Team für Team zur Halbzeit in der Deutschen Eishockey Liga 2/2Saisonhalbzeit

Spitzenreiter der DEL - Die Kölner Haie Foto: Andreas DickSpitzenreiter der DEL - Die Kölner Haie Foto: Andreas Dick
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Hannover Scorpions – Graue Maus der Liga

Solide, nicht spektakulär. Ausgeglichen, nicht herausragend. Auch was Tore und Gegentore angeht, befinden sich die Scorpions im Mittelfeld der Liga. Nur in einer Statistik sind sie top. Die Hannoveraner sind das fairste Team der DEL. Neben diesen Topwert, kann man mit DEL-Rückkehrer Ivan Ciernik auch einen Top-Stürmer in Reihen der Niedersachsen bewundern. Der Weg zum Erfolg geht jedoch nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung. Bisher klappt das ganz gut. Wenn man nach der Hauptrunde in den Pre-Play-offs steht, nimmt man den Titel der grauen Maus sicher dankend an. Verletzungen und Ausfälle kann man sich aber kaum erlauben, dann könnte es auch wieder unter den roten Strich gehen.

Eisbären Berlin – So einen Umbruch wünschen sich viele

Drei Spieler unter den Top-Ten-Scorern der Liga und die meisten geschossenen Tore. Ein Umbruch mag im Team stattfinden, doch wer in einer Umbruchphase so gut da steht, der kann nicht so viel falsch gemacht haben. Zudem haben sie sich mit Daniel Briére und Claude Giroux hochkarätige NHL-Verstärkung an die Spree geholt. Doch stopp, so richtig gut in Fahrt sind die Eisbären erst seit eben diesen Verstärkungen. Spannend wird sein was passiert wenn der Lockout endet. Inzwischen dürften sie aber genug eingespielt sein, um auch ohne die NHL-Stars oben mithalten zu können. Das Halbfinale dürfte machbar sein, einen neuerlichen Titelgewinn traut den Berlinern bisher aber nur der eigene Anhang zu.

ERC Ingolstadt – Bereit für den großen Wurf?

Nach aktueller Lage, eher nicht. Trotzdem hat Ingolstadt alles um eine Meisterschaft zu gewinnen. Eine gute Defensive, treffsichere Stürmer und zwei solide Torleute, deren Statistiken sich nur in der zweiten Nachkommastelle unterscheiden. Das es für den großen Wurf aber wohl nicht reichen wird, liegt nicht an den Ingolstädtern, sondern eher daran, dass es einige gibt, die im Sommer noch besser gearbeitet haben. Aber wer weiß, ab den Play-offs ist bekanntermaßen alles möglich, denn die direkte Qualifikation für das Viertelfinale ist mehr als machbar.

Krefeld Pinguine – Wenn´s läuft, dann läuft´s

Die Pinguine sind das Überraschungsteam der bisherigen Saison. Aktuell befindet sie sich in einer schon acht Spiele anhaltenden Siegserie. NHL-Star Christian Ehrhoff hat zwar seinen Anteil daran, doch auch Francois Méthot, Herberts Vasiljevs und vor allem Boris Blank sammeln Punkte um Punkte. Außerdem ist Goalie Scott Langkow eine Bank, denn nur ein Team kassiert weniger Tore. Coach Adduono wollte vor der Saison die Play-offs erreichen, momentan befinden sie sich auf dem besten Wege dahin. Platz 5 oder 6 sind keine Utopie.

Hamburg Freezers – Eiskalte Nordlichter

Diese Freezers sind wahrscheinlich das beste Hamburger Team das je in der DEL angetreten ist. Wobei der Erfolg viele Namen hat. Einer davon ist Coach Benoît Laporte, der sich im Sommer ein echtes Siegerteam bastelte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Hanseaten sind aktuell die heimstärkste Truppe der Liga. Und da es auf dem Eis sowohl vorne als auch hinten klappt, ist die Top-Platzierung keine allzu große Überraschung mehr. Bisheriges Highlight dürfte der 7:1 Kantersieg gegen die Kölner Haie gewesen sein. Spannend ist eigentlich nur noch die Frage, wer der Halbfinalgegner der Hamburger sein könnte.

Adler Mannheim – Verstärkung auf den Punkt

Die Adler haben im Sommer nicht besonders viel geändert und eher vielversprechende Deutsche Nachwuchsspieler verpflichtet. Grund um hektisch Spieler zu wechseln hatte man nicht, standen sie doch im Finale und sind dort nur äußerst knapp gescheitert. Der Kracher im Sommer war Keeper Dennis Endras, der momentan zwar kein Übertorwart ist, aber trotzdem seinen Anteil am bisherigen Saisonverlauf hat. Viel größer ist der Anteil von Stürmer Yanick Lehoux, ihm kann zurzeit keiner das Wasser reichen. Das alles in Verbindung mit den Lockout-Spieler Marcel Goc, Dennis Seidenberg und Jason Pominville ist ein sehr ordentliches Paket. Und jetzt kommt auch noch Jochen Hecht. Insgesamt dürfte der Weg zur Meisterschaft diese Saison auf jeden Fall über die Adler führen.

Kölner Haie – Wer braucht schon NHL-Spieler?

Während sich die direkte Konkurrenz mit NHL-Spielern eindeckt, verschwendet Uwe Krupp nicht eine Lizenz an einen Spieler, von dem man nicht weiß wie lange er bleiben kann, oder will. Aber nicht weil er dann nicht mehr nachverpflichten kann, sondern weil er nicht will. Bisher haben die Haie erst acht Ausländerlizenzen vergeben und können somit immer noch auf nicht zu erhoffende langfristige Ausfälle reagieren. Trotzdem erreicht man in nahezu allen Statistiken Topwerte. Auch in Zeiten in denen es nicht so rund läuft, wie eine vier Spiele anhaltenden Niederlagenserie oder eine böse Klatsche bei den Freezers, bewahren sie Ruhe und zeigen mentale Stabilität. Die Haie haben diese Saison messerscharfe Zähne.

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