Timo Pielmeier - Der Fels in der BrandungIngolstadts Torhüter im Hockeyweb-Interview

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Gratulation zu diesem – unter diesen Umständen - nie erwarteten Sieg der Panther! Und Sie waren der Turm in der Schlacht, der Garant für den Erfolg - nun sind Sie dran!

Das sagen Sie. Meiner Meinung nach haben die Verteidiger heute mehr Schüsse geblockt als ich. Und das war der ausschlaggebende Punkt. Die Jungs haben sich in hochkarätige Einschussmöglichkeiten der Krefelder geworfen und dadurch geblockt, so dass ich keine allzu große Mühe mehr hatte. Ohne die hätte es heute ganz anders aussehen können.

Sie vermitteln mir auch jetzt den Eindruck, als hätte ihnen das Match gar nicht so viel abverlangt – Sie sitzen hier auf dem Hometrainer und betätigen sich noch aktiv!

Wir haben das nächste Spiel schon wieder am Sonntag um 14:30 Uhr und da sollte man noch ein wenig „ausradeln“, die Muskulatur vor einer Übersäuerung schützen und die Beine bewegen. Dann folgt ein wenig regenerieren, essen und ausschlafen.

Sie kamen zu diesem wichtigen dritten Spiel ohne acht Leistungsträger, haben aber eine nicht erwartete Leistung gezeigt – was ist das für ein Gefühl?

Es ist ein super Gefühl! Wir haben mit unseren Trainern am Dienstag noch eine unglaubliche Trainingseinheit gehabt und die Jungs kamen in der zweiten Drittelpause beim Stand von 2:2 in die Kabine rein und haben noch mal unterstrichen, dass sie sich noch sehr wohl und frisch fühlen würden. Wir haben halt vor und während der Saison ein sehr hartes Training absolviert, was sich aber jetzt positiv ausgewirkt hat. Wir waren mental sehr fit, obwohl wir auch sehr müde waren – aber das haben wir unseren Trainern zu verdanken.

Ja, aber es fehlten acht Leistungsträger! Der Norovirus hatte zugeschlagen! Wie machte sich dieses Handicap bemerkbar?

Es ist Playofftime! Da gibt es keine Schönspielerei. Da braucht man eine Mannschaft, die Schüsse blockt, die Checks zu Ende fahren, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Wir haben auch nicht das schönste, aber heute wohl effektivere Eishockey gespielt. Nicht, dass ich falsch verstanden werde, >Ingolstadt ohne Acht< ist nicht das gleiche, wie die vollständigen Panther. Es ist mental schon ein anderes Gefühl, wenn wir ohne acht anreisen.

Zu allem Überfluss kam dann noch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Verteidiger Patrick Köppchen!

Auf alle Fälle kann man daran wieder sehen, was meine Vorderleute alles für mich machen. Ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit werfen sie sich in Schüsse und erleichtern mir so die Arbeit. Dies war auch ein Grund für unseren Sieg heute. Patrick (Köppchen) hat sogar einen Schuss mit seiner Nase geblockt. Das war auch ein Zeichen für die anderen Mitspieler, dass wir hier nur mit vollem Einsatz bestehen können. Niklas Sundblad und Petri Liimatainen haben uns perfekt eingestellt, wir haben dies ganz schlau umgesetzt und unsere Chancen genutzt.

Wie geht es jetzt in dieser Viertelfinalserie weiter? Sie haben jetzt einen kleinen Vorteil durch den Auswärtssieg!

Wir haben den Heimvorteil jetzt auf unserer Seite, aber ich glaube, dass der nur eine untergeordnete Rolle spielt. Jetzt geht direkt die Vorbereitung auf das Sonntagsspiel wieder los, denn wie heißt es doch so schön: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Es ist jedenfalls ein tolles Gefühl, dass wir jetzt mit einem Sieg und einer 2-1 Serienführung nach Ingolstadt zurückkommen. Dieses 3:2 war ein sehr wichtiger Erfolg in einem sehr wichtigen Spiel – aber die Krefelder haben auch eine gute Truppe und die wird uns das Weiterkommen nicht so einfach machen!

Bei dem ersten Spiel hier in Krefeld, der 0:5 Niederlage, sahen Sie bei manchen Gegentreffern nicht unbedingt so souverän und abgeklärt aus wie heute! Wie sehen Sie das?

Es gibt solche und solche Spiele. Manchmal springt der Puck nicht so, wie er sollte und dann sieht man nicht so gut aus! Heute z.B. stehen die (Krefelder) alleine vor meinem Tor und schießen mir die Scheibe in den Bauch. Da gehört auch schon viel Glück dazu! Beim ersten Spiel hatten wir halt sehr viel Pech und jetzt bei den beiden folgenden sehr viel Glück.

Der (Playoff-)Bart steht Ihnen auch ganz gut – wie lange wird er sprießen?

Ich hoffe, dass er Gelegenheit bekommt, bis Ende April zu wachsen!


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