Tatort in der SAP Arena

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Von der ersten Minute an entwickelte sich ein rasantes Kampfspiel, ein offener Schlagabtausch mit einem frühen Torerfolg für die Adler in der zweiten Minute durch Yannick Seidenberg. Nun beflügelte Mannheimer und vom Führungstreffer der Adler nicht beeindruckte Kölner spielten das Spiel mit gleicher Intensität weiter. Vier Minuten später konnten die Haie durch Matt Pettinger ausgleichen. Weiterhin keine Zeit zum Luft holen für die Zuschauer. Nach einem fairen Check von Dennis Reul meinte – Nomen est Omen - Brett Breitkreuz Reul zur Ordnung rufen zu müssen, erst flogen Helme und Handschuhe, dann die Fäuste. Der Schiedsrichter schickte beide 2+2+10 Minuten auf die Strafbank und weiter ging es mit diesem absolut sehenswerten Spiel. Es gab noch mehrere Chancen auf beiden Seiten, incl. Latten – und Pfostentreffer für beide Mannschaften, ein Tor fiel aber nicht mehr im ersten Drittel.

Die Haie aus Köln begannen das zweite Drittel in Überzahl, resultierend aus einer Strafe gegen Mannheim sechs Sekunden vor Ende des ersten Drittels. Das half Köln in Schwung zu kommen, die Adler gerieten unter Druck. Die Defensive der Adler schwamm, ging aber nicht unter, im Gegensatz zu manch anderen in dieser Saison gesehenen zweiten Dritteln. Eine Überzahl für Mannheim in der 31. Minute nutzten die Adler, sich aus der Umklammerung zu befreien und heute ein Muster an Effektivität, was das Ausnutzen von Torchancen angeht, zum 2:1 durch Methot. In der 35. Minute dann Teil 1 der Mario Scalzo Gala am heutigen Abend. Er bereitete das 3:1 mit einem sehenswerten Pass vor, und schoss den Rückpass für Danny aus den Birken unhaltbar ins Tor. Die Haie, nicht gewillt in Mannheim unter zu gehen, erhöhten den Druck, der zu einer Strafzeit gegen Mannheim führte, Jason Jaspers nutzte diese zum 3: 2 in der 36. Minute. Wer befürchtete, die Adler würden nun die Flügel hängen lassen, war ob der Darbietungen auf dem Eis überrascht. Sie stellten die Haie vor einige Probleme, leider ohne den möglichen Torerfolg verbuchen zu können.

Das änderte sich auch in den ersten Minuten des dritten Drittels nicht. In Minute 46 dann Teil 2 der Mario Scalzo Gala. Mit der Jungadler Reihe auf dem Eis, die auch gestern Abend wieder für viel Wirbel sorgte, schnappte er sich in der neutralen Zone den Puck, umkurvte die halbe Mannschaft der Haie und traf zum 4:2 – Anwartschaft auf das Tor des Jahres garantiert. Dieser Treffer setzte nun bei den Haien Kräfte frei, die Adler hingegen wirkten langsam müde und agierten teilweise unkonzentriert. Die Folge war das 4: 3 durch Lee in der 53. Minute und nach einer vogelwilden Szene vor dem Tor der Adler, in der sie die Spielsituation nicht klären konnten, das 4: 4 in der 60. Minute, wiederum durch Lee. Da die Verlängerung keine Veränderung des Spielstands brachte, musste das Penaltyschießen entscheiden, dass Plachta zu Gunsten der Adler entschied.

Wichtige zwei Punkte für die Adler, die sich gegenüber den letzten Spielen verbessert präsentierten. Die erste Reihe um Steven Reinprecht, Niko Dimitrakos und gestern Craig MacDonald hat sichtbares Potential und ermöglicht konzentrierteres bündeln der Kräfte in Reihe zwei und drei, was gestern auch zum Erfolg geführt hat. Die Adler sind damit qualitativ besser aufgestellt und taktisch vom Gegner schwerer auszurechnen. Vielleicht hilft das zu mehr Erfolg und über den Erfolg zur Stabilisierung des nötigen Selbstbewusstseins.

Zu sagen, die Haie haben sich ihren Punkt redlich verdient, wäre ungerecht. Das Spiel hätte durchaus zu Gunsten der Kölner ausgehen können und es hat gestern Abend einfach der Glücklichere gewonnen.








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