Tabellenführung noch in Gefahr - Lions straucheln in Köln

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Der Kampf um die Tabellenspitze bleibt spannend. Dafür gesorgt haben

die Kölner Haie, die am 50. Spieltag den Tabellenführer der Deutschen

Eishockey Liga (DEL), die Frankfurt Lions, aufgrund eines starken

ersten Drittels verdient mit 2:0 besiegten. Dadurch ist der Vorsprung

der Lions gegenüber den Eisbären Berlin auf zwei Punkte geschrumpft.

Köln erwischte einen Auftakt nach Maß. Gleich ihr erster Torschuss fand

sein gewünschtes Ziel. Der aufgerückte Verteidiger Paul Traynor

hämmerte bereits in der vierten Spielminute den Puck ins Tor der Lions.

Auch in der Folge war es der Gastgeber, der meist ein Schritt schneller

war und den Tick aufmerksamer, als die ungewohnt unkonzentriert

beginnenden Frankfurt Lions. In Überzahl erhöhte Jean-Yves Roy nach

einem klasse Zuspiel von Julien auf 2:0 für die Haie (10.). Die Lions

erwachten nun, und Francois Bouchard hatte kurz nach dem Gegentreffer

die erste Tormöglichkeit für die Gäste.

Köln zog sich mehr und mehr zurück, und verlagerte das Spiel auf

Konter. Die Lions besaßen bis Drittelende noch gute

Einschussmöglichkeiten, die allesamt vom sehr starken Chris Rogles im

Tor der Haie vereitelt wurden. Rogles war es auch, der im Mitteldrittel

gegen nun stärker aufkommende Lions einen durchaus möglichen

Anschlusstreffer verhinderte. In der 34. Spielminute erhielt Lions

Trainer Rich Chernomaz eine Spieldauerdisziplinarstrafe, nachdem er

zunächst lautstark über eine nicht gegebene Strafe gegen Köln

protestierte und anschließen ein Handtuch auf Eis warf. Nachdem ihn

Hauptschiedsrichter Aumüller daraufhin in die Kabine schickte,

schnappte sich Chernomaz noch ein paar Plastik Trinkflaschen und warf

diese ebenfalls auf Eis.

Die letzten 20 Minuten boten den 12.458 Zuschauer in der Köln Arena ein

Spiel, in dem die Lions nahezu ununterbrochen das Kölner Tor berannten,

aber mehr und mehr an Chris Rogles verzweifelten. Selbst Lions und

DEL-Topscorer Pat Lebeau schaffte es nicht, freistehend vor Rogles die

Scheibe im Tor unterzubringen. Für Köln hatte Dave McLlwain die größte

Chance, das 3:0 zu erzielen. Ganz alleine tauchte er vor Ian Gordon

auf, der diesen Alleingang aber parieren konnte.

Bereits 150 Sekunden vor Schluss nahmen die Lions Ian Gordon zugunsten

eines weiteren Feldspielers vom Eis und spielten sechs gegen vier, da

Seidenberg auf Kölner Seite eine Strafzeit absaß. Nutzte aber nichts

mehr. Der überragende Chris Rogles hielt sein Tor sauber und sicherte

den Kölner Haien damit ein sechs Punkte Wochenende. Rich Chernomaz

gratulierte den Haien zum Sieg und sprach von einer peinlichen

Vorstellung des Hauptschiedsrichters. „Man muss sich entschuldigen bei

den Fans für solch eine schlechte Schiedsrichterleistung.“ Des Weiteren

fordern die Lions eine Strafe für den Linienrichter Markus Krawinkel,

der Mitte des ersten Drittels Lions Stürmer Chad Bassen so stark weg

schubste, dass Bassen zwei Meter nach hinten aufs Eis flog. „Martin

Reichel hat für dasselbe Vergehen eine lange Strafe erhalten, und das

war nicht so schlimm, wie heute vom Linienrichter. Wir haben einen

Zusatzbericht geschrieben und erwarten, dass die Liga reagiert“, sagte

Manager Nethery nach dem Spiel.

Tore:

1:0 (03:08) Traynor (Furchner, Roy)

2:0 (09:14) Roy (Julien, McLlwain) 5-4 PP

Strafminuten:

Köln 22 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Stéphane Julien -

Lions: 26 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Doug Weight und

Peter Ratchuk + Spieldauerdisziplinarstrafe für Rich Chernomaz

Schiedsrichter: Roland Aumüller

Zuschauer: 12.458

Frank Meinhardt aus Köln

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