Tag der Routiniers: Lüdemann und Felski im Mittelpunkt Berlin - Köln 4:3 n.P.

Sven Felski - Foto: www.stock4press.deSven Felski - Foto: www.stock4press.de
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Die ersten Standing Ovation in der wieder ausverkauften o2 World galten noch vor Spielbeginn jedoch einem Kölner: Mirko Lüdemann bestritt an diesem Nachmittag sein 1000. Pflichtspiel für seine Haie, wozu ihm auch die Hauptstädter gratulierten. Sieg-Torschütze Sven Felski, dem selbst nur noch 13 Spiele zu diesem Meilenstein fehlen, zollte Lüde seinen Respekt: „Ich freue mich sehr für ihn, er ist einfach ein toller Typ!“

Die Gäste erwischten den besseren Start. Bereits in der 4. Spielminute schloss Marcel Ohmann sein Solo mit der Führung für die Haie ab. In einer Atmosphäre, die einem Play-off-Finale würdig gewesen wäre, da sich Eisbären- und die zahlreich mit vom Rhein an die Spree gereisten Haie-Fans stimmlich schier verausgabten, ließen sich auch beide Mannschaften nicht lumpen und lieferten sich ein intensives Match. Und als Vincent Schlenker (11.) für die Eisbären das 1:1 gelang, war an Konversation in Wohnzimmer-Lautstärke nicht mehr zu denken. Die Rollen auf dem Eis waren vorläufig verteilt: Die Eisbären machten das Spiel, die Haie lauerten auf Fehler, um mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen.

Aus der Pause kamen die Berliner mit demselben Schwung und trafen frühzeitig: Barry Tallackson passte quer auf Darin Olver, der per Rückhandschuss zum 2:1 (22.) traf. Die Kölner blieben dennoch fokussiert und nutzten ein Powerplay zum Ausgleich: Philip Gogulla verwertete einen Abpraller von Eisbären-Torsteher Rob Zepp zum 2:2 (28.). Umso ärgerlicher für die Kölner, weil die zuvor zwei weitere Überzahl-Gelegenheiten ungenutzt ließen, die erneute Berliner Führung: Statt auf den mitgelaufenen Tallackson zu passen, versenkte Darin Olver (36.) den Puck eigenhändig zum 3:2.

Haie-Chefcoach Uwe Krupp sah sein Team gerade am Ende des Spiels stark: „Es war insgesamt ein gutes Spiel heute. Im letzten Drittel und in der Verlängerung haben wir unser bestes Hockey gespielt.“ So durften die Haie kurz nach Wiederbeginn des Schlussdrittels jubeln: Puck und Zepp irrlichterten im Berliner Torraum herum, ersterer fand ausgerechnet zu Ex-Eisbär Alexander Weiß, der das Geschenk zum 3:3 (34.) dankbar annahm. Die Eisbären blieben zwar am Drücker, scheiterten aber Mal um Mal. Auch die Gäste suchten nach Möglichkeiten, blieben aber erfolglos.

Die beste Chance in der Verlängerung für die Haie hatte Alexander Weiß: „Wirklich schade! Hätte ich den rein gemacht, wäre es anders herum ausgegangen“, bedauerte der langjährige Berliner die verpasste Entscheidung. Dann kam das Penalty-Schießen und Sven Felski, der die Stimmung in der o2 World nach seinem Siegtreffer hochkochen ließ. Zum Zwischenerfolg Vorrunden-Meisterschaft sagte Felski: „Das war dieses Jahr nicht so einfach für uns. Wegen der vielen Verletzungen konnten wir kaum in konstanter Besetzung spielen. Trotz der Niederlagen zuletzt haben wir aber nie die Ruhe verloren.“ Nun warten die Eisbären auf ihren Viertelfinal-Gegner. Auf die Haie dagegen wartet in der Play-off-Qualifikation Augsburg. Uwe Krupp schon im Hinblick darauf: „Wir haben gezeigt, dass wir gut in Form sind.“



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