Tigers zu Hause eine MachtPowerplay schlägt Penaltykilling

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Zweimal in Überzahl

Der Auftakt in die Partie gehörte den Niederbayern, die mutig nach vorne spielten und bereits in den ersten Minuten gute Chancen hatten. Köln kam, trotz früher Anreise, nur schwer ins Spiel und wirkte mitunter überrascht. Erst nach fünf Minuten gab es die ersten schüchternen Vorstöße der Gäste. Diese brachten sich nach Fouls von Moritz Müller und T.J. Mulock in doppelte Unterzahl. Die Tigers ließen sich nicht zweimal bitten und Dylan Yeo erzielte mit einem „Laser“ die Führung. Erst jetzt waren die Haie wachgeschossen und spielten mit. Doch es sollte die nächste Strafe folgen und erneut kannten die Hausherren keine Gnade. Scott Timmins kurvt nahezu unbehelligt vor das KEC-Gehäuse und erhöht. Straubings Cheftrainer Larry Mitchell erinnert sich: „Das war sicherlich der Start, den wir uns erwünscht haben.“ Der Kölner Kai Hospelt sagt zum Spielverlauf: „Wenn du am Anfang direkt 0:2 in Rückstand gerätst, ist es natürlich schwer. Ich denke, das hat den Straubingern in die Karten gespielt. Danach haben sie gut verteidigt, haben versucht auf Konter zu spielen. Ich denke, wenn wir das Spiel länger 0:0 halten, dann können sie den Spielplan nicht ganz so umsetzen. Na ja, da müssen wir uns an die eigenen Nase fassen.“

Das Stadion hängt

Nach Wiederbeginn konnte man das Gefühl haben, dass das Stadion in Straubing hängt. Denn nun lief das Spiel in die entgegengesetzte Richtung und die Gäste bauten Druck auf und kamen in Überzahl durch Shawn Lalonde zum Anschluss. Das Drittel gehörte über weite Strecken den Haien, doch die Straubinger Abwehr und ein glänzend aufgelegter Matt Climie konnten die knappe Führung in die zweite Pause bringen. Kai Hospelt meinte: „Die Abwehr haben wir schon das eine oder andere Mal überwunden, aber Matt Climie nicht.“ Die dickste Chance der Niederbayern war ein 3:1-Konter, der aber sein Ende bei Gustaf Wesslau fand.

Offenes Schlussdrittel

Es war klar, dass die Kölner auch im Schlussdrittel drücken wollten, doch die Gäubodenstädter hielten nicht nur dagegen, sondern zeigten den Gästen auch die Krallen. Dylan Yeo gelang zeitig sein zweites Tor. Dabei spielte Yeo seine Klasse aus, denn er drosch nicht einfach auf den Rebound nach einem Pfostentreffer von Maury Edwards, sondern er schaute sich die Ecke aus und krönte damit seinen sehr guten Abend. Mitchell sah das ähnlich: „Yosi hat diese halbe Sekunde gezögert, anstatt einfach draufzuhauen, das war der Unterschied.“ In einem über weite Strecken ausgeglichenen und offenen Schlussdrittel ging es rauf und runter und sowohl Gustaf Wesslau als auch Matt Climie hatten einige Chancen, sich auszuzeichnen. „Ich finde, dass beide Torhüter einen sehr guten Job gemacht haben“, fand auch Larry Mitchell. Nico Krämmer gelang noch ein kurioses Tor, denn von Climie springt die Scheibe zu Yeo und von da ins Tor, doch damit war der Endstand hergestellt. „Gott sei Dank, haben wir diese letzte Führung über die Runde gehalten“, freut sich Larry Mitchell.

Connolly bleibt ein Tiger

Nach Spielende wurde die Vertragsverlängerung von Mike Connolly bekannt gegeben. Er erklärte nach der Partie, warum er in Straubing bleiben möchte: „Das war recht klar. Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg. Wie heute finden wir Wege zu siegen und haben es in der eigenen Hand und wer weiß, wie es nach der Hauptrunde weitergeht. Aber am Sonntag haben wir schon das nächste wichtige Spiel und darauf liegt jetzt der Fokus.“

Die Stimmen zum Spiel

Kölns Coach Cory Clouston meinte: „Den Unterschied machten die beiden frühen Powerplay-Gegentore. Wir hatten bei fünf gegen fünf auch ein paar gute Chancen, aber wir konnten nichts daraus machen.“ Für seinen Spieler Kai Hospelt war das erste Drittel entscheidend: „Ich denke, es wäre heute in beide Richtungen möglich gewesen, aber mit dem schlechten Start war es natürlich schwer.“ Straubings Verteidiger James Bettauer sah das natürlich genau andersherum: „Wir hatten einen starken Beginn. Es war laut und das war gut für uns. Es war durch und durch ein gutes Spiel.“ Mike Connolly findet aber noch ein paar Gründe, warum die Punkte in Niederbayern blieben: „Ja, wir haben zwei Überzahltore gemacht. Aber auch dass wir selbst wenig Strafen genommen haben, war wichtig. Aber sicher, die Special Teams waren sicher entscheidend. Auch Matt Climie war richtig stark. Aber nach seiner Verletzung ist er jetzt wieder voll da und hat uns heute die Chance zum Siegen gegeben.“ Und die gesamte Mannschaft verdiente sich ein großes Lob von Larry Mitchell: „Die letzten drei Spiele gegen den Ersten, Zweiten und Dritten sechs Punkte eingefahren, verdient meinen größten Respekt für die Jungs und Hut ab vor dieser Leistung.“

Tore: 1:0 (10.PP2) Dylan Yeo (Maury Edwards, Mike Hedden), 2:0 (18.PP) Scott Timmins (Mike Connolly, James Bettauer), 2:1 (23.PP) Shawn Lalonde (Christian Ehrhoff, Max Reinhart), 3:1 (45.) Dylan Yeo (Mike Hedden, Maury Edwards), 3:2 (49.) Nico Krämmer (T.J. Mulock, Fredrik Eriksson).

Schiedsrichter: Stephan Bauer, Marcus Brill; Linienrichter: Andreas Flad, Thorsten Lajoie.

Strafen: Straubing 4, Köln 8.

Zuschauer: 4.556.

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DEL Hauptrunde

Dienstag 18.02.2020
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Mittwoch 19.02.2020
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Donnerstag 20.02.2020
Augsburger Panther Augsburg
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Eisbären Berlin Berlin
Freitag 21.02.2020
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Iserlohn Roosters Iserlohn
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Kölner Haie Köln
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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Krefeld Pinguine Krefeld
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