Tino Boos: "Ich muss den Tatsachen in die Augen sehen"Karriereende?

Tino Boos - Foto: Angelo BischoffTino Boos - Foto: Angelo Bischoff
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Hockeyweb: Herr Boos, waren die beiden Spiele in Augsburg und Iserlohn am 16. und 18. November die bislang letzten oder die definitiv letzten ihrer Profi-Karriere?

Tino Boos: Das ist schwer zu sagen, aber ich muss den Tatsachen natürlich schon in die Augen sehen. Bei der Genesung sind kaum Fortschritte erkennbar, so dass sich eins und eins zusammen zählen lässt. Ich habe mir die Saison zwar anders vorgestellt, aber zumindest kann ich auf 20 schöne Eishockey-Jahre zurück blicken.

Hockeyweb: Was genau ist das Problem der Verletzung?

Tino Boos: Es gibt drei Adduktorensehnen und eine ist im Sommer 2010 in Hannover abgerissen. So richtig wurde das aber erst gut sechs Wochen später erkannt, da hatte sich der Muskel bereits verkürzt, so dass ich eigentlich schon aufhören wollte. Beim KEC ging es dann etwas besser, doch unter höherer Belastung traten Probleme auf. Dennoch wollte ich der DEG helfen, aber nach zwei weiteren Muskelverletzungen in dem selben Bereich kann ich die nötige Kraft nicht mehr aufbringen.

Hockeyweb: Wie soll es für Sie weitergehen?

Tino Boos: Es wäre naiv, sich an diesem Punkt darüber keine Gedanken zu machen. Ich habe immer geschimpft, dass so wenige Profis nach ihrer Karriere Verantwortung übernehmen. Also habe ich mir die Anmeldung zum Erwerb des Trainerscheins zuschicken lassen.

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