Sven Felski: „Nun ist Düsseldorf dran, zuhause das Spiel zu machen“

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Trotz des 3:2 Sieges über die DEG Metro Stars in Spiel eins der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft gab es von den Spielern der Eisbären Berlin im Gegensatz zu den vorangegangenen beiden Play-off-Runden keine lauten Töne zu vernehmen. Wirklich Spaß hatten die Cracks aus der Hauptstadt nur im ersten Drittel, in dem sie ihre technischen und läuferischen Vorzüge noch am deutlichsten zum Tragen bringen konnten. Danach war eher harte Arbeit angesagt, den knappen Vorsprung schadlos über die Zeit zu bringen. „Es stehen sich hier zwei Mannschaften mit ähnlichen Fähigkeiten gegenüber“, erklärte der Torschütze zum 1:0 Stefan Ustorf nach dem Match, „da muss man über sechzig Minuten gutes Eishockey spielen, um zu bestehen. Die DEG hat Druck gemacht, wollte den Ausgleich erzielen. Da sie sehr konterstark sind, mussten wir etwas vorsichtiger spielen und nicht einfach blind nach vorn rennen. Trotzdem haben wir weiter unser Spiel gemacht und hatten auch unsere Chancen.“ Kollege Sven Felski schlug in dieselbe Kerbe: „Düsseldorf ist eine technisch und läuferisch starke Mannschaft mit einigen schnellen Stürmern, wie zum Beispiel Brandon Reid. Da muss man extrem aufpassen, um sich keinen Konter zu fangen. Wir haben uns zwar ein bisschen schwer getan heute, aber trotzdem gewonnen.“ Eher selbstkritische Aussagen also, die da von den beiden erfahrenen Eisbären-Cracks kamen.

Die Trainer beider Mannschaften, Harold Kreis aufseiten der Rheinländer und Don Jackson bei den Berlinern, zeigten sich dagegen insgesamt recht zufrieden mit den Leistungen ihrer Teams. Kreis sagte: „Sicher, wir haben im ersten Drittel merkwürdige Tore zugelassen, uns dann aber zurückgekämpft und einige gute Chancen erarbeitet, noch den Ausgleich zu erzielen. Das ist zwar nicht gelungen, aber es ist ja nicht ungewöhnlich für uns, mit einem Rückstand zu starten. Dennoch war es in diesen Play-off der beste Einstieg in eine Serie. Das macht Lust auf mehr.“ Don Jackson begann sein Resümee mit dem erstaunlichen Bekenntnis: „Vielleicht haben wir Düsseldorf heute ein bisschen unterschätzt.“ Der Berliner Chefcoach sah sein Team sogar mit Fortuna im Bunde: „Wir sind etwas glücklich in Führung gegangen, die wir mit Glück bis zum Schluss verteidigen konnten. Weil wir später vor allem defensiv besser gespielt haben, bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“ Das Fazit Jacksons wird wohl verständlicher, wenn man das Credo des ehemaligen NHL-Verteidigers kennt, das er in der Vergangenheit schon öfter zum Besten gab und das da lautet: „Man muss bereit sein, ein Spiel auch mal mit 1:0 bzw. mit nur einem Tor Vorsprung zu gewinnen.“ Genau das war seinem Team diesmal gelungen.

Was wird nötig sein, damit die Eisbären auch am Samstag in Düsseldorf am Ende die Nase vorn haben? „Wir müssen an unserem Über- und Unterzahlspiel arbeiten. Die DEG ist im Powerplay brandgefährlich“, führte Stefan Ustorf als vordringliche Zielsetzung an. Eisbären-Verteidiger Deron Quint meint generell: „Ja, wir haben heute nicht so toll gespielt, das können wir wesentlich besser und wollen genau das in Düsseldorf auch zeigen.“ Und Sven Felski schiebt im Hinblick auf Spiel zwei den Druck letztlich der DEG zu: „Es war wichtig, den ersten Sieg einzufahren. Nun sind die Düsseldorfer dran, zuhause das Spiel zu machen.“ (mac/ovk - Foto by City-Press)

 


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