Timo Pielmeier und Sebastian Stefaniszin – Vom Draft überrascht

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„Schon die zweite Runde habe ich mir gar nicht mehr angeschaut“, beichtet der gebürtige Deggendorfer Timo Pielmeier, „und bin zum Inlinehockey nach Passau gefahren. Nach dem Spiel, in der Kabine sah ich, dass mein Agent versucht hatte mich zu erreichen. Ich rief zurück und da erfuhr ich, dass die Sharks mich an 83. Stelle gezogen haben“.

„Zugegeben“, sagt Timo Pielmeier, „leise gehofft, überhaupt gezogen zu werden, habe ich schon. Als in der ersten Runde dann aber gar kein Goalie ausgewählt wurde, dachte ich, dass kaum noch echte Chancen bestehen. Ich war ja nur an Nummer 10 der europäischen Torhüter gelistet. So viele besser Bewertete aus den Eishockey-Top-Nationen standen noch vor mir“.

Tatsächlich entschieden sich erst die Phoenix Coyotes in der zweiten Runde an Position 36 mit dem Schweden Joel Gistedt für einen Torhüter, den in dieser Kategorie am höchsten bewerteten Europäer. Nach Gistedt fanden vier weitere Torhüter Berücksichtung, dann aber griffen ausgerechnet die Sharks zu. Wer sonst, möchte man fast fragen. „Das perfekte Team“, meint auch der 17-jährige Pielmeier verschmitzt, „sie scheinen dort deutsche Torhüter wirklich zu mögen“. Zweifelsohne, denn mit Timo Pielmeier gehört nun nach Dmitri Pätzold und Thomas Greiss der dritte junge deutsche Puckfänger zur Sharks-Organisation.

„Mein Agent“, so Pielmeier weiter, „verriet mir auch gleich noch, dass ich zum Camp der Sharks kommen soll, das vom 9. bis zum 14. Juli in San José stattfindet“. Und wie sieht die weitere Zukunft des ehemaligen Kölner Junghais aus? „Es ist sicher kein großes Geheimnis, dass ich einen Dreijahresvertrag in Berlin unterschrieben habe. Das Tolle ist, dass mir die Eisbären alle Optionen offen lassen, die mich weiter bringen. Seit ein paar Wochen trainiere ich unter Anleitung von Torwarttrainer Josef Dusek mit Youri Ziffzer, Daniar Dshunussow, Sebastian Stefaniszin und Sebastian Albrecht im Sportforum. Was ich in Berlin vorgefunden habe, hat mir sehr gefallen und macht mir Spaß. Später für die Eisbären in der DEL zu spielen, kann ich mir ohne weiteres vorstellen“, blickt der junge Keeper nach vorn.

Timo Pielmeiers derzeitigen Trainingskameraden Sebastian Stefaniszin traf die Wahl des frischgebackenen Stanley Cup-Siegers aus Anaheim noch um einiges unvorbereiteter. Der Name des gebürtigen Berliners, der zwei Jahre älter als sein bayerischer Kollege ist, war im Ranking der zur Wahl stehenden Talente gar nicht erst verzeichnet.

„Ehrlich gesagt“, so Stefaniszin, „habe ich mich kaum um den Draft gekümmert. Ich war gerade bei Youri Ziffzer, der hat dann mal am PC nachgeschaut. Und als er mir sagte, die Ducks hätten mich gezogen, wollte ich das gar nicht glauben. Das ist schon eine besondere Ehre für mich, keine Frage!“ Und wie sind die Ducks nun auf ihn gekommen? „Bei der U20-WM, speziell beim Spiel gegen die USA muss ich einen ordentlichen Eindruck hinterlassen haben“, gibt sich Stefaniszin bescheiden. „Was jetzt daraus wird, kann ich aber gar nicht sagen. Gesprochen hat mit mir noch niemand. Insofern lasse ich das einfach auf mich zukommen. Meine Zukunft heißt zuerst mal Iserlohn, darauf konzentriere ich mich mit aller Kraft. Am 23. Juli geht es endlich los. Bei den Roosters will ich meine Chance unbedingt nutzen und zu möglichst vielen Einsätzen in der DEL kommen. Klar motiviert mich der Draft dabei zusätzlich“.

mac

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