberte den Puck, zog vor das Tor und tanzte den guten Düsseldorfer Keeper aus.

Der Düsseldorfer Trainer Christoph Kreutzer war sehr froh darüber, dass die DEG ihren ersten Auswärtspunkt mit nach Hause nehmen konnte. Unzufrieden war er mit den ungenutzten 2:1 Überzahlchancen seiner Angreifer. Er betonte aber, dass es immer sehr, sehr schwer sei, in Krefeld zu spielen und lobte das insgesamt sehr gute Spiel seiner Mannschaft. Ein Sonderlob ging an den Ex-Krefelder Lukas Lang, der erst sehr kurzfristig von seinem Einsatz erfahren hatte und dem er, wenn er weiter so spiele, mehr Einsätze zusicherte. Rick Adduono, der Krefelder Coach, war mit den zwei Punkten nicht unzufrieden, da ‚Düsseldorf komplett anders sei als vor einem Jahr‘ und sich durch Disziplin und gutes Positionspiel auszeichne. Auch er attestierte beiden Mannschaften, gut gespielt zu haben und bedankte sich abschließend wieder bei den Krefelder Zuschauern, deren Unterstützung für ihn der entscheidende Faktor für den Sieg in Overtime war.

Tore:  0:1 (5.) Martinsen (Olimb, Ebner) PP1, 1:1 (8.) Meyers (Vasiljevs, Driendl), 1:2 (45.) Collins (Kreutzer, Dmitriev), 2:2 (55.) Perrault (Courchaine, St. Pierre), 3:2 (64.) Sofron

Strafen:  Krefeld 8, Düsseldorf 13 + 20 (Strodel)
Schiedsrichter:  Hascher / Oswald
Zuschauer: 7077


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