Tigers versagen gegen HannoverAngstgegner siegt

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Dabei fing das Spiel aus Sicht der Hausherren gar nicht mal schlecht an. Mit viel Schwung kamen sie aus der Kabine und wollten die Scorpions in der ersten Minute überrollen. Doch eine Strafe gegen Hannover brachte die Tigers völlig aus dem Rhythmus. Was eigentlich für noch mehr Druck sorgen sollte, endete im Desaster. Die Niederbayern brachten nicht einen einzigen Schuss auf das Gehäuse von Dimitri Pätzold. Das lag aber weniger daran, dass Hannover so gut stand, denn das mussten sie gar nicht. Die Tigers kamen erst gar nicht in die Formation, um Gefahr versprühen zu lassen. Es war, als wäre diese Überzahl der Bruch im Spiel. Tigers-Coach Dan Ratushny sah das genauso: „Wir kamen echt gut aus der Kabine, aber dieses erste Powerplay hat uns total nach unten gezogen. Wir denken zu viel nach und haben in der Überzahl kein Selbstvertrauen.“ Ein geknickter Karl Stewart stimmte dem zu: „Ja, diese Analyse ist korrekt. Aber ich habe keine Ahnung warum.“ In Überzahl klappe bei den Tigers zurzeit ohnehin sehr wenig. Auch wenn Verteidiger Andy Canzanello das Überzahlspiel im Moment nicht als das größte Problem sieht, so stimmt er seinem Coach zu und meint: „Ich denke, im Powerplay müssen wir viel einfacher spielen, nicht so kompliziert irgendwelche Lücken suchen, sondern auch einfach mal draufhauen und die Scheibe vors Tor bringen.“ Dan Ratushny gibt zum heutigen Überzahlspiel unumwunden zu: „Da hatten wir heute wirklich Ladehemmung. Das war heute furchtbar.“

Über die momentane Schwäche täuschte auch nicht das erste Unterzahlspiel der Tigers hinweg. Denn hier war es Straubings Verteidiger Grant Lewis, der den Vorzug vor Calvin Elfring bekam, der die beste Chance bei einem Konter hatte. Im entscheidenden Moment konnte er aber, symptomatisch für das ganze Spiel,  keine Kontrolle über die Scheibe bekommen.

Das erste Tor des Abends ging, im ersten ordentlich gespielten Powerplay, auf das Konto von Ivan Ciernik. Von da an waren die Hausherren bis zur zweiten Pause endgültig von der Rolle. Außer wenigen Einzelaktionen war wenig los. Pässe ins Niemandsland waren an der Tagesordnung. Das Glück der Tigers war, dass auch die Gäste kaum mehr aufs Eis brachten. Gästecoach Igor Pavlov war dennoch zufrieden: „Wenn man in Straubing spielt, muss man den Tigers in die Augen schauen. Sobald man ihnen den Rücken zukehrt, greifen sie an. Ich denke, wir haben das gut gemacht. Die Jungs haben gut gekämpft. Wir wussten, es wird nur über die Zweikämpfe gehen.“ Extralob verteilt der Coach an Dimitri Pätzold und die Torschützen Ivan Ciernik und Alex Janzen, der den zweiten Treffer beisteuerte: „Für Alex freut es mich sehr, da es sein erstes DEL-Tor war. Das war ein schöner Nachschuss.“ In Summe fasst Pavlov zusammen: „Ich glaube, wir haben über 60 Minuten stabil gespielt und wir haben das umgesetzt, was wir vorher besprochen hatten. Mit dem 2:0, den drei Punkten und dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“

Dan Ratushny war verständlicherweise nicht so zufrieden: „Wir haben hart gearbeitet, aber mit wenig Selbstvertrauen gespielt. Das ist eine schwere Zeit, aber wir müssen Mental stark sein. Morgen ist ein neuer Tag, an dem wir Eistraining haben. Wir wollen es am Sonntag besser machen.“

Ein niedergeschlagener Andy Canzanello ist, wie der Rest der Truppe, ebenso auf der Suche nach Selbstvertrauen: „Ich bin wahnsinnig enttäuscht und kann den Frust der Zuschauer verstehen. Im Moment fehlt es uns an Selbstvertrauen. Aber ohne Selbstvertrauen ist es schwer zu gewinnen. Wir arbeiten so hart, aber es klappt einfach nicht. Wir können nur weiter hart arbeiten und darauf hoffen, dass sich der Knoten löst. Wir müssen einfach noch enger zusammenrücken und das als Team schaffen.“ Karl Stewarts Rezept ist: „Wir müssen dieses Spiel so schnell wie möglich vergessen.“

Tore:
0:1 24:22 Ivan Ciernik (Sascha Goc, Stephan Wilhelm) PP1
0:2 51:48 Alexander Janzen (Sergej Janzen, Stephan Wilhelm)

Strafen: Straubing 10; Hannover 12
SR: Alfred Hascher, Carsten Lenhart; LR: Dominic Erdle, Thorsten  Lajoie
Zuschauer 4.633


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