Talfahrt gestoppt – Hamburg gewinnt in Frankfurt

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Die Hamburg Freezers haben nach zuletzt sechs sieglosen Spielen wieder gewonnen. Bei schwachen Frankfurt Lions siegten die Freezers mit 3:2 nach Verlängerung. Wenn Ian Gordon im Tor der Lions und der erst 17-jährige Thomas Oppenheimer die besten Spieler sind, ist die Geschichte aus Sicht der Lions gegen die Hamburg Freezers eigentlich schon erzählt. Der Torhüter der Lions verhinderte bereits im ersten Drittel mehrfach einen Führungstreffer der Hamburger, als er zunächst einen Alleingang von Brad Smyth glänzend abwehren konnte, und wenig später einen Distanzschuss von Fortier ebenfalls sicher hielt. Im Mitteldrittel war es weiter der Schlussmann, der die Lions im Spiel hielt. Als Peacock und Bresagk unaufmerksam den Hamburger Fortier laufen ließen, blieb Gordon erneut Sieger in einer eins gegen eins Situation.



Nach 29 Minuten war dann aber auch Gordon geschlagen. In Überzahl hatte Martin Walter geschossen, Gordon diesen ersten Schuss noch halten können, gegen den Nachschuss von Beaucage war er aber machtlos. Kurz vor Drittelende vertändelte Lions Verteidiger Armstrong bei eigener Überzahl den Puck an Barta, der penaltyähnlich auf Gordon laufen konnte, bei seinem Schuss aber an der Querlatte scheiterte. Von den Lions war in den ersten 40 Minuten nur wenig zu sehen. Die beste Chance hatte Pat Lebeau, als bei einem Konter in Unterzahl an Rousson scheiterte.



Ansonsten war das erneut ein ganz schwacher Heimauftritt der Lions. Spieler wie Taylor, Kelly, Armstrong, Lebeau, Peacock oder Ulmer laufen ihrer Form meilenweit hinterher. Einziger Lichtblick war der erst 17-jährige Thomas Oppenheimer. Beim letzten Spiel hatte er sein erstes DEL-Tor erzielt, und auch gegen Hamburg hatte er viele gute Aktionen. So auch beim zwischenzeitlichen Ausgleich der Lions, als er gemeinsam mit Krzestan dem Torschützen Bassen den Puck auflegte. Die Freezers gerieten nun kurzfristig unter Druck, befreiten sich dann aber in Person von Patrick Boileau, der unhaltbar für Gordon zum 2:1 einschoss.



In der Folgezeit versäumten es die Freezers bei zwei Überzahlspielen den Sack zu schließen. Hier agierten sie nicht konsequent genug und brachten die Lions zurück ins Spiel. Zwei berechtige Hinausstellungen gegen Hamburg bescherten den Lions in der Schlussphase ein fünf gegen drei Powerplay. Trainer Chernomaz nahm eine Auszeit und schien vor allem Podhradsky geimpft zu haben, aus allen Lagen aufs Tor zu feuern. Der Slowake beherzte dies und nach seinem fünften Versuch, war Ulmer zur Stelle, und staubte zum 2:2 ab. Mit diesem Remis ging es in die fünf minütige Verlängerung, in der Smyth bereits nach wenigen Sekunden die Großchance besaß, das Spiel zu beenden. Aus spitzem Winkel verfehlte er das Tor nur knapp. Eine Minute später war es aber doch passiert. Alexander Barta setzte sich gegen die komplette Hintermannschaft der Lions durch, und erzielte den verdienten Siegtreffer für die Freezers.



Lions Trainer Rich Chernomaz äußerte sich nach dem Spiel sehr enttäuscht: „Tut mir leid, wir haben nicht gut gespielt. Unser Zweikampfverhalten war schlecht, und unsere erfahrenen Spieler haben sehr enttäuscht. Es war bezeichnet, dass unsere 4.Reihe am auffälligsten war“.



Mike Schmidt freute sich über zwei Punkte und ärgerte sich nur ein wenig über den einen verlorenen Punkt. „Ich bin sehr glücklich, dass wir endlich mal wieder gewonnen haben. Kompliment an alle Spieler“, so der Trainer nach dem Spiel.



Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Ian Gordon

Tore:

0:1 (28:31) Beaucage (Walter, Gratton) 5-4 PP

1:1 (42:40) Bassen (Krzestan, Oppenheimer)

1:2 (45:20) Boileau (Letang)

2:2 (57:25) Ulmer (Podhradsky, Peacock) 5-3 PP

2:3 (61:29) Barta (Brandner, Letang)



Strafminuten: Lions: 20 Minuten

Hamburg: 18 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Benoit Gratton


Schiedsrichter: Alfred Hascher


Zuschauer: 5.115



(Frank Meinhardt)

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