Tage der offenen Tür in Wolfsburg und AugsburgDEL kompakt

13 Tore fielen am Sonntag im Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und dem ERC Ingolstadt. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)13 Tore fielen am Sonntag im Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und dem ERC Ingolstadt. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)
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Augsburger Panther – Krefeld Pinguine 7:1 (4:0, 3:1, 0:0)

Nach exakt 151 Sekunden im zweiten Drittel war der Arbeitstag von Krefelds Torwart Patrick Klein beendet. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Panther bereits fünfmal zugebissen: Cundari, Stieler, Ex-Pinguin Kretschmann, Trupp und sogar Hans Detsch mit seinem ersten DEL-Tor hatten getroffen. Mikko Vainonen handelte sich dann noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Bandenchecks ein. Zunächst tat das aber den dezimierten Gästen gut, denn Martin Schymainski traf in Unterzahl für die Krefelder. Dann setzte sich das stärkste Powerplay der Liga durch: Matt White und Drew LeBlanc trafen zum Endstand.

Schwenninger Wild Wings – Nürnberg Ice Tigers 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)

Ebenfalls keine Tore im Schlussdrittel fielen im Spiel zwischen den Wild Wings und den Ice Tigers. Mit einem Zwischenspurt stellten die Ice Tigers die Weichen frühzeitig auf Sieg: In etwas mehr als acht Minuten erzielten sie drei Tore: Patrick Reimer, Yasin Ehliz und erneut Patrick Reimer bauten die Führung der Franken nach dem ersten Tor durch Leo Pföderl (13. Minute) kontinuierlich aus. Dem hatten die Wild Wings nur noch den Ehrentreffer von Damien Fleury entgegenzusetzen. Im Schlussdrittel sorgten Schwenningens Stefano Gilati und Nürnberg Marcus Weber mit einer kleinen Raufeinlage nochmal für etwas Unterhaltung, ansonsten sprang für beide Teams nichts Zählbares mehr heraus. 

Grizzlys Wolfsburg – ERC Ingolstadt 5:8 (1:1, 3:2, 1:6)

Es dürfte kaum jemanden geben, der an diesem Nachmittag mit den Spielern der Grizzlys Wolfsburg hätte tauschen wollen: Zum einen gaben sie eine 4:2-Führung nach 40 Minuten aus der Hand, zum anderen ließen sie sich im letzten Drittel gleich sechs Tore einschenken. Die Ansprache nach dem Spiel von Noch-Trainer Pavel Gross dürfte entsprechend unangenehm ausgefallen sein. Die Führung im ersten Abschnitt von Panther-Stürmer Mike Collins hatte Höhenleitner bereits 140 Sekunden später ausgeglichen, zu Beginn des zweiten Drittels brachte Kamil Kreps sein Team sogar in Führung. Den Ausgleich von Darin Olver, der nach seinem frühen Ausscheiden am Freitag gegen Bremerhaven wieder mit von der Partie war, konnten die Hausherren noch im Mitteldrittel mit einem Doppelschlag durch den zweiten Treffer von Kamil Kreps und ein Überzahltor von Fabio Pfohl gar in die besagte Führung ummünzen. Zu Beginn des Schlussdrittels trafen Petr Taticek und David Elsner im Powerplay innerhalb von dreieinhalb Minuten zum erneuten Ausgleich. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 79 Sekunden brachten erneut Mike Collins sowie Brett Olson die Panther sogar mit zwei Toren in Führung, aber nur gut eine Minute später waren die Wolfsburger durch den zweiten Treffer von Fabio Pfohl wieder dran. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Pavel Gross Torhüter Gerald Kuhn vom Eis, aber John Laliberte gelang keine halbe Minute später das Empty-Net-Goal für die Schanzer. In der 59. Spielminute dann nochmal das gleiche Spiel: Kuhn wieder raus und wieder dauerte es keine halbe Minute, bis es wieder im leeren Kasten einschlug, dieses Mal war es Brett Olson. Damit war, nach 13 Treffern, der Tag der offenen Tür in Wolfsburg beendet.

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Iserlohn Roosters 4:3 (3:1, 0:0, 1:2)

Okay, der Vergleich mag hinken, da Bremerhaven nicht „normal“, sprich nicht auf sportlichem Weg in die DEL aufgestiegen ist. Doch wenn die bemerkenswerten Leistungen der Norddeutschen nicht für die Wiedereinführung von Auf- und Abstieg sprechen, was dann? Die Pinguins stehen nach 45 von 52 Spielen in ihrer zweiten DEL-Saison auf Rang fünf. Den Grundstein zum Sieg legten die Gastgeber im ersten Drittel, als sie zwischenzeitlich mit 3:0 nach Toren von Marian Dejdar, Kris Newbury und Ross Mauermann (Unterzahl) führten. Doch Iserlohn glich bis zur 47. Minute durch Luigi Caporusso, Marko Friedrich und Ex-Pinguin Jack Combs aus. Newburys zweiter Treffer 76 Sekunden vor Ende in Überzahl brachte Bremerhaven den Sieg.

Adler Mannheim – Düsseldorfer EG 3:1 (2:0, 1:1, 0:0)

Mannheim drin, Düsseldorf draußen! So stellt es sich aktuell auf den Play-off-Rängen da. Nachdem die Rheinländer zwischenzeitlich gar von der direkten Viertelfinal-Qualifikation träumen durften, ist die Realität umso härter. So gewannen die Adler gegen das Team ihres künftigen Co-Trainers Mike Pellegrims mit 3:1. Phil Hungerecker und Garrett Festerling trafen zum 2:0 für Mannheim, ehe Darryl Boyce den Anschluss herstellte. Doch schon in der 39. Minute setzte Matthias Plachta den Schlusspunkt.

Kölner Haie – Eisbären Berlin 1:3 (0:0, 1:3, 0:0)

Es wären Big Points für den KEC im Kampf um den direkten Sprung ins Viertelfinale gewesen – doch das Leben spielt sich nun einmal nicht im Konjunktiv ab. Jamie MacQueen und Daniel Richmond legten für die Eisbären vor, ehe Ryan Jones in Überzahl bei den Haien für Hoffnung sorgte. Doch vor über 15.000 Zuschauern traf James Sheppard in der 39. Minute zum 3:1 – und wie in Mannheim fielen danach keine weiteren Tore mehr.

Straubing Tigers – EHC Red Bull München 2:5 (0:0, 0:3, 2:2)

Zwischen der 23. und 37. Minute tütete der Meister den Sieg in Straubing ein, als Dominik Kahun, Mads Christensen und Patrick Hager zum 3:0 für die Red Bulls erfolgreich waren. Zweimal konnte Straubing auf zwei Tore verkürzen, beim 1:3 von Stefan Loibl sogar in Unterzahl; das 2:4 erzielte Dylan Yeo in Überzahl. Das zwischenzeitliche 4:1 ging auf das Konto von Frank Mauer. Fünf Sekunden vor Ultimo traf Münchens Jason Jaffray ins leere Tigers-Tor. 

Holger Neumann, Friedhelm Thelen

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