Tigers gewinnen harten KampfEhrhoff bringt kein Glück

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Während in Krefeld alles im Ehrhoff-Fieber ist, hatte man in Niederbayern ganz andere Sorgen. Berny Keil ist bis zur Verhandlung, die am Montag stattfinden soll, nach seiner Matchstrafe gegen Mannheim gesperrt. Grant Lewis musste, etwas überraschend, als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen. Dazu fehlten Markus Hundhammer und Sandro Schönberger verletzungsbedingt. Bei letzterem könnte die Pause länger ausfallen. Bisher spricht er selbst von einer Innenbandverletzung, schließt im selben Atemzug aber einen Kreuzbandriss nicht aus. Genaueres werden Untersuchungen am Montag ergeben. Für Tyler Beechey war es hingegen die Heimpremiere und die konnte sich durchaus sehen lassen. Auch für Förderlizenzspieler Marcel Brandt war es eine Premiere im Stadion am Pulverturm. „Er ist ein guter Junge der an der Scheibe was kann. Er ist ein Gewinn für die Mannschaft, es wäre schön, wenn er bei uns bleiben könnte“, lobt Carsen Germyn den 20-jährigen.

Zum Spiel meint Germyn: „Nach dem Rückstand mussten wir uns hart zurück kämpfen. Man sieht, dass es dieses Jahr viele Teams gibt, die hart arbeiten. Aber es ist wie letztes Jahr, wir finden Wege, diese Spiele zu gewinnen.“

Spieler nennen es umkämpft, doch schön anzusehen waren weite Strecken des Spieles nicht. Pinguin-Coach Rick Adduono meinte allerdings: „Es war ein tolles Eishockeyspiel.“ Doch vor allem im Mittalabschnitt wünschte man sich eine Taste zum Vorspulen. Nur das Unterzahltor von Germyn verdient eine Wiederholung. Hierbei ist Krefelds Schlussmann Scott Langkow von Schuld nicht ganz freizusprechen. Auch wenn Germyn noch einen Nebenspieler hatte, den es galt im Auge zu behalten, beim Schuss hatte Langkow freie Sicht. Doch Germyn haute ihm die Scheibe durch die Hosenträger. Der Torschütze sah sein Tor jedoch nicht als Wendemarke im Spiel: „Nein, mein Tor war das nicht. Ich denke, wichtiger war das Penaltykilling und ,Cash´. Er hat uns einige Male im Spiel gehalten.“ Adduono vertrat beide Meinungen: „Beide Teams machten in Unterzahl einen guten Job. Aber Straubings Unterzahltreffer machte heute den Unterschied.“ Und weiter: „Straubings Goalie war heute fantastisch.“

Die Lorbeeren von Germyn wollte Jason Bacashihua jedoch nicht ganz annehmen „Es war ein Sieg der Mannschaft. Beide Teams haben sehr hart gekämpft, beide Teams hatten Powerplay-Chancen.“ Das sahen auch beide Cheftrainer. Straubings Dan Ratushny meint: „Krefeld war heute organisiert und hat hart gearbeitet, aber auch unsere Spieler haben hart gearbeitet“. Rick Adduono: „Im ersten und zweiten Drittel haben wir viel Druck ausgeübt und hatten einige Chancen, die wir aber nicht nutzen konnten.“

Über seinen ersten Gegentreffer zeigte sich der US-Boy im Straubinger Gehäuse nicht sehr erfreut. „Das war schon ein saudummes Tor. Aber es zeichnete sich auf beiden Seiten ab, dass die Führung kein normales Tor werden würde. Uns hat es dann eben erwischt.“ Dass sich auch Eishockeyspieler einer Mannschaft nicht immer einig sind, merkt man daran, dass Bacashihua das Tor von Germyn eben doch als Wendepunkt gesehen hat: „Oh ja, das war unglaublich wichtig. Nach dem Treffer lief es immer mehr in unsere Richtung. Wir haben dann alle einen guten Job gemacht. Die Verteidiger haben alles gegeben und unsere Stürmer hatten dann viel mehr Schüsse.“

Dan Ratushny war am Ende mit den Punkten zufrieden, zeigte aber auch gleich einen erkannten Schwachpunkt auf: „Das ist ein wichtiger Sieg für uns, denn nach zwei Niederlagen war das Selbstvertrauen nicht sehr groß. Wir haben noch Probleme damit, Tore zu machen, das wird kommende Woche ein Schwerpunkt im Training werden.“

Tore:

0:1 09:26 Francois Méthot (Mark Voakes)
1:1 33:17 Carsen Germyn (Michael Endraß) SH1
2:1 52:24 Tyler Beechey (René Röthke, Sebastian Osterloh)
3:1 59:32 Blaine Down (Carsen Germyn, Laurent Meunier) EN
3:2 59:52 Francois Méthot (Roland Verwey, Elia Ostwald)

Strafen: Straubing 14; Krefeld 10
SR Georg Jablukov, Brent Reiber; LR Markku Büse, Stefan Volkoski
Zuschauer 4.393