Tiger geben Matt DeMarchi einen Korb

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Die Straubing Tigers werden ihre zwölfte Ausländerlizenz nicht an den US-Amerikaner Matt DeMarchi, der eine Woche lang im Trainingsbetrieb getestet wurde, vergeben. Der Defensivverteidiger fiel bei den Verantwortlichen um Trainer Erich Kühnhackl durch: „Der Spieler muss uns helfen. Nach unserer Anschauung kann er keine führende Rolle in der Verteidigung ausfüllen.“

 

Damit gehen die Bemühungen um neues Personal beim DEL-Neuling weiter. Die Fühler strecken die Gäubodenstädter momentan nach deutschen U25-Verteidigern aus. „Wenn wir einen geeigneten Spieler finden, dann könnten wir als Kontingentspieler noch einen Mittelstürmer holen“, erklärt Erich Kühnhackl. Auf der Suche nach einem geeigneten Ausländer sei Geschäftsführer und Sportlicher Leiter Jürgen Pfundtner bereits tätig geworden: „Er hat sich über einige Spieler erkundigt, es sind aber noch lose Gespräche.“

 

Nach Möglichkeit sollen Neuverpflichtungen kurzfristig getätigt werden. Erich Kühnhackl sagt zu den Nachbesserungen im Kader: „Wir müssen nicht unbedingt, aber wir wollen. Ein guter Verteidiger und ein Mittelstürmer würden uns helfen. Die Spieler müssen aber jetzt kommen und nicht erst im Januar.“

 

Noch ohne Neuverpflichtungen, aber wieder mit dem zuletzt angeschlagenen Angreifer Jason Dunham nehmen die Straubing Tigers am Wochenende die Partien in Ingolstadt und zuhause gegen Iserlohn in Angriff. „Ich gehe mit einem guten Gefühl in die beiden Spiele“, sagt Erich Kühnhackl.

 

Das in dieser Saison bereits dritte Derby gegen den ERC Ingolstadt ist für ihn am Freitagabend kein Spiel, das angesichts der klaren Außenseiterrolle bereits abgehakt sein sollte: „Wir haben Ingolstadt schon einmal geschlagen. Je höher Motivation und Emotion, desto stärker wird der Auftritt der Mannschaft sein.“ An Emotion sollte es für die Tigers in der sicherlich vollen Ingolstädter Arena nicht mangeln.

 

Für Diskussion sorgten zuletzt die immer wieder auftretenden Leistungsschwankungen der Tigers. Diese sind für den Coach auch eine Kopfsache und nicht alleine auf die anhaltende Fitnessdebatte zu reduzieren: „Es gibt mehrere Punkte, die hier zusammenkommen. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass die Mannschaft in einem schlechten Zustand wäre. Wir müssen in jedem Spiel mehr als hundert Prozent bringen, um eine Chance zu haben. Ingolstadt gewinnt auch einmal ein Spiel, ohne an das Limit gehen zu müssen.“

 

Deshalb wird viel von der Einstellung der Akteure auf dem Eis abhängen. Verteidiger Calvin Elfring fordert vor den anstehenden Aufgaben jedenfalls: „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und das in beiden Partien an einem Wochenende.“ Erich Kühnhackl unterstreicht dazu: „Ich erwarte, dass jeder noch mehr kämpft. Bei uns muss jeder Spieler alles machen und seine Leistung auf das Eis bringen.“ Dazu gab es an der Donau in den letzten Tagen auch das ein oder andere Spielergespräch.

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