Tiger ohne KrallenStraubing unterliegt Innsbruck mit 0:2

Der Straubinger Trainer Larry Mitchell war nicht amüsiert. (Foto: Imago)Der Straubinger Trainer Larry Mitchell war nicht amüsiert. (Foto: Imago)
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Dabei hatten die Tigers den besseren Start ins Spiel gegen die Innsbrucker Haie, das mit 0:2 (0:1, 0:0, 0:1) verloren ging. Bereits nach wenigen Minuten hatte Mike Connolly die erste dicke Chance. Innsbruck hatte wenig vom Spiel und lief oft hinterher. Doch auch Adam Mitchell und Steven Zalewski vergaben beste Möglichkeiten. In der elften Minute gab es die erste Strafe die Hausherren. Tommy Brandl erlaubte sich einen Stockcheck und bekam dafür die Quittung. Wenig später verursachte Dylan Yeo auch noch einen Penalty, als er Ondrej Šedivý regelwidrig bearbeitete. Šedivý scheiterte allerdings an einem nun mehr beschäftigten Matt Climie. Kurz darauf war aber auch er machtlos. Verteidiger-Riese Kristián Kudroč (2,01m) zog mächtig von der blauen Linie ab und Tyler Spurgeon fälschte unhaltbar ab. Straubing arbeitete weiter, doch das Glück war auch Jeremy Williams und Niki Hartl nicht hold.

Auch der zweite Abschnitt begann mit einer Chance von Connolly, der neben Climie bester Straubinger war. Doch ihm gelang, wie auch keinem anderen Straubinger, ein Tor. Innsbruck spielte mit und man sah eine Partie auf Augenhöhe, aber auf niedrigem Niveau. Die Partie lebte viel von der Spannung. Highlight des Mitteldrittels war ein kleiner Faustkampf zwischen dem furchtlosen Mike Cornell, der sich mit dem zwei Köpfe größeren Kristián Kudroč austauschte. Cornell lag zuerst am Boden, doch gut Kirschenessen scheint mit dem neuen Tigers-Verteidiger nicht zu sein. Dafür gab es dann auch lob von Coach Larry Mitchell.

Keine zwei Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, da bediente Austin Smith Tyler Spurgeon und der HCI erzielte seinen zweiten Treffer. Straubing-Coach Larry Mitchell hatte hier seine Reihen schon komplett durcheinandergewürfelt, doch einen Fortschritt brachte auch das nicht. Von aufbäumen keine Spur. Im Gegenteil, bei den Hauherren ging immer weniger. Nicht wunderlich, dass ein Zuschauer rief: „Wenn ihr nicht wollt, dann geht duschen!“ Harte Worte, doch auch das Powerplay hätte man ohne Stadionuhr kaum erkannt. Mitchell, darauf angesprochen, meinte: „Die Zuschauer können rufen, was sie wollen, letztendlich versuche ich meinen Job zu machen, aber kein Zuschauer, kein Spieler, kein Trainer und kein Journalist darf mit 50 Prozent zufrieden sein. Mehr war das heute nicht.“

Dem Spiel entsprechend fand Tiger-Trainer Mitchell die passenden Worte. „Man wünscht sich als Trainer, dass man sich in der Vorbereitung steigert. Dabei stehen die Ergebnisse nicht im Vordergrund. Nachdem wir uns in Woche zwei erheblich gesteigert haben, haben wir heute mehr als einen Schritt in die falsche Richtung gemacht.“ Dabei waren die Chancen durchaus da. „Wir haben 52 Torschüsse gehabt. Wir können Chancen produzieren, aber wir müssen besser mit unseren Chancen umgehen. Was mich stört sind die vielen Turnovers. Das ist nicht erfreulich, wie wir uns heute präsentiert haben.“ Dabei sind heute einige Spieler in Ungnade gefallen. Mitchell sagt: „Wir haben Spieler die letzte Saison Schlüsselspieler waren, die, wenn ich das Spiel heute betrachte, unsere schlechtesten Spieler sind.“ Daraus dürften sich Konsequenzen ergeben. „Obwohl das nur Vorbereitung ist, lässt sich das nicht so hinnehmen. Einige Spieler, die heute eine gute Leistung abgerufen haben, wie ein Mike Connolly, wie ein Adam Mitchell werden sich sicher wieder in den vorderen Reihen finden. Andere werden jetzt einen Platz bekommen, wo sie sich wieder nach oben arbeiten müssen.“

Ein kleiner Lichtblick war tatsächlich Adam Mitchell. Die Reihe Hedden-Zalewski-Mitchell funktionierte im ersten Spiel im Gäubodenvolksfest-Cup recht gut und auch heute ließ der Coach so anfangen. Nach dem zweiten Abschnitt wurden die Reihen aber radikal umgestellt. „Es hat auch die ganze Woche im Training gut gepasst.“

Tore: 0:1 (13.PP) Tyler Spurgeon (Kristián Kudroč, Lubomír Štach), 0:2 (42.) Tyler Spurgeon (Austin Smith). Schiedsrichter Roland Aumüller, Willi Schimm; Linienrichter Lubos Thür, Norbert van der Heyd. Strafen Straubing 16, Innsbruck 18.

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