Tigers nutzen Chancen nichtStraubing – Düsseldorf 2:3

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Elfring, der aufgrund der Ausländersituation in Straubing zwei Spiele pausieren musste, gehörte zu den auffälligeren Akteuren im Dress der Hausherren. „Ich glaube, ich habe heute gut gespielt und hoffe, dass ich weiter mitspielen kann.“ Mit acht Schüssen feuerte der Verteidiger die meisten Schüsse der Hausherren in Richtung Gästetor ab. Doch Bobby Goepfert konnte alle acht Schüsse, genauso wie 24 weitere, parieren.

Doch nicht nur die verpassten Chancen waren für Elfring Grund für die Niederlage: „Wenn man die ganzen 60 Minuten anschaut, gibt es viele Punkte und viele Situationen, in denen Tore fallen können. Wenn wir unsere Chancen früher nutzen, dann ist es ein anderes Spiel.“ Insgesamt war es „ein sehr kampfbetontes und sehr ausgeglichenes Spiel“, so DEG-Stürmer und Schütze des ersten Tores, Daniel Kreutzer. Elfring meinte zu dem Thema, dass „beide Mannschaften hart gearbeitet haben“.

Einen insgesamt Besseren oder Schlechteren wollte jedoch keiner ausmachen. Daniel Kreutzer fasst die Drittel so zusammen: „Im ersten Drittel waren wir ein bisschen besser, im zweiten Straubing. Im letzten Drittel war es ausgeglichen.“ Er findet aber noch einen völlig anderen Grund für den Sieg seiner DEG: „Ich glaube einfach, dass heute das Glück entschieden hat. Es hätten beide gewinnen können.“ Straubings Coach Dan Ratushny ist nicht weit weg von Kreutzers Meinung und verteilt durchaus auch Lob an seine geschlagene Truppe: „Düsseldorf hat hart gearbeitet und gut gespielt. Für uns ist das eine harte Niederlage, die wir akzeptieren müssen. Im ersten Drittel haben wir gut gespielt, aber kein Tor gemacht. Die Jungs haben dann geduldig weiter gespielt. Auch im letzten Drittel haben wir gut gespielt. Dieses letzte Tor ist aber schwer zu akzeptieren, aber das ist Eishockey.“

Im letzten Satz seines Statements geht es auf die Leistung der Unparteiischen ein, die sich bereits früh den Zorn des Publikums zugezogen haben. Wäre die Partie in Düsseldorf ausgetragen worden, wäre es vermutlich zu denselben lautstarken Unmutsäußerungen der Heimfans gekommen. Daniel Kreutzer, gar nicht auf die Referees angesprochen, meint: „Die Schiedsrichterleistung war auf beiden Seiten nicht so besonders.“

DEG-Trainer Christian Brittig sagte zwar nichts zu den Schiedsrichtern, genoss aber die Stimmung und war voll des Lobes für seine junge Mannschaft. „Es war eine Superstimmung in der Halle, das hat richtig Spaß gemacht. Ich muss ein Kompliment an meine Mannschaft machen. Ich bin stolz, dass wir heute mit neun Spielern Jahrgang 90 und jünger mit vier Reihen fast durchspielen konnten.“ Brittig war sich vor dem Spiel der Schwere der Aufgabe bewusst und erklärt: „Wir wussten, wenn wir sie ins Spiel kommen lassen und wenn sie die Scheiben tief bringen, dann können sie einen Riesendruck ausüben. Das war unser Ziel, dass wir das verhindern. Ich bin froh, dass es heute gegen eine sehr kampfstarke Mannschaft geklappt hat.“

Fast etwas nebensächlich feierte Niki Mondt sein 900. Spiel und freut sich sicher doppelt über den Sieg.

Tore:
0:1 07:44 Daniel Kreutzer (Travis Turnbull, Bernhard Ebner) PP2
0:2 19:37 Manuel Strodel (Andreas Martinsen, Marc-Anthony Zanetti)
1:2 32:19 Carsen Germyn (Karl Stewart, Calvin Elfring) PP1
2:2 39:50 Blaine Down (René Kramer, Daniel Sparre)
2:3 56:40 Marc-Anthony Zanetti (Carl Ridderwall, Travis Turnbull)

Strafen: Straubing 12; Düsseldorf 18
SR: Alfred Hascher, Stefan Vogl; LR: Markku Büse, Christian Höck
Zuschauer: 4.625


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