„The Heat“ und die Ice Tigers sind „on“Erfolgreiches Heatley-Debüt

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Die Fans wollten Dany, Dany wollte spielen. Beide Wünsche wurden am Sonntag erfüllt. Endlich! Gespannt hatte das Nürnberger Publikum auf den besonderen Neuzugang gewartet, der schließlich neugierig gemustert wurde. Jede Aktion, jeden Spielzug des ehemaligen NHL-Stars verfolgten die 4.312 Zuschauer. Kein leichtes Unterfangen für den 34-jährigen Deutsch-Kanadier.

Heatley kam, sah und traf

Doch das Schicksal meinte es gut mit ihm. Gut neun Minuten waren gespielt, als der Mann mit der Nummer 15 seine nächste Premiere feierte: sein erstes DEL-Tor. Nachdem Patrick Reimer in einer Überzahlsituation von der blauen Linie abgezogen hatte und Grizzlys-Keeper Sebastian Vogl die Scheibe abprallen ließ, war Heatley zur Stelle. Genau im richtigen Moment, so dass er den Puck nur noch hinter die Linie schieben musste. „Es war ein sehr leichtes Tor“, gesteht Heatley. Seine ganz persönliche Torhymne bekam er dennoch. „The Heat Is On“ hallte durch die Arena und krönte den Führungstreffer – nichts Neues für ihn und seine Ice-Tigers-Kollegen. „Das kommt auch öfter in der Kabine, dass der Heat jetzt on ist“, schmunzelt Reimer, „aber wir haben Spaß und ich denke, er hat es definiv auch.“ Hat er. Und der 5:2-Triumph gegen Wolfsburg sei ein prima Einstand gewesen.

Zwei Assists, zwei Tore und ein Jubiläum

Bereits in der Saison-Vorbereitung hatten die Raubkatzen die Grizzlys bezwungen. Mit 6:3 ging das Match damals beim Bietigheimer Ice Cup an die Franken. Pavel Gross erinnert sich: „Wir haben uns das Spiel vom August noch einmal richtig angeschaut und haben gesehen, wie die Nürnberger ihre Tore schießen.“ Letzteres mussten der Grizzlys-Cheftrainer und sein Team am Sonntag im Tigerkäfig erneut. Dabei hatten sich die Niedersachsen nach der Heimniederlage gegen München mehr vorgenommen. Nur teilweise sei ihnen das laut Gross gelungen.

Schlecht war das Spiel der Gäste in der Tat nicht. Nach der 2:0-Führung der Ice Tigers holten die Wolfsburger auf, so dass es bis zur Hälfte des letzten Drittels 2:2 stand. Doch dann drückten die Gastgeber den Reset-Knopf. „Wir haben einen Weg gefunden, den Sack zuzumachen“, ist Patrick Reimer mit der Schlussphase und dem Ergebnis zufrieden. Nicht zuletzt, da der Nürnberger Kapitän einen gehörigen Anteil daran hatte. Zu seinen beiden Vorlagen schoss er mit dem 3:2 sein 249. und mit dem 4:2 schließlich sein 250. DEL-Tor. Doch Reimer ist bescheiden. Natürlich sei es schön, wenn man seinen Beitrag zu den Siegen leisten kann, „aber am Ende zählt nur, was die Mannschaft erreicht. Und wenn wir gewinnen, kann ich auf alles andere verzichten.“

Jenike allein im Tor

Verzichten müssen die Ice Tigers derzeit noch auf Stürmer Steven Reinprecht, der laut Martin Jiranek möglicherweise am 9. Oktober in Straubing sein „Comeback“ feiert – und auf einen neuen Torhüter. Ein deutscher Keeper soll es sein. Doch die Suche nach diesem gestaltet sich schwierig. Die Gespräche mit Rob Zepp wurden auf Eis gelegt. Und ein ausländischer Goalie sei laut Jiranek die letzte Option. Noch hält der Nürnberger Sportdirektor an Andreas Jenike fest. Allerdings weiß er auch, dass der 27-Jährige keine 52 Spiele absolvieren kann. Früher oder später muss also ein weiterer Torhüter her.

Die Tore im Überblick:

1:0 (10.) Heatley (PP1, Reimer, Murley)
2:0 (12.) Steckel (Segal, Joslin)
2:1 (18.) Widing (Furchner, Haskins)
2:2 (29.) Haskins (Widing, Furchner)
3:2 (48.) Reimer (Ehliz, Murley)
4:2 (58.) Reimer (Printz, Ehliz)
5:2 (60.) Ehliz (EN, Reimer, Fraser)

Strafen: Nürnberg 8, Wolfsburg 10

Schiedsrichter: Hascher, Schukies

Zuschauer: 4.312