Thomas Sabo Ice Tigers ehren Steven ReinprechtEine Legende tritt ab

Tränen in den Augen der Nürnberger Legende Steven Reinprecht. Das Banner mit seiner Rückennummer 28 hängt bei den Thomas Sabo Ice Tigers nun unter dem Hallendach. (Foto: Philippe Lotz/www.facebook.com/photography.weitwinkel)Tränen in den Augen der Nürnberger Legende Steven Reinprecht. Das Banner mit seiner Rückennummer 28 hängt bei den Thomas Sabo Ice Tigers nun unter dem Hallendach. (Foto: Philippe Lotz/www.facebook.com/photography.weitwinkel)
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Zunächst ein paar trockene Zahlen aus der beeindruckenden Karriere von Steven Reinprecht: Ungedraftet, 650 NHL-Hauptrundenspiele, 50 Play-off-Spiele (140 Tore, 242 Vorlagen), in seiner Rookie-Saison 2001 mit Colorado Stanley-Cup-Sieger, 2003 Weltmeister mit Kanada, 2005 Meister in Frankreich mit Mulhouse während des Lockouts der NHL, Topscorer der DEL-Saison 2014/2015 mit 67 Punkten (21 Tore, 46 Vorlagen)

Sein Einstand in Nürnberg verlief optimal, denn gleich im ersten Spiel gegen die Düsseldorfer EG machte er sein erstes Tor. Steven Reinprecht war dafür bekannt, Tore mit der Rückhand zu erzielen, weshalb Sebastian Böhm, Sportredakteur der Nürnberger Nachrichten, ihn in seinem Buch „111 Gründe die Ice Tigers zu lieben“ die „Rückhand Gottes“ nennt. Treffender kann man es nicht ausdrücken.

Die Fans in Nürnberg liebten ihr nicht nur für seine Tore, sondern auch, vielleicht auch vor allem für die Art Mensch, die er ist. Er nahm sich immer viel Zeit für Autogramme, sprach oft und viel mit den Fans nach dem Spiel und zum Training, ganz gleich bei welcher Witterung, kam er öfter mit dem Fahrrad als mit dem Auto, denn „meine Frau braucht das Auto dringender als ich“, soll er einmal gesagt haben.

Das sechste Play-off-Spiel gegen Berlin am 8. April 2017 war Reinprechts letztes Spiel im Trikot der Ice Tigers, dies hatte sich lange vor der offiziellen Bekanntgabe auf der Saisonabschlussfeier angedeutet. Aufgrund einer Rückenverletzung kam er auf lediglich 28 Saisonspiele und elf Play-off-Spiele.

Eben auf jener Abschlussfeier hatte er seine Entscheidung unter Tränen den anwesenden Fans mitgeteilt, doch kurz darauf brandete Jubel auf, denn es wurde verkündet, dass die Nummer 28 in Zukunft nicht mehr vergeben wird und mit einem entsprechenden Banner unter das Hallendach gezogen wird.

Zu Ehren ihres ehemaligen Teamkameraden, liefen die Spieler der Ice Tigers im Heimspiel gegen den EHC Red Bull München am 7. Dezember, das mit 4:1 gewonnen wurde, während des Warm-Ups alle mit der Nummer 28 auf. Auf den Spieltrikots war zudem ein besonderer Aufnäher mit der Nummer 28 angebracht.

Um 19.20 Uhr war es dann soweit, das Rednerpult steht auf dem Eis und Steven Reinprecht betritt unter großem Jubel des Publikums das Eis. Seine Familie wartet hier bereits auf ihn, seine beiden mitgereisten Kinder hatten das Banner aufs Eis gebracht.  Nach der Begrüßung durch Ice-Tigers-Geschäftsführer Wolfgang Gastner war es am Ehrengast, das Mikrofon zu übernehmen. Er bedankte sich bei seiner Frau, die die letzten 20 Jahre die Umzüge und Schulen für die Kinder gemanagt hat. Er sei stolz auf seine Kinder, sagte er, sehr stolz. Auch bei Thomas Sabo, der sich „fürs Eishockey einsetzt wie kein anderer“, fand er lobende Worte. Seine ehemaligen Reihenkollegen fanden ebenso Erwähnung, bei Patrick Reimer brandete erneut Jubel auf, die Erwähnung von Yasin Ehliz fiel nicht ganz so herzlich aus.

Neben der nun neu „hochgezogenen“ Nummer 28 werden in Nürnberg die Nummern 4 (Müller), 7 (Geddes) und 12 (Jiranek) nicht mehr vergeben.

Philippe Lotz

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