Tigers schlagen Pinguine mit starkem Powerplay

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Die Straubing Tigers konnten am Freitagabend mit einem starken Powerplay die Krefeld Pinguine mit 5:2 (3:0, 0:1, 2:1) ohne Zählbares nach Hause schicken und selbst in der fünften Partie in Folge punkten.

 

Vier der fünf Tore des DEL-Aufsteigers fielen in Überzahl. Die Tigers konnten es sich dabei sogar noch leisten, einen Gegentreffer im Powerplay hinzunehmen. Gästetrainer Jiri Ehrenberger bekannte nach dem Spiel entsprechend: „Straubing hat die Überzahl-Situationen hervorragend ausgenutzt.“

 

Dass es dazu überhaupt kam, setzte Strafzeiten voraus. Diese leisteten sich die Krefelder ausgerechnet in der Schlussphase noch einmal, als sie drauf und dran waren, den 3:3-Ausgleich zu erzielen. Stattdessen schlug Straubing dann eiskalt zu und entschied die Partie mit den Powerplaytoren drei und vier vorzeitig. „Straubing wollte das 3:2 retten, dann haben wir aber unnötige Strafen bekommen und das in einer Phase, in der wir sehr viel hätten erreichen können“, ärgerte sich Jiri Ehrenberger.

 

Danach, dass Krefeld an diesem Abend überhaupt noch in die Reichweite von einem Unentschieden nach regulärer Spielzeit kommen könnte, sah es eine ganze Weile gar nicht aus. Im ersten Drittel hatten die Tigers den Ton angegeben und eine aggressive Spielweise an den Tag gelegt, die Straubings Trainer Erich Kühnhackl nach dem Spiel als Grundstein bewertete.

 

Dieser Grundstein setzte sich auf der Anzeigetafel zusammen aus drei Toren binnen viereinhalb Minuten. Straubing spielte aus einem Guss. Ein abgefälschter Schlagschuss von Matt Kinch (11.) eröffnete den Torreigen, ein von Markus Jocher abgeschlossenes und von David Lundbohm schön vorgetragenes Break bedeutete das 2:0 (12.), ehe Calvin Elfring mit einem weiteren Schlagschuss-Tor im Powerplay den luxuriös frühen Drei-Tore-Vorsprung bewerkstelligte (15.).

 

Hatte im ersten Drittel Straubing noch doppelt so oft auf das gegnerische Tor geschossen als Krefeld (Schussverhältnis: 16:8), drehten sich in den zweiten zwanzig Minuten die Kräfteverhältnisse. Die Pinguine zeigten jene Moral, die Trainer Jiri Ehrenberger am Ende lobte, und kamen rasch durch einen platzierten Schuss von Alexander Selivanov (24.) im Powerplay zu ihrem ersten Treffer. Die Gäste versäumten es aber bis zur zweiten Pause trotz einiger guter Möglichkeiten, Straubings Mike Bales ein weiteres Mal zu überwinden.

 

Das holte schließlich Herberts Vasiljevs in der 43. Minute nach. Bei eigener Unterzahl tanzte er Mike Bales aus und schob zum 2:3-Anschlusstreffer ein. Danach witterte Krefeld die Chance auf den Ausgleich und versuchte, noch mehr Druck auszuüben, was Erich Kühnhackl bereits in der 54. Minute dazu veranlasste, eine Auszeit zu nehmen. Um die Chance auf das 3:3 brachten sich die Gäste aber letztlich selbst, als viereinhalb Minuten vor Schluss plötzlich zwei Spieler auf der Strafbank saßen.

 

Danach hätte Herberts Vasiljevs nach einem Fehlpass von Sepp Lehner beinahe zum zweiten Mal die numerischen Kräfteverhältnisse auf den Kopf gestellt. Fast im Gegenzug antwortete Straubing aber doch durch den zweiten Treffer von Calvin Elfing (57.) mit dem 4:2 und eine knappe Minute später stellte Tobias Abstreiter, der schön in den Winkel abschloss, mit dem Schlusspunkt den Dreier für Straubing endgültig sicher.

 

Straubings Trainer Erich Kühnhackl, der für das Auswärtsspiel am Sonntag in Ingolstadt auf die Rückkehr von Stürmer Cam Severson hofft, aber um den an der Leiste angeschlagenen Markus Jocher bangt, sagte nach der Partie: „Wir haben mit unserem minimalen Kader sehr gut gespielt und verdient gewonnen.“ Jiri Ehrenberger sah das letztlich nicht viel anders: „Straubing hat gut angefangen und in der Schlussphase die nötige Cleverness gehabt.“

 

TORE:

1:0 (10:05) Kinch (T. Abstreiter, Daschner) 5:4

2:0 (11:36) Jocher (Lundbohm, Chouinard)

3:0 (14:37) Elfring (Gallant, Lehner) 5:4

3:1 (23:08) Selivanov (Drury) 5:4

3:2 (42:23) Vasiljevs (Jan) 4:5

4:2 (56:53) Elfring (Trew, Gallant) 5:3

5:2 (57:47) T. Abstreiter (Kinch, Casparsson) 5:4

 

Strafminuten: Straubing 8 – Krefeld 16

Hauptschiedsrichter: Dahle (Berlin)

Zuschauer: 4.882


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