Teamcheck Grizzly Adams Wolfsburg: Wer füllt die Lücke von Magowan?

Grizzly Adams Wolfsburg - Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.deGrizzly Adams Wolfsburg - Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de
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Wer beerbt Jochen Reimer?

Auf der Goalie-Position wird man von Coach Pavel Gross und dessen Assistenten Mike Pellegrims keine großen Experimente erwarten dürfen. Aller Voraussicht nach wird Daniar Dshunussow zwischen den Pfosten stehen und sein Bestes geben, um den Abgang von Jochen Reimer zu kompensieren.

Durch die Verpflichtung von Lukas Lang, welcher vom Liga-Konkurrenten Adler Mannheim kam, wird der Konkurrenzkampf jedoch sicherlich angeheizt. In der Vorbereitung wechselten sich beide Akteure noch fair ab, doch Lang gab sich schon kämpferisch, dass er sehr hart für den Platz im EHC-Tor arbeiten werde - und schon jetzt sei der Wechsel in die VW-Stadt eine gute Entscheidung gewesen. In der vergangenen Saison wechselten sich Dshunussow und Reimer ab und führten am Ende der Saison mit über 93 Prozent gehaltener Schüße die Liste der Top-Torhüter an.

Spieler Nummer Drei im Bunde, Martin Fous, muss gehöriges Glück haben, falls es zu einem Einsatz im Team reichen sollte. Mit Förderlizenz ausgestattet, wird er primär beim Oberligist Kassel Huskies zum Einsatz kommen.

Junge Dynamik in der Verteidigung

Betrachtet man die Abwehrreihen der Grizzly Adams, so fällt auf, dass der Amerikaner Blake Sloan der einzige Akteur jenseits der 30-Jahre-Marke ist. Von den restlichen sechs Spielern ist keiner älter als 26 Jahre. Außerdem hat Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf seine Ankündigung wahr gemacht und lässt drei ausländische Verteidiger auflaufen. Viele Blicke werden sich zu Beginn der Saison auf den Kanadier Nathan Paetsch richten, welcher zwar nur aus der AHL kommt, aber bereits auf eine Erfahrung von über 160 NHL-Spiele zurückblicken kann. Fliegauf lobt seine Verpflichtung in höchsten Tönen und nennt nicht nur seine läuferischen Fähigkeiten oder sein Aufbau-Spiel als eine klare Stärke seines Schützlings, sondern sieht ihn auch im Überzahl-Spiel eine Schlüsselrolle einnehmen. Bleibt den Adams nur zu wünschen, dass Paetsch nicht wie in der vergangenen Spielzeit durch Verletzungen ausgebremst wird, sondern die Spielzeit sorgenfrei absolvieren kann.

Neben Benedikt Schopper, ehemals Krefeld Pinguine, verpflichtete Wolfsburg mit Benedikt Kohl einen Verteidiger aus den Reihen der Augsburger Panther. Während Schopper vor allem mit seiner Statur und Erfahrung für Präsenz auf dem Eis sorgen soll, sehen die Verantwortlichen in Kohl die Zukunft in Sachen deutsche Verteidigung. Trotz seiner erst 23 Jahre durfte er schon in der A-Nationalmannschaft unter Uwe Krupp sein Debüt geben und blickt bereits jetzt auf eine DEL-Erfahrung von über 150 Spielen und insgesamt 41 Punkten, neun Tore und 32 Assists, zurück. Altbekannte Gesichter wie Robbie Bina und Christopher Fischer werden die Verteidigungsreihen komplettieren. Der 22-jährige Armin Wurm wird aller Voraussicht nach wieder neben Blake Sloan auflaufen, neben welchem er in der vergangenen Saison sich stetig weiter entwickelte und am Ende eine +15 in der Plus-Minus-Statistik aufweisen konnte.

Der Sturm - ein großes Fragezeichen?

Ein großes Erbe treten die Mannen für die Offensive rund um Nationalspieler Kai Hospelt an: Es geht darum, die entstandende Lücke durch den Abgang des letztjährigen Torschützenkönig der Play-offs, Ken Magowan, zu füllen. 50 Spiele bestritt der Kanadier in der vergangenen Saison in Wolfsburg, verbuchte dabei neben 31 Toren auch 25 Assists und war somit maßgeblich am Erfolg des Teams beteiligt. Jetzt stürmt er für den Liga-Konkurrenten Mannheim und hinterlässt ein Fragezeichen in Wolfsburg.

Potentielle Stürmer haben Fliegauf und sein Team auf jeden Fall verpflichtet, wie Beispielsweise David Laliberté, der mit seinen jungen 25 Jahren nicht nur in der AHL, sondern auch schon kurzzeitig in der NHL Luft schnuppern konnte. Fliegauf sei selbst überrascht gewesen, als man Laliberté angeboten bekam, schließlich sei er, wie auch schon Magowan, ein schwer zu verteidigender Angreifer, der dorthin gehe, wo es weh tue. Der Kanadier ist übrigens nicht mit dem amerikanischen Pendant bei den Wolfsburgern, John Laliberte, verwandt.

Gespannt sein darf man auch auf einen weiteren Neuzugang - André Huebscher, der trotz seiner 22 Jahre schon bereits über 200 DEL-Spiele auf dem Buckel hat und nach seinem Sprung aus der Jugend Krefelds zu den Krefeld Pinguinen sich zu einem der Stammspieler avancierte. Vergangene Saison verpflichteten ihn der ERC Ingolstadt und ließ Huebscher bei den Landshut Cannibals in der zweiten Liga Spielpraxis sammeln. Ein Jahr hat die Nummer 61 Zeit, sich bei Wolfsburg zu beweisen.

Auf die erfahrenen Stürmer wird es ankommen, wenn man den Erfolg vom Vorjahr wiederholen will. So muss nicht nur ein Kai Hospelt seine 36 Punkte aus 61 Partien wiederholen, sondern auch ein Tyler Haskins sollte die Leistung seiner DEL-Debütsaison aus dem vergangenen Jahr abrufen. Da gelangen dem Amerikaner in 58 Paarungen ganze 48 Punkte, so dass er sich unter die Besten Fünf in der Plus-Minus-Statistik reihen konnte.

Die Buchmacher von HAMSTERbet räumen den Grizzly Adams durchaus Chancen zur Meisterschaft ein. Mit einer Quote von 6 (60 für 10) gehören sie zu den Top 3 der Titelanwärter.


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