Taktische Meisterleistung: Straubing besiegt den Meister

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Straubing konnte an die gute Leistung des Spieles gegen die Grizzly Adams Wolfsburg nahtlos anknüpfen, und ließ die Zuschauer auch an diesem Tag einmal mehr rätseln wer denn eigentlich der Favorit sei. Beide Mannschaften spielten ein gutes Forechecking, sodass hochkarätige Chance Mangelware waren. Zudem standen mit Rob Zepp und Barry Brust zwei ausgesprochene Könner ihres Faches zwischen den Pfosten. Eishockey Urgestein Hans Zach bewertete das Spiel so: „Es war ein kampfstarkes Spiel von Straubing, die verdient gewonnen haben. Berlin hat nicht körperlich genug gespielt, sonst hätten sie gewonnen.“ Straubings Stürmer Ryan Ramsay teilte diese Meinung nicht ganz: „Berlin hat gut gespielt. Aber wie schon in den letzten Spielen war unsere Defensivleistung top. Berlin ist eine Laufmannschaft, die checken zwar auch, aber sie erspielen und erlaufen sich ihre Chancen eigentlich. Auch heute hatten sie die Chancen drei oder vier Tore mehr zu machen, aber Barry hat ein paar Big Saves gezeigt.“

Der gute Gesamteindruck der Partie wird dadurch unterstützt, dass es kaum Unterbrechungen gab. Beide Teams machten sehr wenige Fehler. Aber einen davon nutzte im zweiten Abschnitt der niederbayerische Franzose Laurent Meunier zu Führung. Als Berlins Verteidiger Nick Angell ausrutsche, hatte Meunier plötzlich 25 Meter freies Eis vor sich und verwertete diese Gelegenheit zur Führung für seine Farben.

Die beiden anderen Tore des Abends entstanden aus eher unübersichtlichen Situationen. Berlin erhöhte den Druck und kam durch T. J. Mulock auch zum Ausgleich, der aus einem Getümmel vor dem Tor die Scheibe über die Linie brachte. Die Männer von der Donau zeigten wie schon die letzten Spiele ihre mentale Stärke, und kämpften sich durch diese schweren Minuten. „Berlin ist eines der Top-Teams, aber es war einfach ein sehr gutes Spiel von uns. Alle vier Reihen haben gut gespielt und `Brusty´ (Barry Brust, Anm. des Autors) war unsere Versicherung. Wenn wir weiter so spielen werden wir noch viele Spiele gewinnen“, äußerte sich Tiger Carsen Germyn nach dem Spiel. Am Ende war es René Röthke, der nicht mal zwei Minuten vor der drohenden Verlängerung, und bei einer Strafe gegen Barry Tallackson, den Puck zum Siegtreffer versenkte.

Stimmen: 

Don Jackson: „Wir haben uns vor dem Spiel heute noch mal das letzte Spiel gegen Straubing in Erinnerung gerufen, und wussten das sie 100 Prozent vorbereitet sein werden. Und dass waren sie dann auch. Dan hat sein Team super eingestellt. Bei uns war Rob Zepp sehr stark, aber beide Torleute haben gut gehalten. Trotz der Niederlage müssen wir jetzt nach vorne sehen.“

Dan Ratushny: „Das war ein großer Sieg für unsere Mannschaft. Berlin ist ein exzellentes Team, es ist immer eine große Herausforderung gegen die Hauptstädter zu spielen. Ich denke wir haben eine Entwicklung seit dem letzten Berlin-Spiel gemacht. Wir haben einige Punkte erarbeiten können, das gibt uns Selbstvertrauen.“

Statistik:

1:0 (33:02) Laurent Meunier (Calvin Elfring, Carsen Germyn)

1:1 (50:27) T.J. Mulock (Frank Hördler)

2:1 (58:14) René Röthke (Karl Stewart, Laurent Meunier) PP1

Strafen: Straubing 8 +10 Ryan Ramsay; Berlin 14

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek

Zuschauer 3.808

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