Tigers unterliegen Spitzenreiter klar

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Der ERC Ingolstadt hat sich am Donnerstag beim Aufsteiger Straubing als würdiger DEL-Spitzenreiter präsentiert. Die Tigers unterlagen vor 3.136 Zuschauern mit 2:7 (0:0, 0:4, 2:3) klar.

 

Nur im torlosen Auftaktdrittel boten die Hausherren, bei denen im Tor Sinisa Martinovic den angeschlagenen Mike Bales (Adduktorenprobleme) vertrat, der Truppe von Ron Kennedy Paroli. Das Defensivverhalten stimmte, die Panther konnten sich kaum entfalten und die Tiger erspielten sich auch die besseren Torchancen, versäumten es allerdings, daraus Kapital zu schlagen.

 

Nach der ersten Pause waren es aber die Ingolstädter, die das Spiel mehr und mehr in den Griff bekamen. Ausschlaggebend dafür war in allererster Linie ihre Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Den Raum, den ihnen die Straubinger nun gaben, nutzten sie eiskalt und so schossen sie sich letztlich einen deutlichen 4:0-Vorsprung heraus, der bereits die Vorentscheidung bedeutete.

 

Im letzten Abschnitt sollte sich bestätigen, dass auch das Zweikampfverhalten beim DEL-Neuling nicht mehr stimmte. Symptomatisch der Treffer zum 6:0 für Ingolstadt, bei dem der heranstürmende Florian Höhenleitner von dem immer mehr in die Kritik geratenden schwedischen Verteidiger Christoffer Norgren nicht am Torschuss gehindert werden konnte. Nachdem der ERC den siebten Treffer nachgelegt hatte, betrieb Straubing mit zwei Toren noch Ergebniskosmetik.

 

„Wir haben in den letzten Minuten ein bisschen geschlafen und schlampig gespielt“, kritisierte dementsprechend auch Gästetrainer Ron Kennedy, der anmerkte, dass seine Mannschaft nach dem ersten Tor besser gespielt habe, nach der Partie.

 

Tigers-Dompteur Erich Kühnhackl konnte angesichts des erneut schwachen Defensivverhaltens nicht zufrieden sein. In den letzten drei DEL-Spielen habe man zwanzig Treffer kassiert, soviel könne man gar nicht schießen, um dann noch Spiele zu gewinnen. „Die Mannschaft ist vom Weg abgekommen. Wir müssen wieder einfach, geduldig und defensiv spielen“, stellte er fest und machte auch eine fehlende Frische bei seiner Truppe, die in den letzten sieben Tagen vier Spiele bestritt, aus. Sinisa Martinovic wollte er trotz der sieben Gegentore keinen Vorwurf machen: „Er hat gut gehalten, wurde aber oft im Stich gelassen.“

 

TORE:

0:1 (23:06) Melischko (Schmidt; Goodall)

0:2 (32:24) Tkaczuk (Keller; Barta)

0:3 (34:06) Seidenberg (Higgins; Valicevic, PP1)

0:4 (38:33) Höhenleitner (Melischko; Holland)

0:5 (46:42) Keller (Holland; Tkaczuk)

0:6 (47:01) Höhenleitner (Melischko; Goodall)

0:7 (54:17) Waginger (Tripp; Ast)

1:7 (56:35) Casparsson (Gallant)

2:7 (58:03) Retzer (Mann; Casparsson)

 

Strafminuten: Straubing 12 – Ingolstadt 4 plus 10 Slavetinsky

Schiedsrichter: Reichert (Lindau)

Zuschauer: 3.136

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