Tigers bleiben im Rennen

Foto: Michael Kinseher - Hockeyshots.deFoto: Michael Kinseher - Hockeyshots.de
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Keine Tore aber ein klasse Spiel sahen die 3.732 Zuschauer im ersten Drittel. Von Anfang an war es eine Partie auf Augenhöhe und man konnte nicht erkennen wo sich die Teams in der Tabelle befinden. Beide Mannschaften agierten sehr diszipliniert so das es nur je eine Strafe gab. Während die Niedersachsen aus der ihren wenig machten brannten die Niederbayern ein kleines Feuerwerk ab. Beide Torsteher hatten aber auch einmal das Glück auf ihrer Seite. Für Wolfsburg rettete der Pfosten, Straubing muss sich bei der Latte bedanken. 

Im Mittelabschnitt spielten die Wolfsburger ihre läuferische Überlegenheit und eine Überzahl aus. Die Führung von Kai Hospelt konnte Dimitri Pätzold nicht mehr verhindern. Straubing war aber nicht chancenlos. Ein zweiter Pfostentreffer und Daniar Dshunussow verhinderten den Ausgleich. Das 2:0 durch Norm Milley war eine schön heraus gespielte Kombination über Sasa Matinovic und John Laliberte, wurde dem Spielverlauf insgesamt aber nicht gerecht. 

Die letzten 20 Minuten begangen vom Eröffnungsbully mit rasanten Straubinger Angriffen. Die Tigers nahmen ihr Herz in beide Hände und kämpften wie die Löwen. In der 45. Minute wurden die Bemühungen dann auch belohnt. Nach einem kurzen Videobeweis fand das Tor von Adrian Foster Anerkennung. Während die Wolfsburger auf ein körperliches einbrechen der Tigers warteten nahmen diese den aufopferungsvollen Kampf an - und es lohnte sich erneut. Michael Bakos erzielte mit den Fans im Rücken den viel umjubelten Ausgleich. 

Damit ging es in die Overtime. Straubing setzte auch hier voll auf Offensive und mobilisierte noch mal alle Kräfte. Bereits nach 40 Sekunden erlöste Calvin Elfring die fiebernden Fans und bescherte  den Donaustädtern den verdienten Zusatzpunkt. 

Auf der Pressekonferenz äußerte sich, der sichtlich angefressene, Pavel Gross: "Es ist schwer hier zu stehen weil wir so was ähnliche vor einer Woche in Hannover erlebt. Wir waren in einem ausgeglichenem Spiel vorne aber das was wir dann erlebt haben war eine kleine Überraschung für uns. Wir haben aus dem Hannoverspiel gar nichts gelernt. Wir sind wieder total passiv geworden. Ich habe schon ein paar Worte in der Kabine gefunden. Wenn wir nicht aufwachen ist die Saison schnell vorbei. Straubing wollte es Heute unbedingt, die haben nie aufgegeben und den Sieg verdient." 

Dean Fedorchuk "Wir haben viel Respekt vor Wolfsburg. Beide Mannschaften spielen mit Druck auf die Scheibe. Im der zweiten Drittelpause habe ich gesagt 'Wir spielen gut aber die Scheibe geht nicht ins Tor. Wir müssen mit Geduld weiter spielen.' Bei dieser Mannschaft ist es egal wie viele Spieler wir haben, die spielen mit so viel Herz. Und nächste Wochen wollen wir genauso weiter machen."

Auf die Frage wie lange die Spieler diesen Kraftaufwand noch durchhalten können meinte Fedorchuk scherzhaft  "Die nächsten sechs Wochen" und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Ernsthaft antwortete er weiter "Wir richten unseren Fokus auf das was wir kontrollieren können. Wir können nicht kontrollieren wie viele Spieler wir haben. Wir müssen dann eben auch mal ganz einfach spielen und alle müssen mitarbeiten. Und alle müssen mit Herz spielen, wie heute."

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